Dokumentation
Erae 2
21 Kapitel
Einführung

Was ist Erae 2?
Erae 2 ist ein druckempfindlicher MIDI-Controller von Embodme. Sein LED-Raster mit 42×24 Zellen wird von einer hochauflösenden Matrix aus kraftempfindlichen Widerständen (Force-Sensitive Resistor) gestützt, die für jeden Finger gleichzeitig X-, Y- und Z-Daten (Druck) erfasst und so die Oberfläche in ein vollständig ausdrucksstarkes Instrument verwandelt, das du selbst gestaltest. Ob du es als Keyboard, als Reihe von Fadern, als Live-Looper, als Step-Sequenzer oder als etwas dazwischen spielst: Erae 2 passt sich deinem Workflow an.
Erae 2 ist für Musiker gebaut, die mehr als nur Velocity wollen. Es beherrscht MPE, sendet CV, verfügt über einen integrierten Arpeggiator, Looper und Step-Sequenzer und speichert acht unabhängige Layouts pro Projekt. Einmal konfiguriert, spielt es ganz ohne Computer.
Hauptfunktionen
- 42×24-Touch-Oberfläche: 1.008 LED-Zellen liegen über einer hochauflösenden FSR-Matrix mit 16 rohen Erfassungspunkten pro LED-Zelle, was mehr als 16.000 druckempfindliche Positionen auf der gesamten Oberfläche ergibt.
- XYZ-Expression pro Finger: Druck, horizontales Gleiten und vertikales Gleiten werden für jede gleichzeitige Berührung unabhängig erfasst, für bis zu 10 Finger.
- 10 Elementtypen: Key, Keygrid, Keyboard, Drumpad, Button (Note, Control Change, Program Change, Control Voltage, Tap Tempo), Fader 1D, Fader 2D, Ableton-Live-Session-Steuerung, API Zone und Pedal.
- 8 Layouts pro Projekt: Speichere acht vollständig unabhängige Oberflächenkonfigurationen und wechsle zwischen ihnen. Projekte werden auf der SD card gespeichert.
- MPE-Unterstützung: Pitch Bend, Druck und Slide pro Note über MIDI Polyphonic Expression für ausdrucksstarkes polyphones Spiel.
- CV-Ausgänge: 24 Steuerspannungsausgänge an 12 Doppelbuchsen zum Anschluss an modulare und analoge Synthesizer.
- LCD-Oberfläche: ein 280×240-Farbdisplay zum Anpassen von Skalen, Element-Mappings, Looper, Sequenzer und Einstellungen ohne Computer.
- Arpeggiator: ein konfigurierbarer Arpeggiator für jedes Keyboard-Element im aktiven Layout.
- Looper: ein Performance-Looper, der deine Touch-Gesten mitsamt Druck und Slide aufnimmt und synchron zur Projekt-Clock wiedergibt.
- Step-Sequenzer: Zeichne, nimm auf und bearbeite Patterns direkt auf der Oberfläche, mit acht Patterns pro Layout.
- Eigene Skalen: mikrotonale und alternative Stimmungen für Keygrid-Elemente, bearbeitbar in Erae Lab oder auf dem Gerät.
Tipp: Erae 2 funktioniert nach der Konfiguration eigenständig. Sobald dein Projekt auf dem Gerät gespeichert ist, musst du Erae Lab während der Performance nicht geöffnet halten.
Neu in dieser Beta
Diese Beta bringt im Vergleich zur aktuellen öffentlichen Version Folgendes.
Step-Sequenzer (siehe Step-Sequenzer)
- Über Layouts hinweg im Sequenzer bleiben: Ein kurzer Druck auf eine andere Layout-Taste, während du im Sequenzer bist, bringt dich im Sequenzer zu diesem Layout, auf das Element, das du dort zuletzt sequenziert hast. Halte die Taste stattdessen gedrückt, um eine Vorschau des Layouts zu sehen und ein anderes Element zu wählen.
- Sehen, was gerade spielt: Jedes Element mit einer aktiven Sequenz zeigt einen dünnen Playhead, der im Takt des Patterns darüber läuft. Die Layout-Tasten leuchten, während auf einem Layout, das du gerade nicht ansiehst, eine Sequenz oder ein Loop spielt.
- Pitch-Lane: Die Pitch-Lane ersetzt die Glissando-Lane. Eine Note, die gebendet beginnt, zeigt eine Markierung an ihrer Starttonhöhe, die mit dem Notenkopf verbunden ist.
- Gesten-Lanes: Die X-, Y- und Druckgesten eines Keyboards oder eines einzelnen Keys lassen sich als eigene Lanes sequenzieren, eine pro Element, und sie bleiben erhalten, wenn du einen Loop bouncest.
- Gezeichnete Noten spielen mit Druck: Eine gezeichnete Note hält ihre Velocity als konstanten Druck, sodass sie auf druckempfindlichen Synthesizern auch ohne gemalte Kurve erklingt.
- Plus und Minus bei STEPS: Während das Feld STEPS bearbeitet wird, verdoppeln bzw. halbieren Plus und Minus die Schrittanzahl, von
1bis256. - Arpeggiator auf Sequenzen: Wenn der Arpeggiator eines Keyboards eingeschaltet ist, werden die Akkorde seiner Sequenz als Arpeggios gespielt. Schalte den Arpeggiator aus, um die Noten so zu hören, wie sie gezeichnet sind.
- Bounce Loop folgt Retrig: Ein Glissando in einem gebouncten Loop bleibt eine einzige Note, wenn Retrig auf dem Keyboard ausgeschaltet ist.
- Loops und Sequenzen gemeinsam löschen: Halte eine oder mehrere Layout-Tasten, drücke Return und halte es gedrückt. Nach deiner Bestätigung auf dem Bildschirm werden die Loops und alle acht Patterns dieser Layouts gelöscht.
Skalen und Sounds
- Eigene Skalen gelten für Keygrid-Elemente: Ein Drumpad behält immer chromatische Pads. Siehe Skalen & Stimmung.
- Wird eine eigene Skala gelöscht, die ein Keyboard verwendet hat, wird dieses Keyboard auf
Majorgesetzt. Wenn du zu einer Skala mit weniger oder mehr Tönen wechselst, werden die Keys nach den Stufen dieser Skala eingefärbt. - Erae-Sound-Slots: Erae-Sound-Presets werden nur von Erae Sound aus in einen Slot gelegt. Während du ein Preset vorhörst, bringt dich ein Druck auf eine Layout-Taste zu diesem Layout.
- Auf dem Erae vorgenommene Arpeggiator-Änderungen werden mit dem Layout gespeichert und erreichen Erae Sound.
Für wen dieses Handbuch ist
Dieses Handbuch richtet sich an Musiker, Produzenten und Experimentierfreudige, die das Beste aus Erae 2 herausholen möchten. Es behandelt jeden Aspekt des Geräts, vom Platzieren deines ersten Elements auf einem Layout bis zum Routing von CV zu einem modularen Rack. Vorkenntnisse mit Erae 2 sind nicht erforderlich, aber Vertrautheit mit grundlegenden MIDI-Konzepten (Kanäle, Noten, Control Change) ist hilfreich.
Lieferumfang
- Erae 2 Controller, mit bereits montierter Fabric Skin
- 65-W-USB-C-Netzteil
- SD card mit 8 GB
- Zwei 2 m lange USB-C-Kabel
- Zwei MIDI-TRS-auf-DIN-Adapter
Tipp: Lade Erae Lab von der Embodme-Website herunter, um Layouts von deinem Computer aus zu gestalten und zu verwalten. Erae Lab ist kostenlos und läuft unter macOS, Windows und Linux.
Konventionen in diesem Handbuch
In diesem gesamten Handbuch gilt:
- Parameternamen erscheinen in Fettschrift (z. B. Scale, PB Range).
- Parameterwerte erscheinen in
Code-Formatierung(z. B.Chromatic,50%,MPE). - Tipps erscheinen als Blockzitate wie die in diesem Kapitel.
- Screenshots werden durch Bildunterschriften über jedem Bild gekennzeichnet.
- Querverweise verlinken auf andere Kapitel (z. B. Layouts) oder auf bestimmte Abschnitte (z. B. CV-Clock-Ausgang).
- Verweise auf Erae-Lab-Funktionen werden als reiner Text geschrieben: "Siehe das Erae Lab Benutzerhandbuch, Kapitel X."
- Notennamen folgen der Konvention des Geräts und von Erae Lab, bei der MIDI-Note 60
C3ist und die tiefste MIDI-Note (0)C-2.
Erste Schritte
Dieses Kapitel führt dich durch das Einschalten von Erae 2, das Herstellen deiner ersten Verbindungen und das Spielen deines ersten Layouts, egal ob du mit einer DAW über USB arbeitest oder eigenständig ohne Computer auftrittst.
Einschalten und Startsequenz
Erae 2 hat an der Rückseite drei USB-C-Anschlüsse:
- Power: für das mitgelieferte 65-W-Netzteil.
- Computer: der USB Device-Anschluss, der Erae 2 als MIDI-Controller mit deinem Computer verbindet.
- Synth: der USB Host-Anschluss, der USB-MIDI-Geräte direkt mit Erae 2 verbindet.
Setze die SD card ein, schließ das mitgelieferte Netzteil am Anschluss Power an und schalte das Gerät ein. Der Anschluss Computer kann Erae 2 auch allein mit Strom versorgen, doch ein Computeranschluss liefert nicht genug Leistung für alle Funktionen (siehe Energiesparmodus weiter unten).
Beim Einschalten läuft die folgende Startsequenz ab:
- Die LED-Oberfläche leuchtet auf, während die Firmware die Touch-Hardware initialisiert und dein zuletzt verwendetes Projekt von der SD card lädt. Ist keine SD card verfügbar, greift Erae 2 auf eine Sicherungskopie in seinem internen Speicher zurück.
- Das LCD-Display zeigt den Startbildschirm und anschließend den Home-Bildschirm, sobald das System bereit ist.
- Die Layout-Tasten leuchten auf und zeigen den normalen Betrieb an.
Das Gerät ist spielbereit, sobald der Home-Bildschirm erscheint.
Energiesparmodus
Erae 2 benötigt für den vollen Betrieb eine Stromquelle, die mehr als 15 W liefern kann, etwa das mitgelieferte 65-W-Netzteil. Wird es von einer Quelle versorgt, die das nicht leisten kann (zum Beispiel ein USB-Anschluss eines Computers), zeigt Erae 2 die Meldung Low Power an und läuft mit eingeschränktem Funktionsumfang:
- Die LED-Helligkeit ist reduziert.
- Die CV-Ausgänge sind deaktiviert.
- MIDI-Ausgang B ist deaktiviert.
- Das Metronom ist deaktiviert.
- Der Anschluss Synth (USB Host) wird nicht mit Strom versorgt.
Schließ das mitgelieferte Netzteil am Anschluss Power an, um den vollen Betrieb wiederherzustellen.
Tipp: Bleibt die LED-Oberfläche dunkel, prüfe, ob das Netzteil am Anschluss Power angeschlossen und der Netzschalter eingeschaltet ist.
USB-Verbindung (Class-Compliant MIDI)
Erae 2 erscheint als Class-Compliant-USB-MIDI-Gerät: Unter macOS, Windows 10/11 oder Linux ist keine Treiberinstallation erforderlich. Verbinde den Anschluss Computer (USB Device) über ein USB-C-auf-USB-C- oder USB-C-auf-USB-A-Kabel mit deinem Computer.
Im normalen MIDI-1.0-Modus erkennt deine DAW oder MIDI-Software zwei für den Anwender sichtbare USB-MIDI-Ports:
| Cable | Portname | Zweck |
|---|---|---|
| Main | Erae 2 MIDI | Standard-MIDI: Notenausgabe für Nicht-MPE-Instrumente und allgemeine DAW-Nutzung |
| MPE | Erae 2 MIDI (MPE) | Per-Note-Expression für MPE-kompatible Instrumente (z. B. Equator2, Pigments, Omnisphere) |
Wähle in den MIDI-Eingangseinstellungen deiner DAW Erae 2 MIDI (Main), um Noten-, Velocity-, Pitch-Bend- und Continuous-Controller-Nachrichten von der Oberfläche zu empfangen. Bei MPE-fähigen Instrumenten verweist du das Instrument stattdessen auf Erae 2 MIDI (MPE).
MIDI 2.0 ist ein alternativer USB-Modus, der über die Zeile MIDI 2.0 in Settings gesteuert wird. Eine Änderung fragt nach einer Bestätigung und startet das Gerät neu. Die meisten DAW-Anwender sollten MIDI 2.0 ausgeschaltet lassen, sofern Embodme oder ein bestimmter Erae-Sound- oder Erae-Lab-Workflow es nicht anders vorgibt.
Tipp: Öffne unter macOS Audio-MIDI-Setup -> MIDI-Studio, um zu bestätigen, dass das Gerät korrekt erkannt wurde. Erscheint das Gerät nach einem Firmware-Update mit einem nummerierten Suffix (z. B.
Erae 2 2), öffne das Audio-MIDI-Setup, wähle den alten Eintrag aus und entferne ihn. Steck das USB-Kabel erneut ein, um eine saubere Erkennung wiederherzustellen.
Update von Firmware 1.x: geänderte Port-Belegung. Die Firmware 2.x hat das dedizierte dritte "Lab/API"-MIDI-Kabel entfernt. Erae Lab nutzt jetzt eine eigene USB-Verbindung, die in deiner DAW nicht als MIDI-Port erscheint. Nach dem Update sind nur noch zwei MIDI-Ports vorhanden:
Vor 2.x (drei Ports) Nach 2.x (zwei Ports) MIDI-Port 1: Erae MIDI(Haupt)Erae 2 MIDI(Haupt, gleiche Funktion)MIDI-Port 2: MIDI (Lab)(entfernt) MIDI-Port 3: MIDI (MPE)Erae 2 MIDI (MPE)(war Port 3, jetzt Port 2)Wenn deine DAW oder dein API-Setup den alten dritten Port für MPE-Daten referenzierte, weise ihn auf
Erae 2 MIDI (MPE)(den zweiten Port) um. Wenn du den Lab/API-SysEx-Port nach Nummer referenziert hast, verwendeErae 2 MIDI(den ersten Port): API-SysEx wird jetzt über das Hauptkabel übertragen.
Erae mit Erae Sound in einer DAW verwenden
Erae Sound wird als VST3/AU-Plugin ausgeliefert. Wenn du es auf einer DAW-Instrumentenspur lädst:
- Fader-Gesten und grundlegende Keyboard-Note-On/Off-Daten kommen vom Erae über den Port
Erae 2 MIDIan. Aktiviere den Eingang dieses Ports auf der Plugin-Spur (die meisten DAWs erfordern, dass du den MIDI-Eingang der Spur explizit auf diesen Port setzt). - Für vollständigen MPE-Ausdruck (Pitch Bend pro Note, Druck und Slide) aktiviere den MPE-Modus auf der Instrumentenspur und richte ihn auf
Erae 2 MIDI (MPE)aus. Slide (CC 74) erfordert den MPE-Port und setzt voraus, dass der Host alle 16 Kanäle an das Instrument weiterleitet. - Führe die Erae-Sound-Engine in Erae Lab nicht gleichzeitig mit dem Plugin aus. Beide Instanzen lauschen demselben Erae-MIDI-Eingang; Noten und Gesten erreichen beide Engines gleichzeitig, was zu Doppel-Triggering und Audio-Überlagerungen führt.
Eingebaute Engine für reine DAW-Wiedergabe stummschalten. Erae Sound läuft innerhalb von Erae Lab als eingebaute Audio-Engine. Um das Audio ausschließlich über deine DAW zu routen, klicke auf das Power-Icon auf dem Tab Sound in der oberen Kopfleiste von Erae Lab, um die Engine zu stoppen. Layout-Bearbeitung und Gerätesynchronisation bleiben aktiv. Klicke erneut auf das Icon, um sie wieder zu starten. Details findest du im Erae Sound Handbuch.
MIDI In und Out
Erae 2 hat einen MIDI-Eingang (MIDI In) und zwei MIDI-Ausgänge (MIDI A und MIDI B) an 3,5-mm-TRS-Buchsen, um Hardware-Synthesizer, Drumcomputer und Effektgeräte ohne Computer anzuschließen. MIDI B ist im Energiesparmodus deaktiviert.
Verwende die mitgelieferten TRS-auf-DIN-Adapter, um standardmäßiges 5-poliges DIN-MIDI-Equipment anzuschließen: Steck sie in MIDI In und MIDI A und verbinde dann deine Geräte mit standardmäßigen 5-poligen MIDI-Kabeln.
Jedes Element wählt, welche Ausgänge seine Nachrichten übertragen (siehe Ausgabeziel pro Element), und die Routing-Matrix leitet eingehendes MIDI zwischen den Ports weiter (siehe MIDI-Routing-Matrix).
USB-Host-Anschluss
Der Anschluss Synth (USB Host) ermöglicht es Erae 2, als USB-Host zu fungieren und ohne Computer mit Class-Compliant-USB-MIDI-Geräten zu kommunizieren: zum Beispiel mit einem Hardware-Synth mit USB MIDI, einem MIDI-Controller oder einem USB-auf-DIN-Adapter. Der Anschluss liefert bis zu 5 W (5 V, 1 A) an das angeschlossene Gerät, und zwar nur, wenn das Netzteil am Anschluss Power angeschlossen ist.
Geräte am USB-Host-Anschluss erscheinen im Element-Routing und in der MIDI-Routing-Matrix als Ziel USB Host. Du kannst Touch-Ereignisse von der Oberfläche direkt an einen angeschlossenen Synth senden oder eingehendes MIDI vom Synth an deinen Computer weiterleiten.
Tipp: Du kannst die Anschlüsse Computer und Synth gleichzeitig verwenden.
Dein erstes Layout
Erae 2 wird mit einem Werksprojekt ausgeliefert, das alle acht Layout-Slots belegt. Jeder Layout-Slot wird mit den nummerierten Layout-Tasten N1 bis N8 ausgewählt.
Um ein Layout auszuwählen, drücke eine der Tasten N1 bis N8. Die LED-Oberfläche zeichnet sich neu, um das Layout anzuzeigen, und die Taste leuchtet mit voller Helligkeit, um die Auswahl zu bestätigen.
Zu den werkseitigen Layouts gehören:
- Ein kombiniertes Layout mit einem Drumpad, einer klavierartigen Tastatur, einem großen ausdrucksstarken Key und Fadern
- Klavierartige Tastaturen
- Keygrid-Layouts (isomorph), einige davon für MPE eingerichtet
- Ein Mischpult-artiges Layout mit Noten-Buttons, Fadern und einem XY-Pad
- Ein Raster aus einzelnen ausdrucksstarken Keys
- Ein großes Drumpad-Raster
Die werkseitigen Layouts verwenden unterschiedliche MIDI-Kanäle, und die MPE-Layouts senden über den Port Erae 2 MIDI (MPE). Jedes werkseitige Layout fordert Erae Sound außerdem auf, ein passendes Preset zu laden, wenn du zu ihm wechselst. Du kannst diese Layouts sofort erkunden, spielen und damit auftreten, ohne dich mit Erae Lab zu verbinden.

Der Home-Bildschirm auf dem LCD zeigt den Looper des aktiven Layouts: einen Kreis mit der Layout-Nummer und der Wiedergabeposition des Loops, dazu die Loop-Länge (Length), das Quantisierungsraster (Quantize) und das Tempo (Tempo). Siehe Arpeggiator & Looper.
Tipp: Verwende die speziellen Layout-Tasten N1 bis N8 für vorhersehbares Umschalten im Live-Betrieb.
Standalone-Modus vs. Lab-verbundener Modus
Erae 2 arbeitet in zwei Modi, je nachdem, ob Erae Lab läuft und über USB verbunden ist.
Standalone-Modus
Wenn kein Computer verbunden ist oder Erae Lab nicht geöffnet ist, läuft Erae 2 im Standalone-Modus. In diesem Modus:
- Spielt das Gerät das zuletzt gespeicherte Projekt von der SD card. Der interne Speicher enthält eine Sicherungskopie und die Geräteeinstellungen, nicht die normale Projektbibliothek.
- Sind alle acht Layouts verfügbar und voll funktionsfähig.
- Sendet jedes Element an die in seinem Routing gewählten Ausgänge (standardmäßig den USB-Device-Anschluss,
Erae 2 MIDI). - Werden Änderungen, die du auf dem Gerät an einem auf der SD card gespeicherten Projekt vornimmst, automatisch gespeichert. Das Werksprojekt und das Sicherungsprojekt werden erst gespeichert, wenn du sie auf der SD card sicherst (siehe Projektverwaltung).
Der Standalone-Modus ist für Live-Auftritte ohne Laptop konzipiert. Versorge das Gerät über das mitgelieferte Netzteil, und Erae 2 arbeitet vollständig eigenständig.
Lab-verbundener Modus
Wenn Erae Lab auf deinem Computer geöffnet ist und Erae 2 erkennt, wechselt das Gerät in den Lab-verbundenen Modus. In diesem Modus:
- Kann Erae Lab neue Layouts und Projektkonfigurationen an das Gerät senden.
- Werden in Erae Lab vorgenommene Bearbeitungen sofort auf der Oberfläche wiedergegeben, ohne Neustart.
- Kannst du Projekte aus Erae Lab auf der SD card speichern, um sie später eigenständig zu nutzen.
Tipp: Der Lab-verbundene Modus wird automatisch aktiviert, sobald Erae Lab das Gerät erkennt. Öffne Erae Lab und schließ das USB-C-Kabel am Anschluss Computer an.
Ausführliche Informationen zum Lab-Workflow, zur Projektübertragung und zu Firmware-Updates findest du unter Verbindung mit Erae Lab.
Nächste Schritte
Sobald du das Gerät eingeschaltet und die MIDI-Ausgabe eines der werkseitigen Layouts bestätigt hast, bist du bereit, die Oberfläche im Detail zu erkunden. Fahre mit Oberfläche und Touch fort, um zu erfahren, wie sich Druck, Position und polyphone Berührung in ausdrucksstarke MIDI-Daten übersetzen.
Kapitel 3: Oberfläche & Touch
Erae 2 ist um ein großes druckempfindliches Pad herum aufgebaut, das jede Nuance deines Spiels erfasst. Dieses Kapitel erklärt, wie die Oberfläche funktioniert, welche Daten sie liefert und wie du ihr Verhalten an deine Spieltechnik anpasst.
Das Pad-Raster
Die Spieloberfläche ist als 42 × 24-LED-Raster organisiert (42 Spalten in der Breite und 24 Zeilen von oben nach unten) und wird von einer hochauflösenden Matrix aus kraftempfindlichen Widerständen (Force-Sensitive Resistor, FSR) gestützt. Jede LED-Zelle wird von 16 Roh-Messpunkten getragen, wodurch mehr als 16.000 druckempfindliche Positionen über die Spielfläche verteilt entstehen, während die visuelle Rückmeldung mit der physischen Oberfläche ausgerichtet bleibt.

Das physische Raster ist durchgehend: Pad-Zonen, Fader und Keys können sich über beliebig viele Zellen erstrecken, sodass Layouts nicht an ein festes Tastenraster gebunden sind. Wenn ein Finger zwischen zwei Zellen landet, interpoliert die Firmware die Position mit Sub-Zellen-Genauigkeit und ermöglicht so eine gleichmäßige, hochauflösende Steuerung.
Tipp: Breitere Elemente (die sich über mehr Zellen erstrecken) bieten mehr Platz zum Gleiten und erzeugen gleichmäßigere X/Y-Daten. Verwende schmale Elemente nur dann, wenn du viele Zonen auf engem Raum benötigst.
XYZ-Erfassung
Jede Berührung meldet gleichzeitig drei voneinander unabhängige Dimensionen:
- X-Position: horizontale Position des Fingers innerhalb seines Elements, normalisiert von
0.0bis1.0(von links nach rechts). Das Gleiten nach links oder rechts erzeugt X-Bewegung. - Y-Position: vertikale Position innerhalb des Elements, normalisiert von
0.0bis1.0(von unten nach oben). Das Gleiten nach oben oder unten erzeugt Y-Bewegung. - Z-Druck: auf die Oberfläche ausgeübte Kraft, normalisiert von
0.0bis1.0. Stärkeres Drücken erhöht Z.
Die Touch-Engine leitet außerdem die Bewegungsgeschwindigkeit (Motion Speed) aus der kontinuierlichen Fingerbewegung über die Oberfläche ab. Die Bewegungsgeschwindigkeit reicht von 0 bis 100 cm/s und kann CCs steuern.
Z ist so skaliert, dass ein fester Druck den Wert 1.0 bereits gut innerhalb des komfortablen Spielbereichs erreicht.
Tipp: Verwende X-Position und Y-Position auf Key-Elementen, um Pitch Bend und Modulation gleichzeitig zu steuern: Das ist der Kern des ausdrucksstarken MPE-Spiels. Siehe Kapitel 6 für die MPE-Konfiguration.
Die Oberfläche wird 1.600 Mal pro Sekunde abgetastet und in stabile, ausdrucksstarke X/Y/Z-Fingerdaten umgewandelt.
10-Finger-Multitouch
Erae 2 verfolgt bis zu 10 gleichzeitige Finger über die gesamte Oberfläche. Jeder Finger wird unabhängig erkannt und erhält für die Dauer seines Kontakts eine stabile Tracking-ID, sodass dichte Akkorde und beidhändige Gesten unabhängige, kontinuierliche X-, Y- und Z-Datenströme erhalten.
Die Oberfläche kalibriert sich fortlaufend selbst, sodass du auf keine Aufwärmphase warten musst. Kurze Druckeinbrüche geben einen Finger nicht frei, was versehentliche Note-Offs verhindert.
Zwei sehr nah beieinander liegende Finger (näher als etwa eineinhalb Zellen) werden als eine Berührung behandelt, bis sie sich voneinander entfernen.
Tipp: Leg beide Hände über die Oberfläche, um Cluster-Akkorde zu spielen: Bis zu 10 Finger können unabhängig verfolgt werden, solange sich die Berührungen nicht physisch überlappen.
Einstellung der Velocity-Kurve
Der geräteinterne Editor Velocity Curve unter Settings legt fest, wie die Touch-Dynamik in MIDI-Noten-Velocity umgesetzt wird. Es handelt sich um eine globale Einstellung des Spielverhaltens, nicht um eine Druckkurve pro Element.
- Threshold legt fest, wie viel Kontakt erforderlich ist, bevor die Velocity zu steigen beginnt.
- Drive verändert, wie schnell die Mitte der Kurve höhere Velocity-Werte erreicht.
- Compand komprimiert oder erweitert die Form des Ansprechverhaltens.
- Range legt die allgemeine Empfindlichkeit fest: Höhere Werte benötigen weniger Druck, um die volle Velocity zu erreichen. Es handelt sich nicht um eine Begrenzung des Ausgabewerts.
Die Kurvenvorschau auf dem LCD aktualisiert sich, während du diese Werte anpasst. Nutze sie, um Erae 2 an deinen Spielstil anzupassen: leichtere Einstellungen für feinfühliges Fingerspiel, festere Einstellungen, wenn du mehr Widerstand wünschst, bevor hohe Velocity-Werte erreicht werden.
Tipp: Wenn Noten zu leicht auf die maximale Velocity springen, verringere Range oder erhöhe Threshold. Wenn sich Noten zu leise anfühlen, erhöhe Range oder Drive.
Empfindlichkeit
Die Einstellung Sensitivity (zu finden unter Settings) steuert, wie bereitwillig die Oberfläche eine Berührung über das gesamte Pad hinweg registriert. Es stehen vier Modi zur Verfügung:
| Modus | Beschreibung |
|---|---|
| XSensitive | Am reaktionsfreudigsten: reagiert auf die leichteste Berührung. Am besten geeignet für Spieler mit sehr leichtem Anschlag. Kann Fehlauslösungen erzeugen, wenn die Oberfläche versehentlich berührt wird. |
| Sensitive | Reaktionsfreudig: niedrigere Aktivierungsschwelle als die Standardeinstellung. |
| Safe | Standardeinstellung: ausgewogene Schwelle, geeignet für die meisten Spielstile und Umgebungen. |
| XSafe | Am wenigsten reaktionsfreudig: erfordert festeren Kontakt zum Registrieren. Reduziert Fehlauslösungen durch Kleidung, Kabel oder leichten versehentlichen Kontakt. |
Tipp: Wenn du während des Spiels Phantomnoten oder Fehlauslösungen erlebst, wechsle von
SafezuXSafe. Wenn sich die Oberfläche bei leichtem Spiel unempfindlich anfühlt, probiereSensitiveoderXSensitive. Die Empfindlichkeit ist die wirksamste einzelne Anpassung für Spieler, die neu im Umgang mit FSR-basierten Oberflächen sind.
Physische Pflege
Erae 2 kann mit verschiedenen Spiel-Skins ausgestattet werden. Behandle das Skin als Teil des Instruments, nicht als austauschbares Trommelfell.
- Fabric Skin: Konzipiert für feinfühliges Fingerspiel und ausdrucksstarke Oberflächensteuerung. Spiele nach Möglichkeit mit sauberen Händen, vermeide Kratzen oder harte Stöße und reinige Flecken vorsichtig mit Isopropylalkohol auf einem weichen, fusselfreien Tuch. Durchnässe die Oberfläche nicht.
- Drum Skin / schwarzes Skin: Mit einem leicht angefeuchteten, fusselfreien Tuch abwischen und vor der Lagerung trocknen. Dieses Skin kann mit Sticks gespielt werden, aber Erae 2 bleibt dennoch ein elektronischer Controller und keine akustische Trommel. Hartes Trommeln, scharfe Stick-Winkel oder wiederholte Aufschläge mit hoher Kraft können das Skin zeichnen und die Lebenserwartung des Produkts verkürzen.
- Alle Skins: Halte scharfe Gegenstände, Ringe, Plektren und abrasive Materialien von der Oberfläche fern. Vermeide übermäßige Hitze und längere direkte Sonneneinstrahlung. Bewahre das Instrument bei Nichtgebrauch in einem Koffer auf.
- Vor dem Spielen: Entferne Kabel, Werkzeuge und andere Gegenstände, die auf der Oberfläche liegen, damit die Touch-Engine von einem sauberen Kontaktzustand aus startet.
Layouts
Ein Layout ist der grundlegende Baustein eines Projekts. Es legt fest, was die Oberfläche des Erae 2 tut: welche Elemente wo platziert sind, wie sie auf Berührungen reagieren und welche MIDI-Nachrichten sie senden. Durch das Wechseln von Layouts kannst du die gesamte Oberflächenkonfiguration im Handumdrehen ändern, von einer chromatischen Klaviatur in einem Layout zu einem Satz druckempfindlicher Pads im nächsten.
Was ist ein Layout?
Jedes Layout ist eine eigenständige Momentaufnahme der Oberfläche. Es speichert:
- Jedes Element, das auf der Oberfläche platziert ist (Keyboards, Fader, Buttons und mehr)
- Position und Größe jedes Elements
- Alle elementbezogenen MIDI-Parameter (Kanal, Notenbereich, CC-Zuweisungen, MPE-Einstellungen usw.)
- Die Skala und den Grundton jedes Keyboard-Elements
- Die LED-Farben und Animationen jedes Elements
- Die Pedal-Konfiguration für die beiden Pedaleingänge
- Einen eigenen Looper-Loop und eigene Step-Sequenzer-Patterns
Wenn du das Layout wechselst, werden keine Elementdaten aus dem vorherigen Layout übernommen. Jedes Layout ist vollständig in sich abgeschlossen.
Tipp: Stell dir Layouts als "Szenen" vor: Du kannst ein Layout der melodischen Performance widmen, ein weiteres den Rhythmus-Pads und ein drittes den Makro-Controls und dann zwischen ihnen wechseln, ohne deine Musik zu unterbrechen.
Layouts pro Projekt
Jedes Projekt enthält genau 8 Layouts, nummeriert von 1 bis 8. Alle 8 Slots sind immer vorhanden; jeder noch nicht konfigurierte Slot ist leer (die Oberfläche ist leer und erzeugt keine Ausgabe).
Du musst nicht alle 8 Slots belegen. Ein leerer Layout-Slot ist ein gültiger, spielbarer Zustand, nützlich als kurzzeitige Stummschaltung oder als Performance-Pause.
Tipp: Verwende einen leeren Layout-Slot als bewusste "Stille"-Szene. Beim Wechsel dorthin werden alle aktiven Touch-Events sauber beendet.
Layouts auf dem Erae 2 wechseln
Verwende die dedizierten Panel-Tasten N1 bis N8, um Layouts zu wechseln. Das Layout wechselt, wenn du die Taste loslässt. Leere Slots sind gültige spielbare Zustände und können als Stille- oder Stummschaltungs-Szenen verwendet werden.
Der Home-Bildschirm zeigt die Nummer des aktiven Layouts im Looper-Kreis. Auf dem Erae 2 gibt es keinen separaten LCD-Layout-Selektor und keinen Vor-/Zurück-Ablauf für Layouts.
Wenn du das Layout wechselst, während Finger aufliegen, werden die Berührungen aus dem alten Layout freigegeben und die gehaltenen Finger in das neue Layout neu eingeführt. Dies verhindert hängende Noten und Phantom-Berührungen bei Layout-Wechseln während der Performance.
LED-Anzeigen
Die Layout-Tasten N1 bis N8 zeigen den Zustand jedes Layout-Slots:
- Die Taste des aktiven Layouts leuchtet mit voller Helligkeit.
- Die anderen Layout-Tasten leuchten gedimmt und werden kurz heller, wenn ein Element auf diesem Layout eine Note auslöst (zum Beispiel während der Looper- oder Sequenzer-Wiedergabe).
- Ein Layout, dessen Loop stummgeschaltet ist, wird rot angezeigt (siehe Arpeggiator & Looper).

So siehst du deine aktuelle Position und die gerade spielenden Layouts auf einen Blick, selbst in einer dunklen Performance-Umgebung.
Layouts in Erae Lab bearbeiten
Layouts werden in Erae Lab auf deinem Computer erstellt und bearbeitet. Innerhalb von Erae Lab kannst du:
- Elemente auf die Arbeitsfläche ziehen und frei positionieren
- Den MIDI-Ausgang, die Skala und die visuelle Farbe jedes Elements konfigurieren
- Jedes Layout zur einfachen Identifizierung benennen
- Layouts innerhalb eines Projekts kopieren, einfügen und neu anordnen
- Das LED-Erscheinungsbild eines Layouts vor dem Senden an das Gerät in der Vorschau anzeigen
Wenn Erae Lab verbunden ist, werden Layout-Änderungen automatisch gespeichert und über die im Hintergrund laufende Sync-Verbindung an das Gerät übertragen. Normalerweise musst du nach jeder Änderung kein manuelles Push oder Pull ausführen. Warte, bis die Übertragungsaktivität abgeschlossen ist, bevor du das USB-Kabel trennst.
Auf dem Gerät selbst kannst du die Skala und den Grundton eines Keyboards (siehe Skalen & Stimmung), Elementeinstellungen auf dem Mapping-Bildschirm sowie Arpeggiator, Looper und Sequenzer anpassen. Diese Änderungen werden mit dem Projekt gespeichert.
Elemente
Elemente sind die Bausteine eines Layouts. Jedes Element belegt einen rechteckigen Bereich der Touch-Oberfläche, legt fest, welche MIDI- (oder CV-)Daten es erzeugt, und bestimmt, wie die darunterliegenden LEDs dargestellt werden. Ein Layout kann eine beliebige Kombination nebeneinander platzierter Elemente enthalten. So hast du vollständige Freiheit bei der Gestaltung deiner Performance-Oberfläche.
Jedes Element verfügt über drei gemeinsame Eigenschaften:
- Geometrie: Position und Größe im Oberflächenraster (x, y, Breite, Höhe)
- Stil: LED-Farbe, Verlauf oder verhaltensgesteuerte Visualisierung
- Animationen: optionale Effekte Finger Glow, Ripple, Halo oder Color Morph, die beim Berühren, Gleiten oder Loslassen ausgelöst werden
Elementspezifische Parameter (MIDI-Kanal, CC-Nummern, Notenzuweisungen, Expressivitätseinstellungen) werden pro Element konfiguriert und beeinflussen keine anderen Elemente im selben Layout. Jedes MIDI-erzeugende Element wählt außerdem seine Ausgangsports (siehe Ausgabeziel pro Element).
Elemente werden in Erae Lab erstellt und bearbeitet, wo sie in der Elementpalette als Key, Keygrid, Keyboard, Drumpad, Button, Fader 1D, Fader 2D, LivePad und API zone erscheinen. Die Pedaleingänge werden für jedes Layout separat konfiguriert. Siehe Kapitel 4 zur Funktionsweise von Layouts, Kapitel 14 zur Verbindung mit Erae Lab sowie das Erae Lab Benutzerhandbuch, Kapitel 7, für eine vollständige Anleitung zur Konfiguration jedes Elementtyps in Erae Lab.
Notennamen in diesem Kapitel folgen der Erae-Konvention: MIDI-Note 60 ist C3.
5.1 Iso Keyboard

Das Iso Keyboard (in Erae Lab Keygrid genannt) ist ein isomorphes Rasterinstrument: Zwischen je zwei benachbarten Pads besteht dasselbe Intervallverhältnis, unabhängig davon, wo du dich auf der Oberfläche befindest. Jeder Fingersatz und jede Akkordform funktioniert in jeder Tonart identisch, wodurch das Transponieren trivial wird und sich Skalenmuster sofort übertragen lassen.
Die Noten sind in einem rechteckigen Raster aus Pads angeordnet, von denen jedes zu voller Expression pro Note fähig ist: Druck, horizontaler Slide (Pitch Bend und Glissando), vertikaler Slide sowie CC- und CV-Ausgaben.
Layout und Stimmung. Ein Pad nach rechts spielt die nächste Note. Eine Reihe nach oben springt um den Zeilenversatz. Bei eingeschaltetem Show Offscale erhält jeder chromatische Halbton ein Pad, und der Reihensprung ist Semitones (Standard 5, eine Quarte). Bei ausgeschaltetem Show Offscale erhalten nur Skalentöne ein Pad, und der Reihensprung ist Degrees (Standard 3 Skalenstufen). Wenn du einen der beiden Versätze in Erae Lab änderst, wird Show Offscale entsprechend umgeschaltet. Die Grundnote des Pads unten links wird durch Grundton und Oktave festgelegt (Standard C2).
Key Width / Key Height legen fest, wie viele Oberflächenzellen jedes Pad belegt. Größere Pads bieten mehr druckempfindliche Fläche pro Note.
MPE. Aktiviere MPE, um jeder gleichzeitigen Berührung ihren eigenen MIDI-Kanal zuzuweisen, sodass Pitch Bend, Druck und Slide pro Note ohne Übersprechen an MPE-fähige Synthesizer gelangen. Der Kanal MPE Master kann Channel 1 oder Channel 16 sein. Bei eingeschaltetem MPE wird die Einstellung Channel zu Nb channel, der Anzahl der Member-Kanäle (1 bis 15).
Eigene Skalen. Ein Keygrid mit aktiviertem MPE kann eine eigene Skala verwenden. Siehe Skalen & Stimmung.
Arpeggiator. Das Iso Keyboard verfügt über einen integrierten Arpeggiator. Vollständige Details findest du in Kapitel 8.
LED-Visualisierung. Pads auf Skalenstufen erhalten ihre Farbe aus den Stilen der Skalenstufen (ein Stil pro Stufe). Skalenfremde Pads verwenden den Off-Scale-Stil. Wird ein Pad berührt, spielt seine Animation entsprechend den Animationseinstellungen des Elements.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Root note / Octave | Tonhöhe des Pads unten links | C-2 bis G8 | C2 |
| Scale | Aktive Musikskala | 14 Werksskalen oder eine eigene Skala bei eingeschaltetem MPE | Major |
| Show Offscale | Jeden Halbton oder nur Skalentöne anzeigen | On / Off | Off |
| Semitones | Reihensprung bei eingeschaltetem Show Offscale | 1 bis 48 | 5 |
| Degrees | Reihensprung bei ausgeschaltetem Show Offscale | 1 bis 48 | 3 |
| Key Width | Oberflächenzellen Breite pro Pad | Zellen | 4 |
| Key Height | Oberflächenzellen Höhe pro Pad | Zellen | 4 |
| Use global scale | Der projektweiten Skala folgen | On / Off | Off |
| PB Range | Pitch-Bend-Bereich in Halbtönen | 1 bis 96 | 12 (48 mit MPE) |
| MPE | MPE-Kanäle pro Note aktivieren | On / Off | Off |
| MPE Master | Master-Kanal der MPE-Zone | Channel 1 / Channel 16 | Channel 1 |
| Channel | MIDI-Kanal (Nb channel bei eingeschaltetem MPE) | 1 bis 16 | 1 |
Tipp: In einem isomorphen Layout funktioniert dieselbe Akkordform (etwa ein Dur-Dreiklang) überall gleich, egal wo du deine Finger platzierst. Übe Akkordlagen in einer Position und verschiebe sie dann frei.
Tipp: Lass Show Offscale ausgeschaltet und setze Scale auf
BluesoderJapanese. Jede Zelle spielt dann eine skaleneigene Note, ideal zum Improvisieren ohne falsche Töne.
5.2 Chroma Keyboard

Das Chroma Keyboard (in Erae Lab Keyboard genannt) stellt ein traditionelles Klavier-Layout mit weißen und schwarzen Tasten auf der Touch-Oberfläche dar. Es ist für Pianisten sofort vertraut und nützlich, wenn du in herkömmlichen Klavierbegriffen denken möchtest.
Anders als bei einem physischen Klavier ist jede Taste voll druckempfindlich, und das Gleiten entlang einer Taste erzeugt Pitch-Bend- und Slide-Gesten auf dieser Note.
Key Width legt fest, wie viele Oberflächenzellen jede Taste belegt. Die Anzahl der sichtbaren Tasten skaliert mit der Breite des Elements. Line offset legt den Tonhöhensprung zwischen übereinander gestapelten Tastenreihen fest.
Die Einstellung Scale färbt die Tasten nur ein: Grundton, skaleneigene und skalenfremde Tasten erhalten eigene Stile, aber jeder Halbton bleibt spielbar. Das Chroma Keyboard verwendet immer die 12-stufige gleichstufige Stimmung und kann daher weder eigene Skalen noch die globale Skala verwenden.
Glissando steuert, wie die Tonhöhe einem Finger folgt, der über die Tasten gleitet. Der Abschnitt Sound Brightness (CC 74) ordnet eine Geste (Druck, X- oder Y-Position, relatives X oder Y oder Bewegungsgeschwindigkeit) dem CC 74 zu. Siehe MIDI-Konfiguration.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Octave | Oktave der tiefsten Taste | -2 bis 8 | 2 (tiefste Taste C2) |
| Scale | Skala für die Einfärbung | 15 Werksskalen | Chromatic |
| Key Width | Oberflächenzellen pro Taste | Zellen | 4 |
| Line offset | Tonhöhensprung zwischen Reihen | 1 bis 48 | |
| PB Range | Pitch-Bend-Bereich in Halbtönen | 1 bis 96 | 12 (48 mit MPE) |
| MPE | MPE-Kanäle pro Note aktivieren | On / Off | Off |
| Channel | MIDI-Kanal (Nb channel bei eingeschaltetem MPE) | 1 bis 16 | 1 |
| Y rel CC | Relativer vertikaler Slide als CC | CC oder deaktiviert | CC 74 |
Tipp: Platziere ein Chroma Keyboard über die gesamte Breite am unteren Rand deines Layouts als Performance-Keyboard und füge dann im oberen Bereich Fader oder Buttons für Modulationssteuerungen hinzu, alles innerhalb eines einzigen Layouts.
5.3 Drumpad

Das Drumpad ist eine für Perkussion optimierte Keyboard-Variante. Es verwendet dieselbe Rasterstruktur wie das Iso Keyboard, ist aber immer chromatisch: Jedes Pad spielt die nächste MIDI-Note, ohne Skalenfilterung. Dadurch lassen sich Pads unkompliziert Drumcomputer-Sounds zuweisen, bei denen jede Note einem Instrument entspricht.
Anordnung. Die Pads sind von links nach rechts und von unten nach oben angeordnet. Das erste Pad (unten links) spielt die Grundnote, und jedes Pad rechts davon spielt den nächsten Halbton. Jede Reihe nach oben springt um den Zeilenversatz (Standard 4, sodass ein 4 Pads breites Raster aufeinanderfolgende Noten spielt). General-MIDI-Drum-Zuordnungen beginnen bei Note 36 (C1), der Standard-Grundnote.
LED-Visualisierung. Jedes Pad erhält seine Farbe aus einem Stil, der an seine chromatische Position (C bis H) gebunden ist, sodass du verwandte Sounds farblich kennzeichnen kannst.
Das Drumpad kann der projektweiten Skaleneinstellung folgen (Use global scale), bleibt aber immer chromatisch; eigene Skalen gelten nicht.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Root note / Octave | Note des ersten Pads (unten links) | C-2 bis G8 | C1 |
| Key Width | Oberflächenzellen Breite pro Pad | Zellen | 4 |
| Key Height | Oberflächenzellen Höhe pro Pad | Zellen | 4 |
| Channel | MIDI-Kanal für alle Pads | 1 bis 16 | 1 |
Tipp: Für ein klassisches 4×4-Drumpad-Raster machst du das Element 8×8 Zellen groß und setzt Key Width und Key Height auf
2. Du erhältst 16 Pads, von denen jedes eine großzügige Fläche von zwei mal zwei Zellen belegt.
5.4 Fader 1D

Der Fader 1D ist ein einachsiger kontinuierlicher Controller, der die vertikale Fingerposition innerhalb der Grenzen des Elements erfasst. Wenn du deinen Finger von unten nach oben gleiten lässt, sendet er einen CC-Wert von 0 bis 127. Die LED-Füllung zeigt den aktuellen Wert jederzeit an, auch wenn der Fader nicht berührt wird.
Absolute Position. Der Fader gibt eine absolute Y-Position aus: Der Wert entspricht direkt der Position deines Fingers auf der Oberfläche, nicht der zurückgelegten Strecke. Wenn du deinen Finger an einer neuen Position aufsetzt, springt der Wert auf diese Position.
Druck und Bewegung. Optionale zusätzliche CCs können dem Fingerdruck (Pressure) und der Bewegungsgeschwindigkeit des Fingers (Motion) folgen, sodass derselbe Fader gleichzeitig Wert und Ausdruck ausgibt.
CV-Ausgabe. CV-Ausgänge können der Y-Achse (Y abs) und dem Druck (Pressure) folgen, wodurch der Fader 1D im modularen Kontext ohne MIDI-zu-CV-Wandler verwendbar wird. Siehe Kapitel 10.
Standardwert. Default Y legt den Startwert des Faders fest, wenn das Layout geladen wird. Standard ist 63 (Mitte).
Mittelwert. Center Y legt den visuellen Nullpunkt fest, der von der LED-Füllung verwendet wird. Die Füllung wird zwischen dem Mittelwert und dem aktuellen Wert gezeichnet, sodass ein Zentrum von 0 wie ein traditioneller Fader aussieht, der sich von unten füllt, während ein Zentrum von 63 einen bipolaren Fader erzeugt, der sich von der Mitte aus nach oben oder unten füllt.
Wenn du in Erae Lab einen Fader erstellst, wird sein CC automatisch auf eine auf seinem Kanal noch nicht verwendete Controller-Nummer gesetzt.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Y abs CC | CC für die vertikale Position | CC, 14-Bit-CC, RPN oder NRPN | erster unbenutzter CC |
| Default Y | Startwert beim Laden des Layouts | 0 bis 127 | 63 |
| Center Y | Visueller Nullpunkt für die LED-Füllung | 0 bis 127 | 0 |
| Pressure CC | Optionaler CC für Fingerdruck | Controller oder deaktiviert | Deaktiviert |
| Motion CC | Optionaler CC für die Bewegungsgeschwindigkeit des Fingers | Controller oder deaktiviert | Deaktiviert |
| Y abs CV | CV-Ausgang für die vertikale Position | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
| Pressure CV | CV-Ausgang für Druck | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
| Channel | MIDI-Kanal | 1 bis 16 | 1 |
Tipp: Platziere mehrere Fader-1D-Elemente nebeneinander, jedes auf einem anderen CC, um eine Reihe von Mixer-Fadern oder Send-Pegeln aufzubauen.
5.5 Fader 2D
Der Fader 2D erfasst sowohl die horizontale (X) als auch die vertikale (Y) Fingerposition als unabhängige absolute CC-Werte und wird so zu einem XY-Pad. Eine Berührung an einer beliebigen Stelle innerhalb des Elements setzt beide Achsen auf diese Position. Die LED-Visualisierung zeigt die aktuelle X/Y-Position an und kann von einem konfigurierbaren Mittelpunkt aus dargestellt werden.
Doppelte CC-Ausgabe. X abs und Y abs werden unabhängig voneinander zugewiesen. Eine gängige Zuweisung ist Filter-Cutoff auf X und Resonanz auf Y.
Druck und Bewegung. Optionale CCs Pressure und Motion fügen weitere Steuerungsdimensionen hinzu.
CV-Ausgänge. Beide Achsen und der Druck verfügen über CV-Ausgänge (X abs, Y abs, Pressure), wodurch eine dreiachsige CV-Steuerung aus einem einzigen Element möglich ist.
Standardposition. Default X und Default Y legen die Startkoordinaten beim Laden des Layouts fest (Standard 63, Mitte).
Mittelposition. Center X und Center Y legen den visuellen Nullpunkt fest, der von der XY-Füllung verwendet wird. Der aktive Bereich wird zwischen dem Mittelpunkt und der aktuellen Position gezeichnet. Mit dem Standardzentrum 0, 0 füllt sich das Pad von der unteren linken Ecke aus. Wenn du das Zentrum auf 63, 63 setzt, entsteht ein XY-Pad mit Mittenrasterung: Bewegung nach rechts und oben füllt einen Quadranten, Bewegung nach links und unten füllt den gegenüberliegenden Quadranten, und ein gedimmtes Fadenkreuz in der Mitte bleibt als Referenz sichtbar.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| X abs CC | CC für die horizontale Position | CC, 14-Bit-CC, RPN oder NRPN | erster unbenutzter CC |
| Y abs CC | CC für die vertikale Position | CC, 14-Bit-CC, RPN oder NRPN | erster unbenutzter CC |
| Default X | Start-X beim Laden des Layouts | 0 bis 127 | 63 |
| Default Y | Start-Y beim Laden des Layouts | 0 bis 127 | 63 |
| Center X | Visueller Nullpunkt für die X-Darstellung | 0 bis 127 | 0 |
| Center Y | Visueller Nullpunkt für die Y-Darstellung | 0 bis 127 | 0 |
| Pressure CC | Optionaler CC für Fingerdruck | Controller oder deaktiviert | Deaktiviert |
| Motion CC | Optionaler CC für die Bewegungsgeschwindigkeit des Fingers | Controller oder deaktiviert | Deaktiviert |
| X abs / Y abs / Pressure CV | CV-Ausgänge | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
| Channel | MIDI-Kanal | 1 bis 16 | 1 |
Tipp: Verwende den Fader 2D als Performance-XY-Controller für den Filter eines Synthesizers (X für Cutoff, Y für Resonanz), während die Druckdimension Drive oder Sättigung moduliert.
5.6 Button

Das Button-Element ist ein diskreter Auslöser, der bei Berührung eine definierte MIDI- (oder CV-)Nachricht sendet. Es hat fünf Typen: Note, Control Change, Program Change, Control Voltage und Tap Tempo. Die Option Latched lässt den Button zwischen den Tastendrücken umschalten, statt als momentaner Auslöser zu fungieren.
Momentan vs. Latched. Im Momentan-Modus (Standard) sendet das Drücken die "On"-Nachricht und das Loslassen die "Off"-Nachricht. Im Latched-Modus sendet der erste Druck die "On"-Nachricht und der Button hält seinen Zustand; der nächste Druck sendet die "Off"-Nachricht.
Note. Sendet beim Drücken ein Note On und beim Loslassen ein Note Off, mit fester mittlerer Velocity. Neben der MIDI-Note kann ein CV-Ausgang (Gate und Pitch mit 1 V/Oktave) aktiviert werden.
Control Change. Sendet beim Drücken den On-Controller mit seinem Wert und beim Loslassen (oder beim zweiten Druck im Latched-Modus) den Off-Controller mit seinem Wert. Beide lassen sich getrennt aktivieren, und jeder kann einen CC-, 14-Bit-CC-, RPN- oder NRPN-Controller verwenden.
Program Change. Sendet für den On-Zustand einen Program Change mit optionalem Bank Select (MSB und LSB). Im Latched-Modus wird für den Off-Zustand ein zweiter Program Change mit eigenem optionalem Bank Select gesendet.
Control Voltage. Gibt eine konfigurierbare On- und Off-Spannung an einem CV-Ausgang aus, ohne MIDI-Nachricht. Verwende dies, um modulare Hüllkurven, Clocks oder Logikgatter direkt von der Touch-Oberfläche aus auszulösen.
Tap Tempo. Jeder Druck tippt das Projekttempo an. Erae 2 misst das Intervall zwischen aufeinanderfolgenden Taps und aktualisiert das Tempo entsprechend. Es sind keine MIDI-Einstellungen erforderlich.
LED-Visualisierung. Buttons zeigen einen Ruhezustand und einen aktiven Zustand, mit Stilen wie Dual Intensity, Dual Color und Center Fill.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Type | Nachrichtentyp des Buttons | Note / Control Change / Program Change / Control Voltage / Tap Tempo | Note |
| Latched | Umschalten vs. momentan | On / Off | Off |
| Note (Note) | MIDI-Note | C-2 bis G8 | C2 |
| On-Controller und Wert (CC) | Nachricht für den "On"-Zustand | Controller oder deaktiviert, Wert 0 bis 127 | |
| Off-Controller und Wert (CC) | Nachricht für den "Off"-Zustand | Controller oder deaktiviert, Wert 0 bis 127 | |
| Bank / Program (PC) | Bank Select MSB/LSB und Programm für On- und Off-Zustand | jeweils 0 bis 127 oder deaktiviert | |
| CV On/Off (Control Voltage) | CV-Ausgang mit On- und Off-Spannung | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
| Channel | MIDI-Kanal | 1 bis 16 | 1 |
Tipp: Verwende einen Control-Change-Button im Latched-Modus, um einen Effekt ein- und auszuschalten: einmal drücken zum Aktivieren, erneut drücken zum Deaktivieren, wobei die LED den Zustand bestätigt.
Tipp: Im Program-Change-Modus mit aktiviertem Latched kann ein einzelner Button zwischen zwei Presets wechseln: das On-Programm beim ersten Druck, das Off-Programm beim zweiten.
5.7 Key
Das Key-Element ist ein einzelnes ausdrucksstarkes Pad: eine Taste eines Keyboards, die als eigenständiges Element platziert wird. Es sendet bei Berührung ein Note On und beim Loslassen ein Note Off und unterstützt die vollständige Palette der Expression pro Note.
Expressivität. Jede Berührungsdimension wird unabhängig zugeordnet:
- Pressure: Channel Pressure oder polyphoner Aftertouch, mit eigener Kurve
- Vibrato: horizontale Fingerbewegung, zugeordnet zu Pitch Bend
- Pressure / X abs / Y abs / Motion CCs: Druck, absolute Position und Bewegungsgeschwindigkeit als CCs
- X rel / Y rel CCs: Bewegung relativ zur Aufsetzposition des Fingers, als CCs
- CV: Gate-, Pitch- (1 V/Oktave) und Expression-Ausgänge für den modularen Einsatz
Das Key-Element ist eine gute Wahl, wenn du ein einzelnes großes Performance-Pad mit voller Expressivität für eine Note wünschst: ein Bass-Drone-Pad, einen Hi-Hat-Trigger mit Druck oder eine Makro-Modulationsfläche.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Note | Zu sendende MIDI-Note | C-2 bis G8 | C3 |
| Pressure | Aftertouch-Typ und Kurve | Channel / Poly | Channel, aktiviert |
| Vibrato | Pitch Bend aus horizontaler Bewegung | Stil, Stärke, Rückkehrgeschwindigkeit | aktiviert |
| PB Range | Pitch-Bend-Bereich in Halbtönen | 1 bis 96 | 12 |
| Pressure / X abs / Y abs / Motion CC | Optionale CCs | Controller oder deaktiviert | Deaktiviert |
| X rel / Y rel CC | Optionale relative CCs | Controller oder deaktiviert | Deaktiviert |
| CV | CV-Ausgänge | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
| Channel | MIDI-Kanal | 1 bis 16 | 1 |
5.8 Ableton Launchpad
Das Ableton-Launchpad-Element (in Erae Lab LivePad genannt) verwandelt Erae 2 in einen Session-Controller für Ableton Live: Starte Clips und Scenes und steuere Lautstärke, Mute, Solo und Sends der Spuren. LED-Farben und Clip-Zustand folgen Ableton Live in Echtzeit. Es erfordert das Erae 2 MIDI Remote Script in Ableton Live; siehe Anhang C: DAW-Setup-Anleitungen.
Position. Das Element belegt die volle Breite der Oberfläche (Full Width, alle 42 Spalten), die linke Hälfte (Left Half) oder die rechte Hälfte (Right Half). Durch das Aufteilen kannst du ein Session-Raster auf einer Hälfte mit anderen Elementen (Fadern, Keyboards, Buttons) auf der anderen kombinieren.
Zoom. Die Einstellung Zoom wählt zwischen kleinen Zellen (Small, mehr Clips gleichzeitig) und großen Zellen (Large, leichter zu treffen). Auf dem Gerät ändern Plus und Minus den Zoom, während das Element ausgewählt ist.
Modi. Drücke Arp, während das Element ausgewählt ist, um zwischen den Ansichten Launcher, Mixer und Split zu wechseln.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Position | Platzierung des Elements auf der Oberfläche | Full Width / Left Half / Right Half | abhängig von der Platzierung |
| Zoom | Raster-Zoom | Small / Large | Large |
Tipp: Kombiniere das Ableton-Launchpad-Element auf der linken Hälfte der Oberfläche mit einer Reihe von Fader-1D-Elementen auf der rechten, um Session-Clip-Steuerung und zusätzliche Fader in einem einzigen Layout zu haben.
5.9 API Zone
Das API-Zone-Element reserviert einen Bereich der Touch-Oberfläche für die direkte programmatische Steuerung über die Erae 2 Entwickler-API. Anstatt Berührungen in MIDI zu übersetzen, sendet die API Zone Fingerverfolgungsdaten (Position und Druck) an eine verbundene Host-Anwendung.
Dies ist für fortgeschrittene Integrationen gedacht: eigene Max-Patches, TouchDesigner-Setups, maßgeschneiderte Software-Instrumente oder jede Anwendung, die direkten Zugriff auf die Multi-Touch-Daten wünscht.
Zone Index. Mehrere API Zones können in einem Layout koexistieren, jede identifiziert durch ihren Zone Index. Die Host-Anwendung liest den Zone Index, um zu erkennen, aus welchem Bereich die Daten stammen.
Max Num Fingers und Finger Data Rate werden mit dem Layout gespeichert, aber noch nicht angewendet: Die Zone meldet jede Berührung mit der eigenen Abtastrate des Geräts. Siehe Anhang D: Entwickler-API.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Zone Index | Zonenkennung für die Host-API | 0 bis 127 | 0 |
| Max Num Fingers | Gespeichert, noch nicht angewendet | 0 bis 10 | 10 |
| Finger Data Rate | Gespeichert, noch nicht angewendet | 0 bis 255 | 0 |
Entwickler-API. Das vollständige SysEx-Übertragungsprotokoll für Finger-Streaming, LED-Zeichnen (
SetPixel,DrawRectangle,DrawImage), Abfragen von Zonengrenzen und Versionsaushandlung ist in Anhang D: Entwickler-API dokumentiert. Lies den Abschnitt zur Y-Achse, bevor du Finger-Reports mit Zeichenbefehlen korrelierst: Das Finger-Y hat seinen Ursprung unten, das Zeichen-Y oben.
5.10 Pedal
Das Pedal-Element konfiguriert einen der beiden Pedaleingänge (Pedal A oder Pedal B) für ein Layout. Es belegt keinen Bereich auf der Touch-Oberfläche; es legt fest, wie ein angeschlossenes Pedal interpretiert wird und welche MIDI- oder CV-Nachrichten es erzeugt. Du richtest es in Erae Lab oder auf dem Gerät unter Settings > Pedal A und Pedal B ein (siehe Einstellungen).
Die beiden Pedaleingänge teilen sich die Buchsen 11 und 12 mit den CV-Ausgängen. Ein Pedaltyp wird aus Switch, Kick, Sustain (Binary), Sustain (Continuous) und Expressive gewählt. Auf dem Gerät erscheinen die beiden Sustain-Typen als Sustain mit dem Modus Binary oder Continuous.
Ausgangs-Routing. Wie jedes MIDI-erzeugende Element hat das Pedal sein eigenes Ausgangs-Routing (USB Device, USB Host, MIDI A, MIDI B) und seinen eigenen MIDI-Kanal.
Switch
Ein momentaner oder rastender Fußschalter. Sendet eine Note-, Control-Change-, Program-Change- oder Tap-Tempo-Nachricht. Im Momentan-Modus wird die Nachricht beim Drücken und eine ergänzende Nachricht beim Loslassen gesendet; im Latched-Modus schaltet jeder Druck zwischen On und Off um.
Nachrichtentypen:
- Note: sendet Note On beim Drücken, Note Off beim Loslassen
- Control Change: sendet beim Drücken den On-Controller mit seinem Wert und beim Loslassen den Off-Controller mit seinem Wert (jeweils getrennt aktivierbar)
- Program Change: sendet einen Program Change (mit optionalem Bank Select) für den On- und Off-Zustand
- Tap Tempo: jeder Druck tippt das Projekttempo an
Ein CV On/Off-Ausgang kann neben der Nachricht für gleichzeitige modulare Triggerung aktiviert werden.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Latched | Umschalten vs. momentan | On / Off | Off |
| Message Type | Note / Control Change / Program Change / Tap Tempo | Note | |
| Note (Note) | MIDI-Note | C-2 bis G8 | C4 |
| On- / Off-Controller und Wert (CC) | CC-Nachrichten für Drücken und Loslassen | Controller oder deaktiviert, Wert 0 bis 127 | |
| CV On/Off | CV-Ausgang mit On- und Off-Spannung | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
Kick
Konzipiert für Kick-Drum-Pedale. Der Kick-Typ erkennt die plötzliche Kraft eines Kick-Pedalanschlags, misst dessen Stärke und sendet ein Note On mit passender Velocity. Das Note Off wird nach einer festen Dauer gesendet oder wenn das Pedal losgelassen wird.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Note | Auszulösende Drum-Note | C-2 bis G8 | C0 |
| Velocity Sensitivity % | Stärke der Aufschlag-Velocity-Kurve | 0 bis 100 | 100 |
| Impact Threshold % | Minimale Anschlagskraft zum Auslösen | 1 bis 100 | 10 |
| Duration Mode | Note-Off-Timing | Until Release / Fixed | Until Release |
| Fixed Duration (ms) | Notenlänge im Fixed-Modus | 1 bis 5000 | 100 |
| CV Gate | Gate-CV-Ausgang | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
| CV Velocity | Velocity-CV-Ausgang | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
Sustain (Binary)
Ein standardmäßiges On/Off-Sustain-Pedal. Sendet einen CC (Standard CC 64, Sustain) mit dem On-Wert beim Drücken und dem Off-Wert beim Loslassen. Verwende einen kontinuierlichen Typ, wenn du die Pedalrichtung umkehren musst.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Controller | CC-Nummer | 0 bis 127 | 64 (Sustain) |
| On Value | CC-Wert beim Drücken | 0 bis 127 | 127 |
| Off Value | CC-Wert beim Loslassen | 0 bis 127 | 0 |
| Latched | Umschaltmodus | On / Off | Off |
| CV On/Off | CV-Ausgang mit On- und Off-Spannung | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
Expressive
Ein kontinuierliches Expression-Pedal, das die Pedalposition auf einen CC-Wert abbildet. Der gesamte Pedalweg wird auf den vollen CC-Bereich (0 bis 127) abgebildet. CC 11 (Expression) ist der Standard. Invert kehrt die Zuordnung für Pedale mit umgekehrter Polarität um.
Ein Pressure-CV-Ausgang liefert eine Spannung proportional zur Pedalposition.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Controller | CC-Nummer | 0 bis 127 | 11 (Expression) |
| Invert | Pedalrichtung umkehren | On / Off | Off |
| CV | Kontinuierlicher CV-Ausgang | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
Tipp: Verwende ein Expression-Pedal mit auf die Lautstärke eines Synths geroutetem CC 11 für eine natürliche Swell-Steuerung, während deine Hände auf der Touch-Oberfläche frei bleiben.
Sustain Continuous
Funktioniert wie der Typ Expressive, ist aber standardmäßig auf CC 64 (Sustain) eingestellt. Er ist für Half-Damper-Sustain-Pedale gedacht, die eine kontinuierliche Position statt On/Off melden, für eine progressive Sustain-Tiefe mit einem kompatiblen Klavierklang.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Controller | CC-Nummer | 0 bis 127 | 64 (Sustain) |
| Invert | Pedalrichtung umkehren | On / Off | Off |
| CV | Kontinuierlicher CV-Ausgang | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
Tipp: Setze für elektronische Drums Pedal A auf Kick und verwende ein Drumpad auf der Touch-Oberfläche für Snare, Toms und Cymbals.
Tipp: Das Routing des Pedals ist unabhängig von den Elementen der Touch-Oberfläche. Du kannst Kick-Drum-Noten über MIDI A an einen Drumcomputer senden, während alles andere über USB an deine DAW geht.
Der CV-Clock-Ausgang, das Clock-Signal auf Projektebene, das an einen CV-Ausgang gesendet wird, wird in Kapitel 10 behandelt, da es sich um eine projektweite Einstellung und nicht um einen Parameter pro Element handelt.
MIDI-Konfiguration
Erae 2 ist ein vollwertiger MIDI-Controller, der standardkonforme MIDI-1.0-Nachrichten erzeugt und intern MIDI 2.0 unterstützt. Jedes Element auf der Oberfläche (Keys, Buttons, Fader) besitzt seinen eigenen MIDI-Kanal und sein eigenes Ausgabeziel, was dir vollständige Kontrolle pro Element darüber gibt, wohin Nachrichten gehen und wie sie ausgedrückt werden.
Dieses Kapitel behandelt das Layout der USB-MIDI-Ports, die Kanalzuweisung, das Mapping expressiver Parameter, das CC-Routing, MPE, hochauflösende CC und NRPN sowie die MIDI-Routing-Matrix.
USB-MIDI-Ports
Wenn Erae 2 im normalen MIDI-1.0-Modus über USB verbunden ist, erkennt der Host-Computer zwei für den Benutzer sichtbare MIDI-Kabel innerhalb eines einzigen USB-MIDI-Geräts:
| Port | Name | Zweck |
|---|---|---|
| Main | Erae 2 MIDI | Standard-MIDI-Ausgang: Verwende diesen für die meisten DAW- und Instrument-Routings |
| MPE | Erae 2 MIDI (MPE) | MPE-Ausgang: Wähle dieses Kabel in deiner DAW für vollständig expressives Spiel; MPE-Nachrichten gehen immer an dieses Kabel |
Tipp: Wenn du eine MPE-Instrumentenspur in deiner DAW einrichtest, verweise sie auf das Kabel
Erae 2 MIDI (MPE). Standard-Spuren ohne MPE sollten vonErae 2 MIDIempfangen.
MIDI 2.0 ist ein alternativer USB-Modus, der über die Zeile MIDI 2.0 in Settings gesteuert wird. Eine Änderung fragt nach einer Bestätigung und startet das Gerät neu. Route ein MIDI-2.0-Kabel nicht manuell in deiner DAW, sofern ein bestimmter Workflow dich nicht ausdrücklich dazu auffordert.
Update von Firmware 1.x. Die Firmware 2.x hat die Port-Anzahl von drei auf zwei reduziert. Das dedizierte Lab/API-SysEx-Kabel (früher "MIDI (Lab)", Port 2) wurde entfernt: Erae Lab nutzt jetzt eine eigene USB-Verbindung, die in deiner DAW nicht erscheint. MPE-Daten, die zuvor auf Port 3 ("MIDI (MPE)") lagen, befinden sich nun auf Port 2 ("Erae 2 MIDI (MPE)"). API-SysEx-Host-Software, die auf den alten Port 2 ausgerichtet war, sollte auf
Erae 2 MIDI(Port 1) umgestellt werden. DAW-Setups, die Port 3 für MPE angesteuert haben, sollten aufErae 2 MIDI (MPE)(Port 2) umgestellt werden. Die vollständige Port-Zuordnungstabelle findest du im Kapitel "Erste Schritte".
Umkonfiguration eines Drei-Port-Setups nach dem 2.x-Update
Wenn du Erae vor der Firmware 2.x verwendet hast, zeigt ein DAW-Projekt, ein MIDI-Werkzeug oder ein eigener API-Host möglicherweise noch auf einen MIDI-Port, der nicht mehr existiert. Der dedizierte dritte MIDI-Port (über den Erae Lab und SysEx-Tools früher mit dem Gerät kommunizierten) wurde in 2.x entfernt. Erae Lab erreicht das Gerät jetzt über seine eigene USB-Verbindung, die kein MIDI-Port ist und in keiner Portliste einer DAW oder eines MIDI-Werkzeugs erscheint.
Vorgehensweise:
- DAW oder Instrument, das Noten/CC vom alten Hauptport empfangen hat: Wechsle zu
Erae 2 MIDI. Dieser überträgt alles, was der alte Hauptport übertragen hat. - SysEx- oder API-Host, der den alten Lab-Port nach Nummer oder Name angesteuert hat: Wechsle zu
Erae 2 MIDI(dem Hauptport). API-SysEx läuft jetzt über das Hauptkabel: siehe Anhang D: Entwickler-API. - Alles, was den dritten Port für MPE-Daten angesteuert hat: Wechsle zu
Erae 2 MIDI (MPE).
Wenn ein Werkzeug einen leeren oder ausgegrauten Port anzeigt, wo früher der dritte Port war, ist dieser Eintrag veraltet. Entferne ihn oder wähle ihn neu aus und verweise das Werkzeug auf einen der beiden oben genannten Ports. Den alten dritten Port benötigst du in 2.x für nichts.
MIDI-Kanal und -Gruppe
Jedes Element, das MIDI-Ausgaben erzeugt, hat einen MIDI-Kanal:
| Parameter | Bereich | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Channel | 1 bis 16 | 1 | MIDI-Kanal für die Ausgabe dieses Elements |
Channel bestimmt, welcher der 16 standardmäßigen MIDI-Kanäle die Note-On/Off-, CC- und Program-Change-Nachrichten des Elements überträgt. Jedes Element auf der Oberfläche kann einen anderen Kanal verwenden, sodass ein einzelnes Layout gleichzeitig mehrere Instrumente oder Parts in deiner DAW ansteuern kann. Auf einem Keyboard mit aktiviertem MPE wird diese Einstellung zu Nb channel (siehe MPE-Konfiguration).
Elemente tragen außerdem eine MIDI-2.0-Gruppennummer. Erae Lab zeigt sie nicht an: Elemente verwenden die erste Gruppe, und im MIDI-1.0-Modus wird die Gruppe nicht übertragen.
Tipp: Lege Elemente auf denselben Kanal, wenn sie ein Instrument spielen sollen, oder auf verschiedene Kanäle, um mehrere Parts von einem Layout aus anzusteuern.
Ausgabeziel pro Element
Jedes Element wählt außerdem, welche physischen Ports seine Nachrichten übertragen. Du kannst jede beliebige Kombination der vier Ports aktivieren:
| Ausgang | Port |
|---|---|
| USB Device | USB Device (der Anschluss Computer, zu deinem Computer) |
| USB Host | USB Host (der Anschluss Synth, zu externem USB-Equipment) |
| MIDI A | MIDI-Ausgang A |
| MIDI B | MIDI-Ausgang B (im Energiesparmodus deaktiviert) |
Neue Elemente senden nur an USB Device. Das Aktivieren zusätzlicher Ziele ändert den Kanal nicht: Dieselbe Nachricht wird an jeden ausgewählten Port gesendet.
Du legst die Ausgänge in Erae Lab oder auf dem Gerät fest: Öffne das Element auf dem Bildschirm Mapping und wähle Routing, um zum Bildschirm OUTPUT ROUTING mit den Schaltern USB Device Out, MIDI Out A, MIDI Out B und USB Host Out zu gelangen.

Tipp: Sende ein Bass-Keyboard an MIDI A für einen Hardware-Synth und lass alles andere für deine DAW auf USB Device.
Key-Element: Expressive Parameter
Keys und Keyboards sind die primären expressiven Berührungszonen. Ein Key sendet Note On beim Kontakt, verfolgt Druck und Position, während er gehalten wird, und sendet beim Loslassen Note Off. Die Noten-Velocity ergibt sich daraus, wie du die Oberfläche anschlägst, geformt durch die geräteweite Velocity Curve in Settings (siehe Oberfläche & Touch). In Erae Lab sind die expressiven Parameter unter Pressure, Glissando (nur Keyboards) und Vibrato gruppiert.
Pressure
Pressure ist die kontinuierliche Kraft, die nach dem Note-On ausgeübt wird. Erae 2 kann Druck als polyphonen Aftertouch (pro Note) oder als Channel Pressure (pro Kanal) senden:
| Parameter | Bereich | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Enable | ein / aus | ein | Sendet Druck-Nachrichten |
| Type | Channel / Poly | Channel | Für die Druckausgabe verwendeter Nachrichtentyp |
| Tracking | None / LastPlayed / Highest / Lowest | None | Für Channel Pressure: welcher Finger den Wert bestimmt, wenn mehrere Finger gehalten werden |
| Filter | Exponential / Linear | Exponential | Ansprechkurve |
| Min/Max | 0 bis 127 | 0 / 127 | Ausgabebereich |
| Intensity | 0 bis 255 | 127 | Empfindlichkeit |
| Smoothing | 0 bis 255 | 0 | Tiefpass-Glättung, die auf die Druckmessungen angewendet wird |
Tipp: Für MIDI-1.0-MPE-Instrumente ist Channel Pressure in der Regel die sicherste Wahl, da jeder Finger bereits seinen eigenen Member-Kanal besitzt. Für traditionelle Nicht-MPE-Synthesizer mit einem einzigen Aftertouch-Eingang verwende
Channelmit Tracking aufHighest.
Warnung: Im Nicht-MPE-Modus teilen sich gleichzeitig gehaltene Keys einen MIDI-Kanal. Mit
Polyträgt die Druck-Nachricht jeder Note ihre Notennummer, doch viele Instrumente bilden ohnehin den gesamten Poly Pressure auf einen einzigen Wert ab. MitChannelwird pro Kanal nur ein Druckwert gesendet, sodass mehrere Finger um diesen einen Stream konkurrieren. Aktiviere MPE für echte Druckunabhängigkeit pro Note.
Vibrato (Pitch Bend)
Der Block Vibrato steuert, wie horizontale Fingerbewegungen auf einem Key auf Pitch Bend abgebildet werden. Der Pitch-Bend-Bereich (PB Range) muss mit der Einstellung in deinem Synthesizer übereinstimmen, damit die Halbtöne korrekt folgen.
| Parameter | Bereich | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Enable | ein / aus | ein | Sendet Pitch Bend aus der Fingerbewegung |
| Style | Linear / Quadratic / FarQuadratic | Linear | Mapping-Kurve von der Position zum Pitch Bend |
| Strength | Schieberegler | Stärke des Pitch Bends für eine bestimmte Bewegung | |
| Return Speed | None bis Max | Wie schnell der Bend zur Mitte zurückkehrt | |
| PB Range | 1 bis 96 Halbtöne | 12 (48 mit MPE) | Halbtonbereich der Pitch-Bend-Nachricht |
Das Einschalten von MPE setzt PB Range auf 48; das Ausschalten setzt sie auf 12 zurück.
Glissando
Der Block Glissando (nur Keyboards) steuert die Tonhöhe, während ein Finger von Taste zu Taste gleitet:
| Parameter | Bereich | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Enable | ein / aus | ein | Aktiviert Glissando |
| Tune Loc | Pad / Finger | Pad | Referenzpunkt für null Pitch Bend: die Mitte der Taste oder die Aufsetzposition des Fingers |
| In Tune Width | 0 bis 100 % | 50 % | Breite der gestimmten Zone als Prozentsatz der Tastenbreite |
| Retrigger | ein / aus | aus | Sendet beim Gleiten ein neues Note On, wenn eine neue Taste überquert wird |
| Vertical Gliss. | ein / aus | ein | Lässt vertikale Bewegung zwischen Reihen zum Gleiten beitragen |
| Smoothing | Low bis High | Glättung des Gleitens |
Tipp: Setze In Tune Width auf
100 %für saubere Halbtöne ohne mikrotonale Drift innerhalb einer Taste.
Sound Brightness (CC 74)
Keyboards haben einen Abschnitt Sound Brightness (CC 74), der CC 74 aus einer gewählten Geste (Gesture) sendet: None, Pressure, X Absolute, Y Absolute, X Relative, Y Relative oder Motion Speed. Er bietet außerdem Initial value, Min/Max, Intensity, Smoothing, Tracking und Filter. Bei neuen Keyboards ist er ausgeschaltet (None).
CC-Mapping
Keys, Keyboards und Fader können aus Berührungsposition und Druck Continuous-Controller-Nachrichten senden. Die verfügbaren CC-Slots sind:
| CC-Slot | Achse | Elementtypen |
|---|---|---|
| Pressure | Kontaktkraft (Z) | Key, Keyboards, Fader 1D, Fader 2D |
| X abs | Horizontale Position innerhalb des Keys oder Elements | Key, Keyboards, Fader 2D |
| Y abs | Vertikale Position innerhalb des Keys oder Elements | Key, Keyboards, Fader 1D, Fader 2D |
| X rel | Horizontale Bewegung ab der Aufsetzposition des Fingers | Key, Keyboards |
| Y rel | Vertikale Bewegung ab der Aufsetzposition des Fingers | Key, Keyboards |
| Motion | Bewegungsgeschwindigkeit des Fingers | Key, Keyboards, Fader 1D, Fader 2D |
Jeder Slot hat einen Schalter Enable, einen Controller-Typ (Type, siehe unten), eine Controller-Nummer, einen Ausgabebereich Min/Max (0 bis 127), Intensity, Smoothing, Tracking und Filter. Deaktivierte Slots senden keine Daten. Absolute Slots folgen der Fingerposition über den Key oder das Element. Relative Slots starten beim Aufsetzen des Fingers bei einem Anfangswert (Initial value, Standard 64) und bewegen sich mit seiner Verschiebung. Motion folgt der Bewegungsgeschwindigkeit des Fingers, geglättet und normalisiert von 0 bis 100 cm/s.
Button-Elemente vom Typ Control Change senden eine On-Nachricht und eine Off-Nachricht, jede mit eigenem Controller und Wert, und jede kann deaktiviert werden.
Tipp: Bilde Y abs auf einem hohen Key auf den Filter-Cutoff ab, um einen Ribbon-artigen Expression-Streifen innerhalb eines einzigen Pads zu erzeugen.
Hochauflösende CC und NRPN
Jeder Controller-Slot hat einen Typ (Type):
- CC: standardmäßiges 7-Bit-Control-Change auf Controller
0bis127. - CC 14-bit: hochauflösendes Control Change auf Controller
0bis31. Erae 2 sendet den Wert gemäß der MIDI-Spezifikation als MSB auf dem gewählten Controller und als LSB auf dem Controller plus 32. - RPN und NRPN: Registered und Non-Registered Parameter Numbers, adressiert mit einer Bank (Bank) und einem Index (Index, jeweils
0bis127).
Die empfangende Software muss 14-Bit-CC, RPN oder NRPN unterstützen, um die zusätzliche Auflösung zu nutzen.
Tipp: Um einen 14-Bit-Wert zu senden, setze den Type des Slots auf
CC 14-bitund wähle einen Controller zwischen0und31.
MIDI 1.0 vs. MIDI 2.0: Welche Werte tatsächlich ankommen
Erae 2 erfasst und verarbeitet Berührungen intern mit hoher Auflösung, aber was in deiner Software ankommt, hängt davon ab, welches Protokoll die Verbindung tatsächlich verwendet, und das wird zwischen deinem Computer und dem Gerät entschieden, nicht allein vom Gerät.
- MIDI 1.0 (Standard). Die beiden USB-MIDI-Kabel (
Erae 2 MIDIundErae 2 MIDI (MPE)) übertragen Standard-MIDI 1.0. Ein MIDI-1.0-Empfänger sieht 7-Bit-Control-Change-Werte (0bis127). Um mehr als 7 Bit über MIDI 1.0 zu erhalten, verwende die oben beschriebenen Controller-TypenCC 14-bit, RPN oder NRPN: Der Empfänger muss sie verstehen, um den hochauflösenden Wert zu rekonstruieren. - MIDI 2.0 (alternativer USB-Modus). Das Einschalten von MIDI 2.0 in Settings (das Gerät startet neu) versetzt das Gerät in einen USB-MIDI-2.0-Modus, der den Universal-MIDI-Packet-Stream (UMP) bereitstellt, der nativ volle hochauflösende Werte übertragen kann.
Das Lesen hochauflösender Werte erfordert, dass beide Seiten übereinstimmen. MIDI 2.0 auf dem Gerät zu aktivieren ist nur die halbe Miete. Dein Host oder Betriebssystem muss das MIDI-2.0-Protokoll mit dem Gerät aushandeln, und deine Software muss vom MIDI-2.0-Endpunkt/-Stream lesen. Wenn der Host bei MIDI 1.0 bleibt oder deine Software das Gerät über einen MIDI-1.0-Port liest, siehst du weiterhin 7-Bit-CC-Werte, auch wenn MIDI 2.0 eingeschaltet ist. Wenn du hochauflösende Daten erwartet hast und nur
0bis127siehst, prüfe, ob (1) MIDI 2.0 eingeschaltet ist und das Gerät neu gestartet wurde, (2) dein Betriebssystem/Host das Gerät als MIDI-2.0-Endpunkt meldet und (3) die Spur oder das Werkzeug den MIDI-2.0-Stream liest und nicht eine ältere MIDI-1.0-Ansicht desselben Geräts.
MPE-Konfiguration
MPE (MIDI Polyphonic Expression) ermöglicht es jedem Finger, auf einem eigenen MIDI-Kanal unabhängiges Pitch Bend, Druck und Slide zu erhalten, und macht so Expression pro Note über polyphone Patches hinweg möglich.
Erae 2 implementiert die zwei MPE-Zonen, die durch die MIDI-MPE-Spezifikation definiert sind. Die Zone wird pro Keyboard-Element über die Einstellung MPE Master festgelegt:
| MPE Master | MPE-Zone | Member-Kanäle |
|---|---|---|
| Channel 1 (Standard) | Lower Zone | Kanäle 2 und aufwärts (dynamisch zugewiesen) |
| Channel 16 | Upper Zone | Kanäle 15 und abwärts (dynamisch zugewiesen) |
Wenn MPE aktiviert ist, wird die Einstellung Channel des Keyboards zu Nb channel: der Anzahl der Member-Kanäle, die das Keyboard verwendet (1 bis 15). Das Einschalten von MPE setzt außerdem PB Range auf 48.
MPE-Nachrichten werden immer über den Port Erae 2 MIDI (MPE) gesendet. Siehe den Abschnitt USB-MIDI-Ports am Anfang dieses Kapitels.
MPE-relevante Einstellungen pro Keyboard-Element:
| Einstellung | Empfohlener MPE-Wert |
|---|---|
| MPE | on |
| MPE Master | Channel 1 (Lower Zone) oder Channel 16 (Upper Zone) |
| PB Range | 48 Halbtöne |
| Pressure Type | Channel für MIDI-1.0-MPE; Poly, wo MIDI-2.0-Druck pro Note verwendet wird |
| Slide | CC 74, aus dem CC-Slot Y rel oder dem Abschnitt Sound Brightness (CC 74) |
Tipp: Die meisten MPE-Synthesizer erwarten, dass der Pitch-Bend-Bereich auf Controller und Instrument identisch eingestellt ist. Setze PB Range im Element-Editor auf
48und gleiche ihn auf der MPE-Setup-Seite des Instruments an.
Slide und Druck in die DAW übertragen
Slide und Druck sind Expression pro Note; sie überleben den Weg in dein Instrument nur, wenn die gesamte Kette im MPE-Modus ist. Wenn Noten erklingen, Slide und Druck aber nichts bewirken, liegt die Ursache fast immer an einem Nicht-MPE-Glied in der Kette, nicht an einer Einstellung am Gerät. Überprüfe jeden Schritt:
- Vom MPE-Kabel lesen. Richte den MIDI-Eingang der DAW-Spur auf
Erae 2 MIDI (MPE)aus, nicht auf den Hauptport. Expression pro Note wird nur über das MPE-Kabel gesendet. - Alle 16 Kanäle durchleiten. Stelle den Eingangskanal der Spur auf All Channels (oder Any). MPE verteilt jeden Finger auf seinen eigenen Member-Kanal; wenn die DAW eingehendes MIDI auf einen einzigen Kanal zusammenfasst, fällt die Expression aller Noten auf einen zusammen.
- MPE auf der Spur und im Instrument aktivieren. Schalte die Spur in den MPE-Modus (wo die DAW einen expliziten Schalter hat) und aktiviere MPE / Per-Note / Poly Expression im Instrument selbst.
- Slide-Achse auf den Slide des Instruments abbilden. Slide ist normalerweise CC 74 (Timbre). Prüfe, ob das Keyboard für vertikalen Slide CC
74sendet (siehe die MPE-Einstellungstabelle oben) und ob das Instrument CC 74 als Slide/Timbre-Eingang auswertet. - Pitch-Bend-Bereich abgleichen auf beiden Seiten (standardmäßig
48Halbtöne), damit die Tonhöhe beim Gleiten korrekt folgt.
Schritt-für-Schritt-Anleitungen für einzelne DAWs (Ableton Live, Logic, Cubase, Bitwig, Reaper und FL Studio) findest du in Anhang C: DAW-Setup-Anleitungen.
Fallstrick: Die meisten DAWs fassen eingehendes MIDI auf einen einzigen Kanal zusammen, bevor es an eine Nicht-MPE-Spur weitergegeben wird, wodurch Slide und Druck stillschweigend verworfen werden. Wenn du vom Hauptport statt von
Erae 2 MIDI (MPE)empfängst oder die Spur im Standardmodus (ohne MPE) belässt, hörst du Noten, aber keinen Ausdruck.
MIDI-Routing-Matrix
Die Routing-Matrix steuert, welche physischen Ports MIDI-Eingangsnachrichten an andere Ports weiterleiten, unabhängig von den Ausgabezielen der Elemente. Dadurch kann Erae 2 als MIDI-Merge- und Thru-Box fungieren.

Öffne sie über Settings > Routing; der Bildschirm trägt den Titel MIDI ROUTING. Jede Zeile ist ein Umschalter:
| Schalter | Quelle -> Ziel | Wirkung |
|---|---|---|
| MIDI -> USB Host | MIDI In -> USB Host Out | Hardware-MIDI-In an angeschlossene USB-Geräte weiterleiten |
| MIDI -> USB Device | MIDI In -> USB Device Out | Hardware-MIDI-In an den Host-Computer weiterleiten |
| MIDI -> MIDI A | MIDI In -> MIDI A Out | MIDI Thru zu MIDI A |
| MIDI -> MIDI B | MIDI In -> MIDI B Out | MIDI Thru zu MIDI B |
| USB Device -> USB Host | USB Device In -> USB Host Out | MIDI des Host-Computers an das angeschlossene USB-Gerät routen |
| USB Device -> MIDI A | USB Device In -> MIDI A Out | MIDI des Host-Computers an Hardware-Equipment an MIDI A routen |
| USB Device -> MIDI B | USB Device In -> MIDI B Out | MIDI des Host-Computers an Hardware-Equipment an MIDI B routen |
| USB Host -> USB Device | USB Host In -> USB Device Out | MIDI des angeschlossenen USB-Geräts an den Host-Computer routen |
| USB Host -> MIDI A | USB Host In -> MIDI A Out | Angeschlossenes USB-Gerät an Hardware-Equipment an MIDI A routen |
| USB Host -> MIDI B | USB Host In -> MIDI B Out | Angeschlossenes USB-Gerät an Hardware-Equipment an MIDI B routen |
Schalte einen Schalter ein, um diesen Routing-Pfad zu aktivieren. Alle Routing-Schalter sind unabhängig: Mehrere Quellen können dasselbe Ziel speisen.
Tipp: Um Erae 2 als einfaches 2-Port-MIDI-Interface zu verwenden, aktiviere MIDI -> USB Device und USB Device -> MIDI A. Deine DAW kann dann über Erae 2 an Hardware-Synthesizer senden und von ihnen empfangen, ohne zusätzliches Interface.
Routing-Einstellungen werden mit dem Projekt gespeichert, sodass jedes Projekt seine eigene Merge-Konfiguration mitführen kann.
Verwandte Themen
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Skalen & Stimmung
Skaleneinstellungen gelten pro Keyboard-Element, nicht global (es sei denn, du entscheidest dich für die globale Skala, siehe unten). Jedes Keyboard-Element in einem Layout speichert seine eigene Skala und seine eigene Grundnote (Grundton und Oktave). Der Skalen-Bildschirm bearbeitet die Einstellungen des ausgewählten Elements.
Der Skalen-Bildschirm steuert, wie das ausgewählte Keyboard-Element Berührungskoordinaten als Tonhöhen interpretiert.

Drücke die Taste Scale auf der Vorderseite, um den Skalen-Bildschirm für das ausgewählte Keyboard zu öffnen; drücke sie erneut, um ihn zu schließen. Um ein anderes Keyboard zu wählen, halte Scale gedrückt: Alles außer dem ausgewählten Element wird gedimmt, und eine Berührung eines Keyboards wählt es aus. Lass Scale los, und der Skalen-Bildschirm öffnet sich für dieses Keyboard.
Die Titelzeile zeigt SCALE. Darunter stehen die Skalenliste, die Werte ROOT und OCTAVE und, auf einem Keygrid, die Schalter GLOBAL und OFFSCALE. Drehe den Encoder, um die Markierung in dieser Reihenfolge zu bewegen (Skala, Grundton, Oktave, GLOBAL, OFFSCALE). Klicke auf einen Wert, um ihn zu bearbeiten, drehe, um ihn zu ändern, und klicke erneut, um zu bestätigen; klicke auf einen Schalter, um ihn umzulegen.
Integrierte Skalen-Bibliothek
Die Skalenliste führt die Werksskalen auf. Werksskalen sind festgelegt und können weder bearbeitet noch gelöscht werden.
Die Bibliothek enthält 15 Werksskalen:
Chromatic: alle 12 HalbtöneMajor: die standardmäßige diatonische Dur-SkalaMinor: natürliches Moll (äolischer Modus)Melodic Minor: erhöhte Sexte und SeptimeHarmonic Minor: erhöhte siebte StufeArabicDorianPhrygianGypsyMixolydianRomanianGypsy MinorJapaneseSpanishBlues
Ein Keygrid (Iso Keyboard) listet die 14 Skalen ohne Chromatic: Um auf einem Keygrid jeden Halbton zu spielen, schalte stattdessen Show Offscale ein. Das Chroma Keyboard listet alle 15.
Tipp: Auf einem Chroma Keyboard bedeutet
Chromatickeine Skaleneinfärbung: Jeder Halbton sieht wie eine gewöhnliche Klaviertaste aus.
Grundton
Der Wert ROOT legt das tonale Zentrum der ausgewählten Skala fest. Zwölf Werte stehen zur Verfügung: C, C#, D, D#, E, F, F#, G, G#, A, A#, B.
Der Grundton bestimmt, welche Tonklasse als erste Stufe (die Tonika) behandelt wird, und ist die Note des Pads unten links. Eine Änderung des Grundtons transponiert die gesamte Skala, ohne ihre Intervallstruktur zu verändern. Das Drumpad und das Chroma Keyboard zeigen beide ROOT und OCTAVE.
Tipp: Auf einem Keygrid verwenden Pads, die auf den Grundton fallen, den Stil der ersten Skalenstufe, wodurch das tonale Zentrum sofort auf der Oberfläche sichtbar wird.
Oktave
Der Wert OCTAVE legt die Oktave der Grundnote des Keyboards fest, von -2 bis 8. Mit Grundton C legt Oktave 3 das mittlere C (MIDI-Note 60) auf das Pad unten links; Oktave -2 beginnt bei MIDI-Note 0.
Außerhalb des Skalen-Bildschirms verschieben auch die Tasten Plus und Minus das ausgewählte Keyboard um eine Oktave nach oben oder unten.
Tipp: Verwende die Oktavtasten, um ein Keyboard während des Spiels in den von deinem Synthesizer erwarteten Bereich zu bringen.
Show Offscale
Der Schalter OFFSCALE (untere Zeile des Skalen-Bildschirms, nur Keygrid) ist die Einstellung Show Offscale. Er steuert, ob skalenfremde Halbtöne auf einem Keygrid erscheinen.
- On: Alle 12 Halbtöne sind spielbar. Noten innerhalb der Skala erhalten die Farbstile der Skalenstufen; Noten außerhalb der Skala erhalten den Off-Scale-Stil.
- Off: Nur Skalenstufen werden angezeigt. Die Oberfläche wird so neu abgebildet, dass jede physische Zelle eine Note spielt, die zur ausgewählten Skala gehört; skalenfremde Halbtöne sind nicht erreichbar.
Tipp: Das Ausschalten von Show Offscale macht es unmöglich, eine "falsche" Note zu spielen, was ideal für Live-Auftritte, Improvisation und Anfänger ist.
Wie sich Skalen auf jeden Keyboard-Typ auswirken
| Keyboard-Typ | Skalenunterstützung | Show-Offscale-Schalter? | Globale Skala? | Eigene Skalen? |
|---|---|---|---|---|
| Iso Keyboard (Keygrid) | Vollständig: filtert und hebt Skalenstufen hervor, legt die Reihenintervalle fest | Ja | Ja | Ja, bei eingeschaltetem MPE |
| Chroma Keyboard | Nur Einfärbung: alle 12 Halbtöne bleiben spielbar | Nein | Nein | Nein |
| Drumpad | Keine: immer chromatisch; Skalenliste ausgeblendet | Nein | Ja (bleibt chromatisch) | Nein |
Das Iso Keyboard bietet die umfangreichste Skaleninteraktion: Die Skala steuert auch die Reihenintervalle. Wenn Show Offscale ausgeschaltet ist, wird jeder Reihenschritt in Skalenstufen statt in Halbtönen gezählt, sodass die isomorphe Geometrie innerhalb der Skala erhalten bleibt.
Das Chroma Keyboard verwendet die Skala nur zur Einfärbung. Das Klavier-Layout ist festgelegt und verwendet immer die 12-stufige gleichstufige Stimmung.
Das Drumpad ignoriert die Skala; sein Skalen-Bildschirm zeigt nur die Listen ROOT und OCTAVE und den Schalter GLOBAL. Jedes Pad wird aufeinanderfolgenden MIDI-Noten zugeordnet, beginnend bei der Grundnote.
Globale Skala
Normalerweise trägt jedes Keyboard-Element seine eigene Skala. Wenn eine Skala für das ganze Projekt gelten soll, beziehe Keyboards in die globale Skala ein: Schalte den Schalter GLOBAL auf dem Skalen-Bildschirm ein oder Use global scale in Erae Lab. Eine Änderung der Skala eines einbezogenen Keyboards, auf einem beliebigen Layout, ändert sie für alle.
- Nur die Skala wird geteilt. Grundton und Oktave bleiben für jedes Keyboard individuell.
- Das Ausschalten des Schalters löst das Keyboard: Es behält seine aktuelle Skala und folgt späteren Änderungen nicht mehr.
- Das Chroma Keyboard kann nicht einbezogen werden. Ein Drumpad kann einbezogen werden, bleibt aber immer chromatisch.
Eigene Skalen
Neben den Werksskalen kann ein Keygrid eine eigene Skala verwenden: beliebig viele Noten pro Oktave, frei gestimmt über Verhältnisse oder als gleichstufige Teilung der Oktave, einschließlich mikrotonaler Stimmungen. Eigene Skalen werden in Erae Lab oder auf dem Gerät unter Settings > Custom Scales erstellt und bearbeitet und von allen Projekten gemeinsam genutzt.
- Eigene Skalen werden nur auf einem Keygrid mit aktiviertem MPE angeboten. Jede mikrotonale Note wird als Grundnote plus eigenem Pitch Bend auf einem MPE-Member-Kanal gespielt, sodass die Stimmung auch in Akkorden korrekt bleibt.
- Auf einem solchen Keyboard zeigt die Skalenliste die Werksskalen, dann deine eigenen Skalen und dann NEW SCALE, womit eine Skala erstellt und der Editor auf dem Gerät geöffnet wird.
- Wird MPE auf einem Keyboard ausgeschaltet, das eine eigene Skala verwendet, kehrt es zu einer Werksskala zurück.
Die vollständige Anleitung zum Erstellen, Importieren und Bearbeiten eigener Skalen, einschließlich des Editors auf dem Gerät, findest du im Erae Lab Benutzerhandbuch, Kapitel 18.
Skaleneinstellungen pro Element
Jedes Keyboard-Element speichert seine eigene Skalenzuweisung. Der Skalen-Bildschirm bearbeitet immer die Skala des ausgewählten Elements. Um verschiedenen Elementen unterschiedliche Skalen zuzuweisen, halte Scale gedrückt, berühre das nächste Keyboard und lass los.
Tipp: Du kannst ein Layout erstellen, bei dem ein Element die Skala Japanese spielt, während ein anderes Blues oder Major spielt, was für geschichtete Instrumente oder Split-Surface-Setups nützlich ist.
Arpeggiator & Looper
Erae 2 bietet zwei Echtzeit-Performance-Werkzeuge: den Arpeggiator, der aus gehaltenen Noten melodische Patterns erzeugt, und den Looper, der dein Spiel als sich wiederholendes, mit der Projekt-Clock synchronisiertes Pattern aufnimmt und wiedergibt.
Arpeggiator
Der Arpeggiator verwandelt gehaltene Noten in eine rhythmische Sequenz. Jedes Keyboard-Element (Keyboard, Keygrid oder Drumpad) hat seinen eigenen Arpeggiator.

Wähle ein Keyboard aus und drücke dann die Taste Arp auf der Vorderseite. Dadurch wird der Arpeggiator dieses Keyboards ein- (oder aus-)geschaltet und der Bildschirm ARPEGGIATOR geöffnet. Um den Bildschirm zu öffnen, ohne den Arpeggiator ein- oder auszuschalten, halte Settings gedrückt und drücke Arp.
Den Arpeggiator aktivieren
Jeder Druck auf Arp schaltet den Arpeggiator des ausgewählten Keyboards ein oder aus; die Taste Arp leuchtet grün, solange er eingeschaltet ist. Ist der Arpeggiator ausgeschaltet, werden Noten normal gespielt. Ist er eingeschaltet, erklingen gehaltene Noten nicht direkt: Der Arpeggiator spielt sie stattdessen einzeln nacheinander. Der Ein/Aus-Zustand wird mit dem Layout gespeichert.
Der Arpeggiator wirkt auch auf Noten, die der Step-Sequenzer auf diesem Keyboard spielt: Ein im Sequenzer gezeichneter Akkord erklingt als Arpeggio, solange der Arpeggiator eingeschaltet ist.
Rate
Rate legt fest, wie schnell arpeggierte Noten aufeinander folgen. Werte:
1/32, 1/16, 1/8, 1/4, 1/2, 1/1, Pressure
Die Raten sind Bruchteile eines Schlags (einer Viertelnote) im Projekttempo: 1/1 spielt eine Note pro Schlag, 1/4 vier Noten pro Schlag (Sechzehntelnoten) und 1/32 zweiunddreißig Noten pro Schlag.
Im Modus Pressure folgt die Rate dem Druck deines Fingers: Leichter Druck spielt etwa eine Note pro Schlag, und stärkeres Drücken beschleunigt das Arpeggio bis auf 1/32.
Tipp:
1/4ergibt ein Sechzehntel-Arpeggio, den gängigsten Ausgangspunkt. Verwende den ModusPressurefür ein ausdrucksstarkes Arpeggio, dessen Geschwindigkeit du mit deinen Fingern steuerst.
Style
Style bestimmt die Reihenfolge, in der gehaltene Noten gespielt werden:
Up: Noten werden von der tiefsten zur höchsten Tonhöhe gespielt und dann wiederholtDown: Noten werden von der höchsten zur tiefsten Tonhöhe gespielt und dann wiederholtUpDown: Noten steigen auf und dann ab, bevor sie sich wiederholen; die Wendenote ganz oben und ganz unten wird nicht zweimal gespieltUpAndDown: Noten steigen auf und dann ab, bevor sie sich wiederholen; die Wendenote ganz oben und ganz unten wird zweimal gespielt (einmal beim Aufsteigen, einmal beim Absteigen)Random: Jeder Schritt wählt eine zufällige Note aus den gehaltenen Noten
Tipp:
UpDownüber einem Vier-Noten-Akkord erzeugt ein Pattern aus sechs Schritten, was zu interessanten Phasenverschiebungen führt, wenn die Pattern-Länge nicht gleichmäßig in den Takt aufgeht. VerwendeUpAndDown, wenn du die Wendenoten durch ihr doppeltes Erscheinen betonen möchtest.
Octave Range
Octave legt fest, über wie viele zusätzliche Oktaven oberhalb der gespielten Noten der Arpeggiator reicht. Bereich: 0 bis 8.
Bei 0 bleibt das Arpeggio im Register der gehaltenen Noten. Bei 1 spielt der Arpeggiator die gehaltenen Noten und wiederholt sie dann eine Oktave höher, bevor der Zyklus von vorn beginnt.
Tipp: Ein
Down-Style mit Octave3erzeugt ein kaskadierendes Arpeggio über mehrere Oktaven, ein dramatischer Effekt bei Pads und gezupften Sounds. Setze Octave auf0für eine kompakte Arpeggierung in einem einzigen Register.
Pressure to Velocity
Pressure legt fest, wie stark der aktuelle Fingerdruck die Velocity jeder arpeggierten Note formt. Bereich: 0% bis 100%, in Schritten von 10%. Standard: 40%.
Bei 0% verwenden arpeggierte Noten die Velocity deines ersten Anschlags. Bei 100% folgt die Velocity jeder Note dem Druck, den du in diesem Moment ausübst. Werte dazwischen mischen beides.
Tipp: Setze Pressure auf
60%bis80%für ausdrucksstarkes Spiel, bei dem subtile Änderungen des Fingergewichts natürliche Akzente erzeugen, während die Gesamtdynamik stabil bleibt.
Quantize
Der Schalter Quantize entscheidet, wann das Arpeggio beginnt. Er ist standardmäßig eingeschaltet.
- On: Das Arpeggio beginnt auf dem nächsten Schritt des Rasters der Projekt-Clock und bleibt so am Tempo und an anderen Parts ausgerichtet. Eine Note, die vor dem nächsten Rasterschritt losgelassen wird, erklingt nicht.
- Off: Die erste Note erklingt sofort bei der Berührung, und das Arpeggio läuft ab deiner Berührung statt ab dem Raster.
In beiden Fällen folgt die Rate dem Projekttempo.
Tipp: Lass Quantize eingeschaltet, wenn du zu einer DAW oder zum Looper spielst. Schalte es aus, wenn sehr kurze Berührungen oder kurze Sequenzer-Schritte erklingen sollen.
Looper
Der Looper nimmt deine Touch-Gesten auf einem Layout auf, einschließlich Druck und Slide, und gibt sie synchron zur Projekt-Clock als Loop wieder. Da er Gesten statt MIDI aufnimmt, durchläuft ein wiedergegebener Loop erneut die Elemente des Layouts: Ändere die Einstellungen eines Elements, und der Loop folgt.
Jedes Layout hat seinen eigenen Loop. Der Home-Bildschirm zeigt den Loop des Layouts, auf dem du dich befindest.
Looper-Anzeige auf dem Home-Bildschirm

Der Home-Bildschirm zeigt:
- Loop-Kreis: die Layout-Nummer, mit einem Bogen, der die Wiedergabeposition im Loop anzeigt. Der Bogen nimmt eine andere Farbe an, wenn der Loop des Layouts stummgeschaltet ist.
- Length: die Loop-Länge in Schritten (ein Schritt ist eine Sechzehntelnote).
- Quantize: das auf aufgenommene Gesten angewendete Quantisierungsraster.
- Tempo: das Projekttempo in BPM.
Aufnahme und Wiedergabe
Die Tasten Play/Rec und Stop steuern den Transport:
- Wenn die interne Clock gestoppt ist, startet Play/Rec sie. Die Taste Play/Rec leuchtet grün, solange die Clock läuft.
- Während die Clock läuft (oder wenn das Projekt einer externen Clock folgt), schaltet Play/Rec die Aufnahmebereitschaft ein oder aus. Während der Aufnahmebereitschaft leuchtet die Taste rot, und alles, was du auf dem aktuellen Layout spielst, wird in dessen Loop aufgenommen.
- Stop stoppt die Clock. Bei interner Clock wird dabei auch die Aufnahmebereitschaft beendet. Der aufgenommene Loop bleibt erhalten.
Die Aufnahme ist immer ein Overdub: Während der Aufnahmebereitschaft werden neue Gesten über den bestehenden Inhalt des Loops gelegt. Jeder Durchlauf des Loops wird zu einer Ebene.
Eine Ebene rückgängig machen. Drücke auf dem Home-Bildschirm Return, um die zuletzt aufgenommene Ebene zu entfernen.
Loops löschen. Halte eine oder mehrere Layout-Tasten (N1 bis N8) gedrückt und drücke Return, um ihre Loops zu löschen. Um auch die Sequenzen zu löschen, halte Return etwa eine Sekunde lang gedrückt: Der Bildschirm nennt die Layouts und bittet um Bestätigung, und Yes löscht ihre Loops und alle acht Sequencer-Patterns jedes Layouts.
Loops stummschalten. Halte Stop gedrückt und drücke eine Layout-Taste, um den Loop dieses Layouts stummzuschalten; halte Play/Rec gedrückt und drücke eine Layout-Taste, um die Stummschaltung aufzuheben. Die Taste eines stummgeschalteten Layouts wird rot angezeigt.
Tipp: Da die Aufnahme immer ein Overdub ist, füllen sich kurze Loops schnell. Leg die Länge fest, bevor du mit der Aufnahme beginnst.
Einen Loop in den Step-Sequenzer bouncen. Ein aufgenommener Loop kann mit der Zeile Bounce Loop in den Sequencer Settings in ein editierbares Sequenzer-Pattern umgewandelt werden. Siehe Kapitel 9.
Looper-Steuerung
Die Looper-Steuerungen befinden sich auf dem Home-Bildschirm. Drehe den Encoder, um ein Bedienelement hervorzuheben, klicke, um es zu bearbeiten, drehe, um den Wert zu ändern, und klicke erneut, um abzuschließen.
Length: die Loop-Länge in Schritten, von 1 bis 256 (Standard 16). Während Length bearbeitet wird, verdoppelt Plus den Wert und Minus halbiert ihn.
Quantize: das Raster, an dem aufgenommene Gesten einrasten. Siehe Quantisierungsraster weiter unten.
Tempo: das Projekttempo in BPM. Während Tempo bearbeitet wird, verdoppelt Plus den Wert und Minus halbiert ihn. Das Tempo lässt sich hier nur ändern, wenn die Clock-Quelle intern ist.
Tipp: Nimm mit Quantize
Offauf, um das natürliche, ausdrucksstarke Timing zu erhalten, oder mit1/4, um einen rhythmischen Part schon bei der Aufnahme auf Sechzehntelnoten zu straffen.
Clock-Synchronisation
Der Looper ist immer an die Projekt-Clock gekoppelt. Wenn die Clock-Quelle des Projekts INT (intern) ist, läuft der Looper im Projekttempo. Wenn die Clock-Quelle USB-dev, MIDI oder USB-host ist, folgt der Looper der eingehenden MIDI-Clock, was eine enge Synchronisation mit einer DAW oder einer Hardware-Clock-Quelle ermöglicht.
Siehe Kapitel 15: Einstellungen für die Konfiguration der Clock-Quelle.
Pattern-Länge
Die Pattern-Länge wird mit der Steuerung Length auf dem Home-Bildschirm festgelegt, in Schritten von einer Sechzehntelnote, bis zu 256 Schritte (16 Takte im 4/4-Takt).
Quantisierungsraster
Das Raster Quantize lässt den Beginn jeder aufgenommenen Geste bei der Aufnahme an der nächstgelegenen Rasterposition einrasten. Werte:
Off, 1/16, 1/12, 1/8, 1/6, 1/4, 1/3, 3/8, 1/2, 3/4, 1, 5/4, 2, 3, 4
Die Werte sind Bruchteile eines Schlags (einer Viertelnote): 1/4 rastet auf Sechzehntelnoten ein, 1 auf Viertelnoten und 4 auf ganze 4/4-Takte. Der Standard ist 1/4.
Die Quantisierung wird während der Aufnahme angewendet. Eine Änderung des Rasters wirkt sich auf danach aufgenommene Gesten aus, nicht auf die bereits im Loop vorhandenen.
Tipp: Nur der Beginn jeder Geste wird vom Raster verschoben. Druck, Slide und andere Expression innerhalb der Geste behalten ihr natürliches Timing.
Tap Tempo
Tap Tempo legt das Projekttempo durch Tippen im Takt fest. Es funktioniert, wenn die Clock-Quelle intern ist. So verwendest du Tap Tempo:
- Halte Sequencer gedrückt und klicke den Encoder einmal pro Schlag.
- Konfiguriere ein Pedal (Typ Switch) mit dem Nachrichtentyp Tap Tempo. Jeder Druck auf das Pedal tippt das Tempo.
- Verwende ein Button-Element auf der Touch-Oberfläche mit dem Typ Tap Tempo (siehe Button).
Erae 2 misst das Intervall zwischen aufeinanderfolgenden Taps und aktualisiert das Projekttempo. Looper und Arpeggiator folgen sofort dem neuen Tempo.
Kapitel 9: Step-Sequenzer
Der Step-Sequenzer ist ein Pattern-basierter MIDI-Sequenzer, der in die Oberfläche integriert ist. Während der Looper eine freie Performance aufzeichnet, lässt dich der Sequenzer Patterns auf zwei Arten aufbauen: Du zeichnest und bearbeitest sie Schritt für Schritt direkt auf dem LED-Raster, oder du nimmst sie live in das Pattern auf, während die Clock läuft. Du erhältst unabhängige Kontrolle über Tonhöhe, Velocity, Gate-Länge und kontinuierlichen Ausdruck für jeden Schritt. Sein Zustand wird pro Layout mit deinem Projekt gespeichert.
Sequenzer betreten und verlassen
Drücke die Taste Sequencer, um den Sequenzer-Modus zu betreten. Die Touch-Oberfläche wechselt zur Drei-Zonen-Sequenzer-Ansicht (siehe unten), und das LCD zeigt den Sequencer-Bildschirm.
Um beim Betreten zu wählen, welches Element du sequenzierst, halte Sequencer gedrückt: Alles außer dem ausgewählten Element wird gedimmt, und eine Berührung eines Elements wählt es aus, statt es zu spielen. Lass Sequencer los, und der Sequenzer-Modus öffnet sich auf diesem Element.
Die Taste durchläuft drei Fälle:
- Der Sequenzer-Modus ist ausgeschaltet: Ein Druck auf Sequencer aktiviert ihn.
- Der Sequenzer-Modus ist aktiv, und das LCD zeigt den Sequencer- oder den Sequencer-Settings-Bildschirm: Ein Druck auf Sequencer verlässt den Sequenzer-Modus und bringt das LCD zurück zu Home.
- Der Sequenzer-Modus ist aktiv, aber das LCD zeigt einen anderen Bildschirm (Home, Scale und so weiter): Ein Druck auf Sequencer bringt den Sequencer-LCD-Bildschirm zurück, ohne den Modus zu verlassen.
Wenn das aktive Layout nichts enthält, das der Sequenzer aufnehmen kann (zum Beispiel ein Layout, das nur API-Zonen enthält), bewirkt die Taste nichts: Der Sequenzer benötigt mindestens ein sequenzierbares Element, um sich zu öffnen.
Das Verlassen des Sequenzer-Modus übernimmt jede Note, die du noch am Zeichnen warst, sodass eine Bearbeitung, die genau beim Verlassen abgeschlossen wird, nie verloren geht.
Was du sequenzieren kannst
Der Sequenzer nimmt nicht nur Keyboards auf. Er erfasst vier Elementtypen, und die angezeigten Lanes ändern sich passend zum jeweils fokussierten Element:
| Element | Was ein Schritt aufzeichnet | Angebotene Lanes |
|---|---|---|
| Keyboard (Scale, Chroma, Drumpad und das dedizierte Sequencer Keyboard) | Eine Note: Tonhöhe, Velocity, Gate-Länge und Ausdruck | Note, Pressure, Slide, Pitch, plus eine Lane pro aktivierter Key-Geste (pressure CC, X abs, Y abs, X rel, Y rel) |
| Fader 2D (ein XY-Pad) | X-, Y- und Z-Werte (Druck) | X, Y, Z |
| Fader 1D (ein einzelner Fader) | Eine Wertautomation | Value |
| Button | Ein Ein- oder Aus-Zustand pro Schritt (ein Druck mit Dauer) | State (angezeigt als steps) |
Der Sequenzer fokussiert das Layout-Element, das du zuletzt berührt hast. Ist beim Betreten nichts Geeignetes fokussiert, wird automatisch das erste sequenzierbare Element im Layout gewählt.
Um zu ändern, welches Element du sequenzierst, halte die Taste dieses Layouts (N1 bis N8) für sich allein, ohne Sequencer zu halten. Die Oberfläche zeigt vorübergehend das normale vollständige Layout dieses Slots an, sodass du das gewünschte Element antippen kannst. Lass die Taste los, und die Drei-Zonen-Sequenzer-Ansicht kehrt zurück, gebunden an deine Wahl. Beachte den Unterschied zwischen Halten und Antippen: Ein kurzes Antippen und Loslassen der eigenen Taste deines aktuellen Layouts verlässt den Sequenzer-Modus vollständig. Drückst du Stop, Play/Rec oder Return, während du eine Layout-Taste hältst, wird der Loop dieses Layouts wie gewohnt stummgeschaltet, wieder eingeschaltet oder gelöscht, und der Sequencer bleibt auf dem Layout, auf dem du warst.
Ein Druck auf die Taste eines anderen Layouts im Sequenzer-Modus wechselt zu diesem Layout und bleibt im Sequenzer-Modus, wobei er sich auf dem Element öffnet, das du auf diesem Layout zuletzt sequenziert hast.
Die Oberfläche: Drei Zonen
Während der Sequenzer aktiv ist, wird die Touch-Oberfläche von links nach rechts in drei feste Zonen unterteilt, die jeweils die volle Höhe einnehmen:
- Live, die linken 7 Spalten: ein spielbares Live-Abbild des fokussierten Elements. Siehe Die Live-Zone unten.
- Grid, die 32 Spalten in der Mitte: das Schrittraster, in dem du zeichnest und bearbeitest.
- Launcher, die rechten 3 Spalten: acht übereinanderliegende Pads, eines pro Pattern-Slot, zum Umschalten der Pattern. Das oberste Pad ist Pattern 1, das unterste Pad ist Pattern 8.
Ist Swap Sides aktiviert (siehe Sequencer Settings), wandert der Launcher an den linken Rand und Live an den rechten; das Grid bleibt in der Mitte 32 Spalten breit.
Die Zone jedes Fingers wird im Moment des Aufsetzens festgelegt. Eine Geste, die im Grid beginnt, bearbeitet weiter, selbst wenn der Finger in Richtung Launcher gleitet, sodass die Zonen mitten in einer Geste nie über Kreuz auslösen.
Die Live-Zone
Die Live-Zone ist ein spielbares Abbild des fokussierten Elements, und sie nimmt auf. Ob sie aufnimmt, hängt davon ab, ob die Aufnahme scharfgeschaltet ist, was dieselbe Play/Rec-Scharfschaltung ist, die auch der Looper verwendet:
- Aufnahme scharfgeschaltet (Play/Rec an): Spielen in der Live-Zone nimmt direkt in das aktive Pattern am aktuellen Playhead auf. Ein Keyboard nimmt Noten mit ihrer Druckkurve, ihrer Release-Velocity und ihrer tatsächlich gehaltenen Länge auf; ein Fader 1D nimmt eine Wertautomation auf; ein Fader 2D nimmt X, Y und Z auf; ein Button nimmt On-Schritte am Playhead auf. Eine Aufnahme über eine Spanne hinweg ersetzt, was dort vorhanden war.
- Aufnahme nicht scharfgeschaltet: Die Live-Zone spielt Klang und MIDI, ohne aufzuzeichnen, sodass du einen Part anhören oder dazu spielen kannst, während ein Pattern läuft.
Die Scharfschaltung wird live, Moment für Moment, ausgelesen, sodass du während einer Aufnahme punch in und punch out durchführen kannst: Sie ist niemals an den Beginn einer Geste gebunden.
Bei einem Keyboard ist das Live-Abbild im Vergleich zum normalen Layout um eine Vierteldrehung gedreht: Die Tonhöhe verläuft vertikal den Streifen hinauf, sodass du für höhere Noten nach oben und für tiefere nach unten gleitest. Das Abbild teilt sich den Tonhöhen-Scroll des Grids, sodass eine leuchtende spielbare Reihe mit derselben Grid-Reihe übereinstimmt. Fader- und Button-Abbilder werden in normaler Ausrichtung dargestellt und bewegen sich nicht mit dem Tonhöhen-Scroll.
Was eine Zelle bedeutet: das Tonhöhenraster
Bei Keyboard-Patterns ist das Grid eine chromatische Piano Roll. Die vertikale Achse entspricht einem MIDI-Halbton pro Reihe, jede Reihe ist zwei LEDs hoch, und die Reihen sind wie bei einem Klavier schattiert: Halbtöne der weißen Tasten leuchten schwach, Halbtöne der schwarzen Tasten bleiben dunkel. Höhere Reihen bedeuten höhere Tonhöhen. Eine Note wird als kleiner bernsteinfarbener Kopf mit Schweif dargestellt:
- Horizontale Position ist der Startzeitpunkt der Note.
- Breite ist die Gate-Länge, wie lange die Note gehalten wird.
- Vertikale Reihe ist die Tonhöhe.
- Helligkeit des Kopfes ist die Velocity, wie stark die Note angeschlagen wird. Die Helligkeit des Schweifs folgt dem aufgezeichneten Druck.
Während der Playhead eine Note überquert, leuchtet diese heller auf.
Skalenrelative Aufnahme
Wie eine Note gespeichert wird, hängt vom Keyboard ab:
- Bei einem Scale-Keyboard (in-scale) speichert eine Note eine Skalenstufe, keine feste Tonhöhe. Stufen unterhalb des Grundtons sind erlaubt. Die tatsächliche Tonhöhe wird bei der Wiedergabe anhand der aktuellen Skala und des Grundtons des Elements ermittelt; änderst du später die Skala oder transponierst du den Grundton, folgt also das gesamte aufgezeichnete Pattern. Eine aufgezeichnete Stufe klingt genauso wie beim Spielen von Hand.
- Bei einem Chroma-Keyboard oder Drumpad speichert eine Note eine absolute Tonhöhe oder einen Pad-Index und bleibt fest.
Ob ein Keyboard in-scale oder chromatisch ist, wird durch den Umschalter Show Offscale am Keyboard-Element festgelegt. Aus bedeutet eine Taste pro Skalenstufe; ein bedeutet, dass chromatische Tasten angezeigt werden und Schritte als Halbtonpositionen gespeichert werden.
Mikrotonale eigene Skalen werden sauber gestimmt wiedergegeben, genau wie beim Live-Spiel.
Schritte im Grid bearbeiten
Die Geste im Grid hängt davon ab, wo du berührst und in welche Richtung du ziehst.
Um eine Note zu zeichnen, berühre leeren Raum und ziehe:
- Die Reihe unter deinem Finger legt die Tonhöhe fest.
- Der Druck deiner Aufsetzberührung legt die Velocity fest (drücke fester für eine lautere Note). Du kannst sie anschließend mit einem vertikalen Ziehen vom Notenkopf aus anpassen.
- Wie weit du horizontal ziehst, legt die Gate-Länge fest, eingerastet auf die Quantize-Unterteilung. Ein einfaches Antippen ohne Ziehen erzeugt eine Note mit der Mindestlänge.
- Vertikale Abdrift während des Zeichnens wird als Pitch-Bend-Kurve auf dieser Note aufgezeichnet. Kleines Wackeln zählt nicht: Solange dein Finger innerhalb einer Zelle des Startpunkts der Note bleibt, bleibt die Note vollkommen gerade, und es wird kein Bend aufgezeichnet. Sobald du diese Zelle verlässt, wird der Bend ab diesem Punkt erfasst, selbst wenn du wieder zurückdriftest.
- Eine Bewegung nach oben oder unten auf der Startzelle, bevor du nach rechts ziehst, legt den Bend des allerersten Pulses fest, sodass eine Note abseits der Tonhöhe ihrer Reihe beginnen und in sie hineingleiten kann. Der Kopf bleibt auf seiner Reihe; eine kleinere Markierung in der Farbe des Schweifs zeigt, wo die Note beginnt, verbunden mit dem Kopf durch eine gedimmte Brücke, und sie folgt deinem Finger, solange du hältst.
- Ziehst du entlang der Reihe nach rechts und bewegst dich am Ende nach oben oder unten, erhältst du einen geraden Bend von der Tonhöhe der Reihe bis zu dem Punkt, an dem du angehalten hast. Ziehst du zurück nach links, wird der Bend hinter deinem Finger gelöscht, sodass das Kürzen und erneute Verlängern einer Note sie neu zeichnet.
- Ein kurzer Kontaktverlust beim Zeichnen ergibt trotzdem eine Note, nicht zwei: Eine sofortige erneute Berührung nahe der Abhebestelle setzt dieselbe Note fort.
Auf einem bestehenden Notenkopf:
- Ein Antippen löscht die Note.
- Ein Ziehen nach oben oder unten bearbeitet ihre Velocity (unten im Grid ist 0, oben ist das Maximum).
- Ein Ziehen nach rechts bearbeitet die fokussierte Ausdruckskurve dieser Note (welche Kurve, hängt von der im LCD-Header gewählten Lane ab). Auf der Lane Note zeichnet dies den Pitch Bend neu und passt die Länge der Note an dein Ziehen an, mit derselben Wackeltoleranz von einer Zelle wie beim Zeichnen.
Auf der Lane Pitch bearbeitet das Grid nur den Pitch Bend bestehender Noten, so wie die Lanes Pressure und Slide ihre Kurven bearbeiten:
- Eine Berührung von leerem Raum bewirkt nichts.
- Ein Antippen eines Notenkopfs setzt seine Bend-Kurve zurück. Die Note bleibt erhalten.
- Den Notenkopf halten und nach oben oder unten bewegen legt den Bend des ersten Pulses fest, eine Reihe pro Halbton, ohne die Länge der Note zu ändern.
- Ziehen entlang der Note malt den Bend dort, wo dein Finger hingeht, und lässt den Rest der Kurve unverändert. Hier gibt es keine Wackeltoleranz: Diese Lane dient zum Einstellen exakter Werte.
Jede Note trägt gleichzeitig mehrere aufgezeichnete Kurven: eine Pitch-Bend-Kurve, eine Druckkurve, eine Slide-Kurve und eine Kurve pro aktivierter Key-Geste (pressure CC, X abs, Y abs, X rel, Y rel). Velocity-, Druck- und Kurvenwerte werden mit hoher Auflösung gespeichert, feiner als der MIDI-Bereich von 0 bis 127, sodass der Ausdruck weich bleibt.
Während du eine Note hältst, um ihre Kurve zu bearbeiten, dimmen die Kurven der anderen Noten, sodass die bearbeitete Note hervorsticht. Sie kehren zu voller Helligkeit zurück, sobald du den Finger anhebst.
Gesten-Lanes werden bei der Wiedergabe als dieselben CC-Nachrichten gesendet, die auch die Live-Tasten senden, auf demselben Kanal, unter Verwendung des eigenen Bereichs der Geste, und sie bleiben erhalten, wenn du einen Loop in eine Sequenz bouncest.
Bei einem Fader 1D zeichnet das Grid eine Wertkurve auf; bei einem Fader 2D zeichnet es X, Y und Z auf; bei einem Button schaltet ein Antippen den Ein- oder Aus-Zustand eines Schritts um.
Eine Gruppe von Noten auswählen und verschieben
Um mehrere Noten gleichzeitig zu verschieben, halte einen Finger ruhig auf leerem Grid-Raum und berühre mit einem zweiten Finger: Die beiden Finger definieren eine Box, die jede darin befindliche Note auswählt. Zieh den zweiten Finger, um die gesamte Auswahl zu verschieben, sowohl in der Zeit als auch in der Tonhöhe. Fängt die Box keine Noten, fallen beide Finger auf normale Bearbeitung zurück.
Sich in einem großen Pattern bewegen
Das 32-Spalten-Grid ist ein Fenster auf das Pattern, nicht das gesamte Pattern. Ein Pattern kann bis zu 256 Schritte lang sein, sodass du bei allem, was länger als das Fenster ist, immer nur einen Teil siehst und scrollen oder zoomen musst, um den Rest zu erreichen.
- Grab Scroll: Halte die Taste Sequencer und zieh einen Finger über die Oberfläche. Der Inhalt folgt deinem Finger in beide Richtungen. Dies ist die wichtigste Methode, um sich durch ein langes Pattern zu bewegen. Ohne gehaltenes Sequencer bearbeitet ein Ziehen im Grid stattdessen Noten.
- Octave Scroll: Die Tasten Plus und Minus springen mit dem Tonhöhenfenster pro Druck um eine Oktave nach oben (Plus) oder unten (Minus). Bei einem Scale-Keyboard schreitet das Fenster in Skalenstufen voran und landet auf dem nächsten Grundton. Octave Scroll wird ignoriert, während der Encoder-Schalter gehalten wird; während du die Pattern-Length im Footer bearbeitest, ändern Plus und Minus stattdessen die Länge.
- Zoom: Halte Sequencer und drücke Plus, um hineinzuzoomen (weniger Takte sichtbar), oder Minus, um herauszuzoomen (mehr Takte). Die weiteste Zoomstufe zeigt immer das gesamte Pattern.
- Encoder Scroll: Halte Sequencer und drehe den Haupt-Encoder, um das Fenster seitlich zu verschieben, vier Spalten pro Klick. Ohne gehaltenes Sequencer bewegt das Drehen des Encoders stattdessen den LCD-Fokus und bearbeitet (siehe Das Sequencer-LCD).
Wenn du die Pattern-Length erhöhst, passt sich das Fenster neu an, sodass die neuen Schritte sofort sichtbar sind. Hattest du zuvor gezielt zu einem Bereich gezoomt oder gescrollt, bleibt deine Ansicht stattdessen erhalten.
Follow Playhead (eine Sequencer Setting, standardmäßig aus) scrollt das Grid automatisch, um den sich bewegenden Playhead im Bild zu halten, und zentriert sich neu auf ihn, wenn er das Fenster verlässt. Lass es ausgeschaltet, um weiterhin einen festen Bereich zu bearbeiten, während das Pattern läuft.
Fader- und Button-Pattern haben keine Tonhöhenachse, daher gilt für sie nur horizontales (zeitliches) Scrollen.
Sequencer-Tastenkürzel
Halte die Taste Sequencer und drücke ein weiteres Bedienelement für diese Performance-Shortcuts. Sie funktionieren zusätzlich zu den oben beschriebenen Scroll- und Zoom-Gesten:
| Sequencer halten und drücken | Aktion |
|---|---|
| N1 bis N8 | Im Sequenzer-Modus wird das aktive Pattern auf diesen Slot umgeschaltet. Außerhalb des Sequenzer-Modus startet dies diesen Slot als Szene über alle Layouts hinweg. Dieser Shortcut bouncet nie einen Loop: Verwende dafür die Zeile Bounce Loop in Sequencer Settings. |
| Encoder-Schalter | Tap Tempo (nur interne Clock). |
| Play/Rec | Das aktive Pattern stummschalten oder die Stummschaltung aufheben. Doppelklick, um die Stummschaltung aller Pattern aufzuheben. |
| Stop | Das aktive Pattern stummschalten oder die Stummschaltung aufheben. Doppelklick, um alle Pattern stummzuschalten. |
| Plus oder Minus | Hinein- oder herauszoomen (siehe Sich in einem großen Pattern bewegen). |
| Return | Die Spur des fokussierten Elements löschen (jedes Pattern dieses Elements). Dies ist destruktiv, achte also darauf, es nicht versehentlich zu treffen, während du nach Scroll oder Undo greifst. |
Außerhalb dieser Kombinationen behalten die Transporttasten im Sequenzer-Modus ihre normale Rolle: Play/Rec startet die Clock, wenn sie bei interner Quelle gestoppt ist, und schaltet andernfalls die Aufnahme-Scharfschaltung um; Stop stoppt die Clock.
Das Sequencer-LCD
Das LCD ist ein fester Bildschirm mit drei Bändern: einem Header oben, dem Grid in der Mitte und einem Footer am unteren Rand. Drehe den Haupt-Encoder (ohne die Taste Sequencer zu halten), um die Hervorhebung durch die drei auswählbaren Bedienelemente zu bewegen, in der Reihenfolge Header, dann Division, dann Length, mit Umlauf am Ende. Klicke den Encoder, um die Bearbeitung des hervorgehobenen Bedienelements zu starten, und klicke erneut, um zu stoppen. Während ein Bedienelement bearbeitet wird, blinkt sein Wert und sein Symbol bleibt beleuchtet.
Header: der Lane-Wähler
Der Header zeigt jeweils eine Expression-Lane als Symbol in einer weißen Scheibe plus einer kleingeschriebenen Beschriftung. Um die Lane zu wechseln, markiere den Header, klicke den Encoder, um in den Bearbeitungsmodus zu gelangen, drehe den Encoder, um durch die Lanes zu blättern, und klicke erneut, um den Bearbeitungsmodus zu verlassen.
Es werden nur die Lanes angeboten, die für das fokussierte Element sinnvoll sind:
| Element | Lane-Zyklus | Beschriftungen |
|---|---|---|
| Keyboard | Note, Pressure, Slide, Pitch, dann eine Lane pro aktivierter Key-Geste (mit Umlauf) | note, pressure, slide, pitch, pressure CC, X abs, Y abs, X rel, Y rel |
| Fader 2D | X, Y, Z (mit Umlauf) | X, Y, Z |
| Fader 1D | Nur Value | value |
| Button | Nur State | steps |
Die Lane Note zeigt Noten als Balken auf ihren Tonhöhenreihen. Pressure, Slide und die Gesten-Lanes zeichnen die aufgezeichnete Kurve über jeder Note, wobei der Notenkopf gedimmt wird, sodass die Kurve als Vordergrund gelesen wird. Pitch zeigt den Pitch Bend jeder Note als Form ihres Schweifs (eine Note ohne Bend zeigt einen flachen Balken) und lässt das Grid diesen Bend bearbeiten, ohne Noten zu erstellen, zu löschen oder in der Länge zu ändern. Die Gesten-Lanes erscheinen nur für die am fokussierten Element aktivierten Gesten (in dessen MIDI-Einstellungen); das Deaktivieren einer Geste entfernt ihre Lane, und war diese Lane ausgewählt, fällt der Header zurück auf Note. Ein Lane-Wechsel legt neu fest, was du im LED-Grid bearbeiten kannst, und beschriftet den Header neu, aber das LCD-Grid zeigt weiterhin alle Daten des Elements an.
Der Header kennt außerdem zwei Sonderzustände. Geht einem Pattern der Speicher aus, zeigt er für ein paar Sekunden Pattern full in Rot an. Wird das Element, das du gerade sequenziert hast, gelöscht, zeigt er Element deleted in Grau an, statt einer leeren Lane.
Grid: die Karte
Das LCD-Grid zeichnet immer das gesamte Pattern von Rand zu Rand. Eine durchscheinende, umrandete Box markiert den Ausschnitt, der aktuell auf die Pad-Oberfläche abgebildet ist: horizontal folgt sie deiner Zeitposition, und bei Keyboards schrumpft sie zusätzlich vertikal auf das Tonhöhenband auf der Oberfläche, sodass sie zeigt, in welcher Oktave sich deine Finger befinden. Fader und Buttons haben keine Tonhöhenachse, daher erstreckt sich ihre Box über die volle Höhe und bewegt sich nur seitwärts.
Noten erscheinen als weiße Balken, deren vertikale Position die relative Tonhöhe zeigt; die Tonhöhenachse skaliert sich automatisch passend zu den vorhandenen Noten. Fader-Lanes erscheinen als gestufte Linien- und Punktkurve des aufgezeichneten Werts (bei einem 2D-Fader ist die X-Achse weiß und die Y-Achse rot). Button-Pattern zeigen ihre On-Schritte als zentrierte Balken. Schritt- und Takt-Gitterlinien dünnen sich bei langen Pattern automatisch aus, damit sie lesbar bleiben.
Ein Streifen am rechten Rand zeigt alle 8 Pattern-Slots: Der aktive Slot ist ein rotes Quadrat mit seiner Nummer, die übrigen sind graue Punkte. Eine bewegte weiße Linie markiert den Playhead, während das Pattern läuft, und verschwindet, wenn es stoppt. Die Fensterbox und der Slot-Streifen sind reine Rückmeldung ohne Bedienfunktion; du schaltest Patterns über den Launcher auf der Oberfläche um.
Footer: Division und Length
Der Footer enthält drei Elemente: die Quantize-Division links, eine Live-Miniaturansicht des Layouts in der Mitte und die Pattern-Length rechts. Sowohl Division als auch Length sind auswählbar: Markiere eines, klicke zum Bearbeiten, und drehe dann den Encoder, um den Wert zu ändern.
| Bedienelement | Werte | Standard |
|---|---|---|
| Quantize Division | Off, 1/16, 1/12, 1/8, 1/6, 1/4, 1/3, 3/8, 1/2, 3/4, 1, 5/4, 2, 3, 4 | 1/4 |
| Pattern Length | 1 bis 256 Schritte, ein Schritt pro Encoder-Klick | 16 Schritte |
Während du die Length bearbeitest, verdoppelt Plus die Länge und Minus halbiert sie (innerhalb von 1 bis 256 Schritten); sie kehren zum Octave Scroll zurück, sobald du die Bearbeitung verlässt.
Die mittlere Miniaturansicht ist ein kleines Live-Bild des Layouts: Das Element, das du sequenzierst, ist hervorgehoben, und jedes Element flackert, wenn seine Schritte auslösen, sodass du sehen kannst, welche Spuren gerade feuern.
Encoder und Return in dieser Ansicht
- Klicke den Encoder, um die Bearbeitung des hervorgehobenen Bedienelements umzuschalten (Lane, Division oder Length).
- Return verlässt eine laufende Bearbeitung; andernfalls macht es deine letzte Sequenzer-Bearbeitung rückgängig.
Pattern wechseln
Jedes Layout hat 8 unabhängige Pattern-Slots, jeder mit eigener Length, Quantize Division und eigenen Noten. Tippe ein Pad in der Launcher-Zone an (oberstes Pad ist Pattern 1), um zu wechseln. Pads reagieren nur beim Aufsetzen. Wie der Wechsel erfolgt, hängt von Switch Mode ab, eingestellt in Sequencer Settings:
- Wait: Das neue Pattern wird eingereiht und übernimmt, wenn der aktuelle Loop endet. Das ausstehende Launcher-Pad blinkt auf der Oberfläche, bis es übernimmt.
- Jump: Das neue Pattern übernimmt sofort und setzt an derselben Position im Takt fort.
- Restart: Das neue Pattern übernimmt sofort und startet neu bei seinem ersten Schritt.
Sequencer Settings
Drücke Settings, während die Sequenzer-Ansicht aktiv ist, um Sequencer Settings zu öffnen; drücke Settings erneut, um zurückzukehren, oder Return, um zur Standardansicht zu verlassen. Drehe den Encoder, um zwischen den Einträgen zu wechseln, klicke, um zu handeln.
| Eintrag | Beschreibung |
|---|---|
| Clear Pattern | Entfernt alle Schrittdaten nur aus dem aktiven Pattern. Bestätigt mit einer Meldung und kehrt zum Sequenzer zurück. |
| Clear Element | Entfernt alle Schrittdaten aus jedem Pattern des fokussierten Elements. Bestätigt mit einer Meldung und kehrt zum Sequenzer zurück. |
| Switch Mode | Wait, Jump oder Restart, wie oben. |
| Copy Pattern | Kopiert das aktive Pattern in einen anderen Slot. Der Bildschirm fordert dich auf, ein Pattern-Pad im Launcher anzutippen; tippe das Ziel an, und die Kopie erfolgt. Die Launcher-Pads zeigen, welche Slots leer sind und welche bereits Noten enthalten. Enthält das Ziel bereits Noten oder ist die Quelle länger als das Ziel, lässt dich eine Bestätigung zwischen Replace, Extend, Trim oder Cancel wählen. Tippst du das Quell-Pad an, wirst du aufgefordert, ein anderes Pattern zu wählen; Return bricht stillschweigend ab. |
| Copy Element | Wie Copy Pattern, kopiert jedoch nur die Noten des fokussierten Elements in dasselbe Element im Ziel-Pattern. Wird mit einer Meldung abgelehnt, wenn das Element nichts zu kopieren hat. |
| Bounce Loop | Wandelt den auf diesem Layout vom Looper aufgenommenen Loop in Sequencer-Noten im Pattern um, auf dem du dich befindest, ersetzt dessen bisherigen Inhalt und leert den Loop. Enthält dieses Pattern bereits Noten, nennt eine Bestätigung es und listet die noch leeren Patterns auf, mit Bounce und Cancel; ein Abbruch ändert nichts. Bestätigt mit einer Meldung, die das Pattern nennt. Wird mit einer Meldung abgelehnt, wenn es keinen Loop zum Bouncen gibt (No loop to bounce) oder der Loop zu groß für ein Pattern ist (Loop too big to bounce). Funktioniert unabhängig davon, ob die Clock läuft. Diese Zeile ist die einzige Möglichkeit, einen Loop zu bouncen. |
| Reset Pattern Settings | Setzt Length, Quantize-Raster und Play-Style des aktiven Patterns auf ihre Standardwerte zurück. Noten bleiben erhalten. Enthält das Pattern Noten jenseits der Standardlänge, erklärt eine Bestätigung, dass diese Noten gespeichert bleiben, aber nicht mehr abgespielt werden. |
| Follow Playhead | Scrollt das Grid automatisch, um den Playhead im Bild zu halten. Standardmäßig aus. |
| Swap Sides | Vertauscht die Zonen Live und Launcher von links nach rechts. Das Grid bleibt zentriert. Dies ist eine geräteweite Einstellung, kein Teil des Projekts. |
Ein Layout-Wechsel, während eine Kopie auf ein Ziel wartet, bricht die Kopie mit einer Meldung ab.
Der Bounce spielt deine aufgezeichneten Gesten durch die echten Layout-Elemente ab, sodass die Konfiguration des Elements und die MIDI-Effekte fest in die resultierenden Noten einfließen, und aktivierte Gesten-Lanes bleiben erhalten.
Auto-Save
Bearbeitungen, die den Pattern-Inhalt ändern (Noten zeichnen oder aufnehmen, ein Pattern oder Element leeren, in ein Pattern kopieren, einen Loop bouncen oder Pattern Settings zurücksetzen), werden automatisch zusammen mit dem Rest deines Projekts gespeichert. Eine kurze Speicheranzeige erscheint, sobald der Speichervorgang abgeschlossen ist, sodass du Sequencer-Inhalte nie von Hand speichern musst.
Clock
Der Sequenzer läuft auf der Projekt-Clock, derselben Clock wie der Looper. Die Projekt-Clock-Quelle ist entweder INT (intern), USB-dev, MIDI oder USB-host. Bei interner Clock spielt der Sequenzer im Projekttempo. Ist das Projekt einer externen Clock untergeordnet, folgt es dieser Clock und beachtet Start, Stop und Continue, und läuft erst, sobald ein Start oder Continue eintrifft.
CV-Ausgänge
Erae 2 bietet an der Rückseite 24 CV-Ausgangskanäle. Diese Ausgänge können Tonhöhenspannungen, Gate-Signale oder kontinuierliche Steuerspannungen führen und machen Erae 2 neben seinen MIDI-Funktionen zu einer Modular-Schnittstelle.

Hardware-Überblick
Die 24 Ausgänge liegen an 12 TRS-Miniklinkenbuchsen, die jeweils zwei Ausgänge führen: Buchse n führt Ausgang n auf der Spitze (Tip) und Ausgang n + 12 auf dem Ring. Verwende eine Buchse direkt für einen Ausgang oder ein TRS-Splitterkabel, um beide zu erreichen.
- Ausgangsbereich:
-5 Vbis+8 V - Tonhöhenstandard: 1 V/Oktave
- Gate-Pegel:
0 Vaus,5 Vein
Die Buchsen 11 und 12 dienen außerdem als Eingänge für Pedal A und Pedal B, sodass die Ausgänge 11, 12, 23 und 24 mit den Pedalen geteilt werden.
Warnung: Die CV-Ausgänge sind im Energiesparmodus deaktiviert. Versorge Erae 2 über das mitgelieferte Netzteil, um sie zu nutzen (siehe Erste Schritte).
Ausgangsmodi
Jeder CV-Ausgang führt eine Art von Signal, festgelegt in der Elementkonfiguration:
Pitch (1 V/Okt.): Der Ausgang folgt dem 1-V/Oktave-Standard, mit MIDI-Note 0 bei -3 V. Das mittlere C (MIDI-Note 60, C3) gibt 2 V aus, und jeder Halbton entspricht 1/12 V (etwa 83,3 mV). Der Pitch Bend des Keys ist in der Spannung enthalten. Der gesamte MIDI-Notenbereich passt in den Ausgangsbereich.
Gate: Der Ausgang liegt bei 0 V, wenn keine Note gehalten wird, und bei 5 V, solange eine Note gehalten wird. Gate Mode kann Gate (hoch, solange die Note gehalten wird), Trig (ein kurzer Puls bei jedem Notenbeginn, 25 bis 250 ms) oder Retrig (wie Gate, mit einem kurzen Abfall bei jeder neuen Note, damit Hüllkurven neu starten) sein. Ein optionales Gate Delay (0 bis 5 ms) verzögert das Gate, damit sich die Tonhöhe zuerst einschwingt.
Kontinuierliche Steuerung: Der Ausgang führt eine Spannung proportional zu einem Wert wie der Faderposition, dem Fingerdruck oder der Slide-Position. Standardmäßig wird der Wert auf 0 V bis 5 V abgebildet; du kannst die minimale und maximale Spannung innerhalb des Ausgangsbereichs festlegen.
Tipp: Ein Gate-Ausgang gefolgt von einem Pitch-Ausgang ergibt ein klassisches Paar aus Gate und V/Okt., um einen monophonen analogen Synthesizer anzusteuern.
CV-Zuweisung pro Element
CV-Ausgänge werden in der Elementkonfiguration in Erae Lab zugewiesen, im Abschnitt Control Voltage:
- Enable: schaltet CV für das Element ein.
- Output: der erste vom Element verwendete CV-Ausgang.
- Num voice: bei Keyboards die Anzahl gleichzeitiger CV-Stimmen (Polyfonie),
1bis15.
Jede Stimme belegt einen Ausgang pro aktiviertem Signal, in dieser Reihenfolge: Gate, 1V / Oct, CV Velocity, CV Pressure, CV X abs, CV Y abs, CV X rel, CV Y rel. Die Stimmen folgen aufeinander: Die zweite Stimme beginnt auf dem Ausgang nach dem letzten Ausgang der ersten Stimme.
Beispiel: Mit aktiviertem Gate und 1V / Oct, Output 1 und Num voice 4 führen die Ausgänge 1 und 2 Gate und Tonhöhe der ersten Stimme, die Ausgänge 3 und 4 die der zweiten Stimme und so weiter bis Ausgang 8. Noten werden beim Spielen freien Stimmen zugewiesen.
Tipp: Für ein vierstimmiges Patch aktivierst du Gate und 1V / Oct, setzt Num voice auf
4und verbindest die vier Pitch-Ausgänge mit vier VCOs und die vier Gate-Ausgänge mit vier Hüllkurvengeneratoren.
Zusätzliche CV-Ausgänge pro Stimme
Über das zentrale Paar aus Gate und Pitch hinaus kann jede Keyboard-Stimme Expression als CV ausgeben. Jeder aktivierte Datenstrom belegt einen weiteren Ausgang pro Stimme:
| Ausgang | Beschreibung |
|---|---|
| CV Velocity | Anschlagsstärke der Note (Standard 0 V bis 5 V) |
| CV Pressure | Kontinuierlicher Fingerdruck (Standard 0 V bis 5 V) |
| CV X abs | Horizontale Fingerposition innerhalb des Keys (Standard 0 V bis 5 V) |
| CV Y abs | Vertikale Fingerposition innerhalb des Keys (Standard 0 V bis 5 V) |
| CV X rel | Horizontale Bewegung ab der Aufsetzposition des Fingers, ausgehend von einem Anfangswert (Standard 2,5 V) |
| CV Y rel | Vertikale Bewegung ab der Aufsetzposition des Fingers, ausgehend von einem Anfangswert (Standard 2,5 V) |
Mit allen acht aktivierten Signalen belegt eine Stimme 8 Ausgänge, sodass die 24 Ausgänge höchstens drei solcher Stimmen aufnehmen. Plane die Zuteilung über alle Elemente eines Layouts. Erae Lab warnt dich, wenn sich Ausgänge überschneiden, verhindert es aber nicht.
Andere Elemente bieten diese CV-Ausgänge:
- Fader 1D: Pressure und Y abs.
- Fader 2D: Pressure, X abs und Y abs.
- Button (Note): Gate und 1V / Oct.
- Button (Control Voltage): ein Ausgang mit einer On- und einer Off-Spannung.
- Pedale: Gate-, Velocity- oder kontinuierliche Ausgänge, je nach Pedaltyp.
Tipp: Nutze CV Pressure, um einen VCA für notengenaue Dynamik vollständig in der Modulardomäne anzusteuern, und CV X rel, um die Vibratotiefe zu steuern.
Eurorack-Schnellstart
Einrichtung der ersten Stimme (Pitch + Gate)
- Wähle in Erae Lab ein Keygrid-Element aus und aktiviere Control Voltage, mit eingeschaltetem Gate und 1V / Oct und Num voice auf
1. - Setze Output auf
1. Ausgang 1 führt das Gate und Ausgang 2 die Tonhöhe. - Verbinde Ausgang 1 mit dem Gate-Eingang deines Hüllkurvengenerators.
- Verbinde Ausgang 2 mit dem V/Okt.-Eingang deines VCO.
- Spiele eine Note: Der VCO folgt der Tonhöhe mit 1 V/Oktave, und die Hüllkurve wird bei jeder Note ausgelöst.
Die Ausgänge 1 und 2 liegen an den Buchsen 1 und 2 (Tip). Mit einem Splitterkabel führt Buchse 1 auf ihrem Ring außerdem Ausgang 13.
USB-Host-MIDI zu Eurorack
Verbinde ein USB-MIDI-zu-CV-Modul (z. B. Expert Sleepers FH-2 oder Intellijel uMIDI) mit dem Anschluss Synth (USB Host) von Erae 2 und route Elemente an USB Host. Konfiguriere das Modul so, dass es MIDI von Erae 2 empfängt und in CV umwandelt. Dieser Weg ergänzt die nativen CV-Ausgänge von Erae 2 für höhere Polyfonie.
CV Clock mit 24 ppqn
- Öffne Settings > CV Clock.
- Schalte CV Clock ein.
- Setze Beat Division auf
24 ppqn. - Setze Clock Output auf einen ungenutzten Ausgang (z. B. Ausgang 3).
- Verbinde Ausgang 3 mit dem Clock-Eingang deines getakteten Moduls oder Clock-Teilers.
- Verbinde den nächsten Ausgang (hier 4), den Reset Output, mit dem Reset-Eingang des Moduls.
Empfohlene Eurorack-Modulkonfigurationen
| Anwendungsfall | Empfohlenes Modul |
|---|---|
| MIDI-zu-CV-Wandlung (mehrstimmig) | Expert Sleepers FH-2 |
| MIDI zu CV (einstimmig, einfach) | Intellijel uMIDI |
| V/Okt. + Gate mit hoher Polyfonie | Mutable Instruments Yarns |
| Direktes Erae 2 CV ohne MIDI-Brücke | Native CV-Ausgänge (Ausgänge 1 bis 24) |
Kalibrierung
Die CV-Ausgänge werden bei Embodme werkseitig kalibriert. Wenn du Fehler beim Tonhöhen-Tracking bemerkst, kannst du die Kalibrierung erneut durchführen:
- Zieh alle CV-Stecker und Pedale ab.
- Versorge Erae 2 über das mitgelieferte Netzteil.
- Wähle in Settings den Eintrag Run CV calib.
- Die Kalibrierung dauert mehrere Minuten, und Erae 2 startet danach automatisch neu.
Nach der Kalibrierung kannst du die Tonhöhenskalierung mit CV Gain (cent/oct) in Settings feinabstimmen.
Tipp: Führe die Kalibrierung bei normaler Betriebstemperatur des Geräts durch, nach einigen Minuten Gebrauch, um die genauesten Ergebnisse zu erzielen.
CV-Clock-Ausgang
Der CV-Clock-Ausgang sendet einen Clock-Puls auf einem der CV-Ausgänge, synchronisiert zum Projekttempo. Dies ist eine Einstellung auf Projektebene: Sie gilt für alle Layouts und nicht für ein bestimmtes Element.
Zugriff auf die CV-Clock-Einstellungen
Drücke die Taste Settings auf der Vorderseite und wähle dann CV Clock. Der Bildschirm CV CLOCK wird geöffnet.
CV-Clock-Parameter
CV Clock: Ein/Aus-Schalter für den Clock-Ausgang. Standardmäßig aus. Wenn eingeschaltet, sind der Clock- und der Reset-Ausgang für die Clock reserviert.
Beat Division: die Pulsrate relativ zum Projekttempo. Verfügbare Werte:
| Wert | Beschreibung |
|---|---|
1 ppqn | Ein Puls pro Viertelnote (1 Clock pro Schlag) |
2 ppqn | Zwei Pulse pro Viertelnote |
4 ppqn | Vier Pulse pro Viertelnote (einer pro Sechzehntelnote), der Standard |
8 ppqn | Acht Pulse pro Viertelnote |
24 ppqn | Standard-MIDI-Clock-Rate (24 pro Viertelnote) |
48 ppqn | Hochauflösende Clock, 48 pro Viertelnote |
24 ppqn ist die Standard-MIDI-Clock-Rate. Verwende 4 ppqn für Trigger auf Sechzehntelnoten oder 1 ppqn für einen Trigger im Schlagrhythmus.
Tipp: Viele Eurorack-Module erwarten eine
24 ppqn- oder48 ppqn-Clock. Verbinde den CV-Clock-Ausgang von Erae 2 direkt mit dem Clock-Eingang des Moduls: Ein Clock-Teiler-Modul ist nicht erforderlich.
Clock Output: der CV-Ausgang, der den Clock-Puls führt. Bereich: 1 bis 23.
Reset Output: schreibgeschützt, immer der Ausgang direkt nach dem Clock Output. Er sendet einen Reset-Puls, um Module am Pattern-Start ausgerichtet zu halten. Er kann nicht deaktiviert oder separat zugewiesen werden.
Tipp: Verbinde Clock mit dem Clock-Eingang des Moduls und Reset mit dessen Reset-Eingang: Erae 2 hält beide am internen Pattern-Start ausgerichtet.
Tipp: Die CV-Clock läuft weiter, solange die Projekt-Clock läuft, unabhängig davon, welches Layout aktiv ist. So kannst du Layouts mitten in einer Performance umschalten, ohne die Modular-Clock zu unterbrechen.
Kapitel 11: LCD-Oberfläche
Erae 2 verfügt über ein Farb-LCD mit 280 × 240 px. Du navigierst durch jeden Bildschirm mit dem Drehencoder und seinem Druckschalter, zusammen mit den in Kapitel 12 beschriebenen Panel-Tasten. Beim Einschalten zeigt das LCD kurz die Firmware-Version an, bevor der Home-Bildschirm erscheint.
11.1 Encoder-Navigationsmodell
| Geste | Aktion |
|---|---|
| Drehen | Bewegt die Fokus-Hervorhebung durch die Elemente auf dem Bildschirm |
| Kurzer Druck | Bestätigt eine Auswahl, öffnet einen Unterbildschirm oder schaltet einen Schalter um |
Bei Wertzeilen (Zahlen und Listen wie Skala, Rate oder Style) wechselt ein kurzer Druck in den Bearbeitungsmodus: Das Drehen ändert dann den Wert. Ein zweiter kurzer Druck bestätigt und verlässt den Bearbeitungsmodus.
Tipp: Drücke Return, um einen Bildschirm zu verlassen. Von einem Unterbildschirm der Settings (Pedal, Routing, CV Clock, Velocity Curve, Save, Load) kehrt es zu Settings zurück; von Settings, Mapping, Scale, Arpeggiator und Custom Scales kehrt es zum Home-Bildschirm zurück.
11.2 Home-Bildschirm

Der Home-Bildschirm ist der Standardzustand des LCD. Er zeigt den Looper des aktiven Layouts:
- Looper-Kreis: ein Kreisbogen, der die Wiedergabeposition innerhalb des Loops anzeigt. Die Zahl in der Mitte ist die Looper-Nummer, also die Nummer des aktiven Layouts (jedes Layout hat seinen eigenen Looper). Der Bogen ändert seine Farbe, wenn dieser Looper stummgeschaltet ist.
- Length: die Loop-Länge in Schritten (Sechzehntelnoten), von
1bis256. - Quantize Grid: das Quantisierungsraster des Loopers (
Off,1/16,1/12,1/8und so weiter). - Tempo: das Projekttempo in BPM, gemittelt, um Schwankungen einer externen Clock zu glätten. Das Tempo lässt sich hier nur bearbeiten, wenn Clock source auf
INTsteht.
Drehe den Encoder, um Length, Quantize Grid oder Tempo hervorzuheben, und drücke ihn, um den hervorgehobenen Wert zu bearbeiten. Während Length bearbeitet wird, verdoppelt Plus den Wert und Minus halbiert ihn. Während Tempo bearbeitet wird, verdoppelt Plus das Tempo und Minus halbiert es.
Ein Druck auf Return auf dem Home-Bildschirm entfernt die zuletzt aufgenommene Looper-Ebene.
Layouts werden mit den Panel-Tasten N1 bis N8 gewechselt. Es gibt keinen LCD-Bildschirm zur Layout-Auswahl.
Ein kleines oranges Abzeichen mit einem Symbol einer SD card wird oben links ein- und ausgeblendet, jedes Mal wenn das Gerät dein Projekt automatisch speichert.
11.3 Einstellungsmenü

Drücke die Taste Settings, um das Einstellungsmenü zu öffnen, eine vertikal scrollende Liste. Drücke erneut Settings oder Return, um zum Home-Bildschirm zurückzukehren. Drehe, um eine Zeile hervorzuheben, und drücke kurz, um sie zu aktivieren. Die Zeilen in ihrer Reihenfolge:
Projekt: Save (zeigt den Namen des aktuellen Projekts), Save As, Load.
Global: Brightness (5% bis 100%), Sensitivity (Liste).
Projekteinstellungen: Tempo (1 bis 999 BPM), Clock source (INT, USB-dev, MIDI, USB-host), Metronome (Schalter), CC on layout change (Schalter).
Unterbildschirme: Velocity Curve, Pedal A, Pedal B, Custom Scales, Routing, CV Clock.
Sicherung und Werkszustand: Save Backup Project, Load Backup Project, Load Factory Project.
Kalibrierung und System: Kalibrierungsstatus des Encoders (schreibgeschützt), CV-Kalibrierungsstatus (schreibgeschützt), CV Gain (cent/oct) (-50 bis +50), Run CV calib, MIDI 2.0: ON/OFF, Format SD Card & Reboot.
Save, Save As und Load sind ausgegraut, wenn keine SD card eingebunden ist. Im Demo-Modus lautet der Titel DEMO MODE, und die Liste ist auf Reset Demo, Brightness, Sensitivity, Tempo, Clock source und Metronome reduziert.
Jede Einstellung wird in Kapitel 15 beschrieben.
11.4 Arpeggiator-Einstellungsbildschirm

Wähle ein Keyboard-Element aus und drücke dann Arp: Der Arpeggiator dieses Elements wird ein- oder ausgeschaltet, und dieser Bildschirm öffnet sich. Um den Bildschirm zu öffnen, ohne den Arpeggiator ein- oder auszuschalten, halte Settings gedrückt und drücke Arp.
| Parameter | Typ | Werte |
|---|---|---|
| Rate | Liste | 1/32, 1/16, 1/8, 1/4, 1/2, 1/1, Pressure |
| Style | Liste | Up, Down, UpDown, UpAndDown, Random |
| Octave | Zahl | 0 bis 8 |
| Pressure | Zahl | 0% bis 100%, in Schritten von 10 (Fingerdruck zu Velocity) |
| Quantize | Schalter | Bindet den Arpeggiator an die Projekt-Clock |
Änderungen werden sofort wirksam. Siehe Kapitel 8 zum Verhalten der einzelnen Parameter.
11.5 Skalen- / Tonart-Auswahl

Der Skalen-Bildschirm bearbeitet die Skala eines Keyboard-Elements. Halte Scale gedrückt: Alles außer dem fokussierten Element wird gedimmt, und eine Berührung eines Elements wählt es aus, statt es zu spielen. Lass Scale los, um den Bildschirm für das ausgewählte Element zu öffnen. Drücke erneut Scale, um ihn zu schließen.
Die Titelzeile zeigt nur SCALE. Darunter hat der Bildschirm:
- Skalenliste (volle Breite): die Werksskalen, gefolgt von deinen eigenen Skalen und einem Eintrag NEW SCALE, wenn das Keyboard eine eigene Skala aufnehmen kann. Wähle sie aus und drehe dann den Encoder, um zu blättern.
- Werte ROOT und OCTAVE: Grundton
CbisB, Oktave-2bis8. - Schalter GLOBAL und OFFSCALE (Keygrids): OFFSCALE zeigt oder verbirgt die Halbtöne außerhalb der Skala. Wenn GLOBAL eingeschaltet ist, folgt das Keyboard der globalen Skala des Projekts: Eine Änderung der Skala auf einem beliebigen Keyboard mit eingeschaltetem GLOBAL ändert sie auf allen. Grundton und Oktave bleiben immer pro Element.
Drehe den Encoder, um die Markierung in dieser Reihenfolge zu bewegen: Skala, Grundton, Oktave, GLOBAL, OFFSCALE. Klicke auf einen Wert, um ihn zu bearbeiten, drehe, um ihn zu ändern, und klicke erneut, um zu bestätigen. Klicke auf einen Schalter, um ihn umzulegen.
Elementspezifisches Verhalten:
- Iso Keyboard: Alle Bedienelemente sind verfügbar. Eigene Skalen erscheinen nur dann in der Liste, wenn MPE auf dem Keyboard aktiviert ist.
- Chroma Keyboard: nur Skalenliste, ROOT und OCTAVE. Die Skala ändert die Tasteneinfärbung; das chromatische Layout bleibt. Es gibt kein Bedienelement OFFSCALE oder GLOBAL.
- Drumpad: die Listen ROOT und OCTAVE nebeneinander und ein Schalter GLOBAL; es gibt keine Skalenliste.
Die Auswahl von NEW SCALE und ein Druck auf den Encoder öffnen den Editor für eigene Skalen (siehe 11.16).
Tipp: Verwende die Werte ROOT und OCTAVE, um ein Iso Keyboard schnell zu transponieren, ohne das Layout in Erae Lab zu bearbeiten.
11.6 Info-Bildschirm (Status-Overlay)
Ein Meldungsbildschirm, der automatisch erscheint, um einen Zustand zu melden. Project Saved verschwindet nach zwei Sekunden; die anderen Meldungen bleiben, bis du eine beliebige Panel-Taste oder den Encoder drückst. Die Meldungen sind:
| LCD-Meldung | Bedeutung |
|---|---|
Please insert microSD card and reboot | Beim Start wurde keine nutzbare SD card gefunden |
Project Saved | Eine Speicherung im Sicherungs-Slot wurde abgeschlossen |
Low Power (Low brightness, CV, MIDI B, Metronome disabled) | Das Netzteil ist nicht stark genug für den vollen Betrieb |
SD Read/Write error | Die SD card selbst ist ausgefallen |
Project corrupted (Loaded factory default) | Ein Projekt konnte nicht gelesen werden, und stattdessen wurde das Werksprojekt geladen |
Project read failed (File may be corrupted) | Eine Projektdatei konnte nicht gelesen werden |
Project save failed (Please try again) | Ein Speichervorgang wurde nicht abgeschlossen |
Project file not found | Das angeforderte Projekt fehlt auf der SD card |
Legacy project Please connect ERAE Lab | Es wurden Projekte einer älteren Firmware gefunden; Erae Lab konvertiert sie. Die Meldung schließt sich von selbst, sobald Erae Lab beginnt, das konvertierte Projekt zu senden |
Wenn die SD card kein lesbares Dateisystem hat, fragt ein Bestätigungsbildschirm No filesystem found Format SD card? (Kein Dateisystem gefunden. SD card formatieren?). Die Wahl von Yes formatiert die Karte und startet Erae neu.
11.7 Routing-Bildschirm

Erreichbar über Settings -> Routing. Eine Liste von Ein/Aus-Schaltern, die eingehendes MIDI von einem Port an einen anderen weiterleiten:
MIDI -> USB Host, USB Device, MIDI A, MIDI B USB Device -> USB Host, MIDI A, MIDI B USB Host -> USB Device, MIDI A, MIDI B
Drücke kurz auf einen Schalter, um ihn umzuschalten. Das Routing wird mit dem Projekt gespeichert.
Tipp: Durch Aktivieren von MIDI -> USB Device kann Erae 2 als MIDI-Merger zwischen einem Hardware-Synthesizer und deiner DAW fungieren, ohne zusätzliche Software.
11.9 CV-Clock-Bildschirm

Erreichbar über Settings -> CV Clock.
| Parameter | Typ | Beschreibung |
|---|---|---|
| CV Clock | Schalter | Schaltet den CV-Clock-Ausgang ein oder aus |
| Beat Division | Liste | 1 ppqn, 2 ppqn, 4 ppqn, 8 ppqn, 24 ppqn, 48 ppqn |
| Clock Output | Zahl | CV-Ausgang, der die Clock-Pulse führt (1 bis 23) |
| Reset Output | Schreibgeschützt | Immer der Ausgang direkt nach dem Clock Output (2 bis 24) |
Tipp: Stelle Beat Division auf
24 ppqn, um ein Eurorack-Modul zu takten, das eine Standard-Clock mit 24 ppqn erwartet.
11.10 Konfiguration des Pedaleingangs

Erreichbar über Settings -> Pedal A oder Pedal B. Der Bildschirmtitel lautet PEDAL A oder PEDAL B.
Global Enable (Schalter) wird immer angezeigt. Wenn er eingeschaltet ist, wählt Type den Pedalmodus: Disabled, Switch, Expressive, Sustain, Kick. Die übrigen Zeilen erscheinen je nach Typ:
- Switch: Out Routing, Latched, Channel, Message (
Note,CC,PC,Tap Tempo), dann die Note, die CC-On- und Off-Werte oder die Programm-On- und Off-Werte für diese Nachricht, sowie CV Enable mit seinem CV-Ausgang und seiner On- und Off-Spannung. - Expressive: Out Routing, Calibrate, Channel, CC Type (
CC,RPN,NRPN,CC14bit), CC Number, Invert, CV Enable. - Sustain: Mode (
BinaryoderContinuous). Binary zeigt Out Routing, Latched, Channel, CC Type, CC Number, On Value, Off Value, CV Enable. Continuous zeigt Out Routing, Calibrate, Channel, CC Type, CC Number, Invert, CV Enable. - Kick: Out Routing, Calibrate, Channel, Note, Velocity Sens, Note Duration (
25ms,50ms,100ms,200ms), Impact Thresh, CV Gate (Gate-Ausgang sowie On- und Off-Spannung) und CV Velocity (Velocity-Ausgang sowie minimale und maximale Spannung).
Out Routing öffnet den Element-Routing-Bildschirm für das Pedal (siehe 11.12). Calibrate öffnet den Kalibrierungsassistenten.
11.10.1 Bestätigungsdialog zum Formatieren der SD card
Wenn du im Einstellungsmenü Format SD Card & Reboot wählst, fragt ein Bestätigungsbildschirm Format SD card? (Erae will reboot) (SD card formatieren? Erae startet neu):
- Yes: formatiert die SD card und startet das Gerät neu.
- No: bricht ab und kehrt zum Einstellungsmenü zurück.
Die Zeile MIDI 2.0 verwendet dieselbe Art von Bestätigung, bevor sie Erae neu startet.
11.10.2 Kalibrierungsassistent für den Pedaleingang

Ein schrittweiser Assistent, erreichbar über Calibrate auf dem Pedal-Bildschirm:
- Expressive und Sustain Continuous: Willkommen, dann Capture Min (Pedal vollständig losgelassen, Fersenposition), dann Capture Max (Pedal vollständig gedrückt, Zehenposition). Ist der Bereich zu klein, meldet der Assistent einen Fehler und bietet Retry an.
- Kick: Willkommen, dann Capture mit dem Pedal in Ruhe, dann mindestens 3 leichte Antipper, dann mindestens 3 kräftige Kicks. Sind die kräftigen Kicks nicht deutlich stärker als die leichten Antipper, meldet der Assistent einen Fehler und bietet Retry an.
Nach Abschluss der Kalibrierung wird das Ergebnis auf dem Gerät gespeichert.
11.11 Editor für die Velocity-Kurve

Erreichbar über Settings -> Velocity Curve. Ein Live-Kurvendiagramm zeigt, wie der Fingerdruck auf die MIDI-Velocity abgebildet wird. Vier numerische Schaltflächen verlaufen am linken Rand; der Bildschirm zeigt nur die Werte, ohne Beschriftung, merk dir also ihre Reihenfolge von oben nach unten:
| Position | Parameter | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1 (oben) | Threshold | Wie viel Kontakt erforderlich ist, bevor die Velocity zu steigen beginnt |
| 2 | Drive | Biegt die Kurve: Über 50 erreichen leichtere Berührungen höhere Velocity-Werte, unter 50 musst du fester drücken |
| 3 | Compand | Erweitert oder komprimiert die Mitte des Dynamikbereichs (50 ist neutral) |
| 4 | Range | Allgemeine Empfindlichkeit: Höhere Werte benötigen weniger Druck für die volle Velocity. Keine Velocity-Obergrenze |
Drehe den Encoder, um die Hervorhebung durch die vier Werte und den Reset-Pfeil zu bewegen; klicke zum Bearbeiten, danach addiert oder subtrahiert jeder Encoder-Klick 5 (Werte reichen von 0 bis 95). Der Pfeil Reset stellt die Werkseinstellungen (0, 50, 50, 70) wieder her. Das Diagramm wird bei Änderung der Parameter live neu gezeichnet; seine horizontale Achse ist zur besseren Lesbarkeit gezoomt, lies sie also nicht als absoluten Druck. Return kehrt zu Settings zurück.
Tipp: Ein hoher Threshold in Kombination mit einem niedrigen Range lässt die Oberfläche eher wie eine traditionelle Tastatur wirken: Gezielter Druck ist erforderlich, bevor Noten registriert werden, und ein festerer Anschlag ist für hohe Velocity-Werte nötig.
11.11b Sequencer-Bildschirme
Während der Step-Sequenzer aktiv ist, zeigt das LCD den Sequencer-Bildschirm (Lane-Header, vollständige Pattern-Karte und Division/Length-Footer), und die Taste Settings öffnet das Menü Sequencer Settings anstelle der globalen Settings. Beide Bildschirme werden im Kapitel Step-Sequenzer beschrieben.
11.12 Element-Routing-Bildschirm

Der Bildschirm OUTPUT ROUTING wählt, welche MIDI-Ausgänge Daten vom fokussierten Element oder Pedal erhalten. Du erreichst ihn über Out Routing auf dem Mapping-Bildschirm oder auf einem Pedal-Bildschirm.
USB Device Out, MIDI Out A, MIDI Out B, USB Host Out: Jede Kombination kann gleichzeitig eingeschaltet sein. Änderungen werden sofort wirksam.
11.13 Mapping-Bildschirm

Der Mapping-Bildschirm bearbeitet die MIDI- und CV-Parameter eines Elements. Halte Mapping gedrückt: Alles außer dem fokussierten Element wird gedimmt, und eine Berührung eines Elements wählt es aus, statt es zu spielen. Lass Mapping los, um den Bildschirm für das ausgewählte Element zu öffnen. Drücke erneut Mapping, um ihn zu schließen. Die Parameter hängen vom Elementtyp ab:
- Button: Button-Typ (Note, Control Change, Program Change, Tap Tempo, CV), Kanal, Note, Latch, CC- und Programmwerte mit optionaler Bank, CV-Ausgangseinstellungen.
- Fader 1D / Fader 2D: CC, Standardwert, Mitte, Minimum und Maximum für jede Achse (2D fügt die X-Achse hinzu), optionaler Druck-CC, CV-Ausgänge.
- Key: absolute und relative X- und Y-CCs, Pitch-Bend-Bereich, Druckeinstellungen, CV-Ausgänge.
- Keyboard: Kanal, MPE, Pitch-Bend-Bereich, Glissando, Slide (CC74), Druck, X- und Y-CCs, Zeilenversatz und der CV-Abschnitt (Pitch, Gate und optionale Expression-Ausgänge).
Jeder Elementtyp zeigt außerdem seine Übertragungsgruppe. Eine Schaltfläche Out Routing am unteren Rand öffnet den Element-Routing-Bildschirm für dieses Element.
11.15 Bildschirme Save / Save As / Load

Erae speichert deine Arbeit automatisch: Kurz nachdem du etwas geändert hast, wird das aktuelle Projekt auf die SD card geschrieben (das SD-Abzeichen erscheint oben links). Die Projekteinträge in Settings decken den übrigen Lebenszyklus des Projekts ab:
- Save: schreibt das aktuelle Projekt in seinen Eintrag auf der SD card. Hat das Projekt noch keinen SD-Eintrag (ein Sicherungs- oder Werksprojekt), öffnet sich stattdessen Save As.
- Save As: öffnet die Liste
SAVE AS: + CREATE NEW, gefolgt von den Projekten auf der SD card, das aktuelle mit*markiert. Wähle einen Eintrag, um das Projekt zu benennen: Auf der Spieloberfläche erscheint eine Buchstabentastatur, vorausgefüllt mit dem gewählten Namen. Tippe auf der Oberfläche, drehe den Encoder rückwärts, um ein Zeichen zu löschen, oder vorwärts, um ein Leerzeichen einzufügen, drücke den Encoder zum Bestätigen oder Return zum Abbrechen. - Load: öffnet die Liste
LOAD PROJECT. Ein kurzer Druck auf ein Projekt lädt es; es ersetzt das aktuelle Projekt. - Save Backup Project: schreibt das aktuelle Projekt in den internen Sicherungs-Slot.
Project Savedbestätigt dies. - Load Backup Project: lädt den Sicherungs-Slot. Wenn eine SD card eingebunden ist, wird es außerdem als
Backup,Backup_2und so weiter auf der SD card gespeichert. - Load Factory Project: lädt das Werksprojekt als temporäres Projekt ohne SD-Eintrag, bis du es speicherst.
Sicherungs- und Werksprojekte haben keinen SD-Eintrag, bis du sie speicherst; sie werden daher weder automatisch gespeichert noch mit Erae Lab synchronisiert, bis du Save oder Save As verwendest.
Tipp: Prüfe vor dem Laden des Werksprojekts oder der Sicherung, dass das Projekt, das du gespielt hast, einen SD-Eintrag hat (sein Name erscheint neben Save), damit es bereits sicher auf der Karte liegt.
11.16 Bildschirme für eigene Skalen

Settings -> Custom Scales listet deine eigenen Skalen auf, gefolgt von + Create scale (solange Platz ist), Save scales und Load scales. Wähle eine Skala, um sie zu bearbeiten, oder + Create scale, um eine neue zu beginnen.
Der Editor (NEW SCALE oder EDIT SCALE) listet von oben diese Zeilen:
- Name: öffnet die Buchstabentastatur.
- Octave ratio: das Intervall, in dem sich die Skala wiederholt (
2.00ist eine Oktave). - Divisions:
Freefür beliebige Verhältnisse oder eine gleichstufige Teilung des Oktavverhältnisses (zum Beispiel12 ED). Die Änderung wird wirksam, wenn du per Klick die Bearbeitung verlässt. - Root:
SemitoneoderFrequency; das bestimmt die nächste Zeile. Auch das wird wirksam, wenn du per Klick die Bearbeitung verlässt. - Root Offset (Halbtonversatz zum Grundton des Elements) oder Root Freq (absolute Frequenz in Hz).
- Ein Abschnitt DEGREES, CENTS ABOVE ROOT mit einer Zeile pro Stufe, die jeweils ihre Tonhöhe in Cent über dem Grundton zeigt.
- + Add degree (bei gleichstufigen Skalen ausgeblendet), Load Template (integrierte Stimmungen wie reine Stimmung Dur, pythagoreisch oder Bohlen-Pierce) und Delete (als
In useangezeigt und deaktiviert, solange ein Keyboard die Skala verwendet).
Klicke auf eine Stufe, um ihre Seite zu öffnen: Ratio, Semitone, Cents (0 bis 99 innerhalb des Halbtons) und Delete degree. Bei einer gleichstufigen Skala macht das Bearbeiten einer Stufe die Skala zu einer freien Skala. Return führt zum Editor zurück, mit der Zeile dieser Stufe markiert.
Skalen werden etwa 2 Sekunden nach der letzten Bearbeitung automatisch gespeichert, und sofort, wenn du den Editor verlässt.
Eine eigene Skala kann nur einem Iso Keyboard mit aktiviertem MPE zugewiesen werden. Das Erstellen und Verwalten eigener Skalen in Erae Lab, einschließlich des Imports von Scala-Dateien, wird im Kapitel über eigene Skalen im Erae Lab Handbuch behandelt.
Kapitel 12: Schalter & Encoder
Erae 2 bietet dir direkte physische Kontrolle über 18 Schalter am Bedienfeld mit RGB-LED-Anzeigen und einen Drehencoder mit Druckschalter, alle rund um das LCD angeordnet. Mit diesen Bedienelementen wechselst du Layouts, steuerst Looper und Sequenzer und navigierst durch die LCD-Menüs, ohne die Spieloberfläche zu berühren.
Die Schalter am Bedienfeld
Das Bedienfeld verfügt über 18 Schalter mit jeweils eigener LED: acht nummerierte Schalter und zehn Funktionsschalter.
Nummerierte Schalter (N1 bis N8)
Acht Schalter mit der Beschriftung N1 bis N8 wählen die acht Layouts des aktuellen Projekts. Drücke einen davon, um die gesamte Spieloberfläche auf dieses Layout umzuschalten. Jedes Layout hat außerdem seinen eigenen Looper, und die nummerierten Schalter dienen in Kombination mit anderen Schaltern zugleich als Looper-Steuerung (siehe Schalterkombinationen).
Tipp: Leg die Layouts, zwischen denen du am häufigsten wechselst, nebeneinander, sodass eine einzige Daumenbewegung deine gesamte Spieloberfläche wechselt.
Funktionsschalter
| Schalter | Funktion |
|---|---|
| Play/Rec | Startet die Clock, wenn sie bei interner Clock gestoppt ist. Schaltet andernfalls die Looper-Aufnahme scharf oder unscharf (im Sequenzer-Modus die Aufnahme in den Sequenzer) |
| Stop | Stoppt Clock und Wiedergabe |
| Plus | Verschiebt das ausgewählte Element um eine Oktave nach oben. Auf dem Home-Bildschirm verdoppelt er die Loop-Länge oder das Tempo, das du gerade bearbeitest |
| Minus | Verschiebt das ausgewählte Element um eine Oktave nach unten. Auf dem Home-Bildschirm halbiert er die Loop-Länge oder das Tempo, das du gerade bearbeitest |
| Scale | Halten, um ein Element durch Berühren auszuwählen, loslassen, um dafür den Skalen-Bildschirm zu öffnen |
| Sequencer | Betritt oder verlässt den Step-Sequenzer; außerdem der Halte-Modifikator für Sequenzer-Shortcuts (siehe Kapitel 9) |
| Mapping | Halten, um ein Element durch Berühren auszuwählen, loslassen, um dafür den Mapping-Bildschirm zu öffnen |
| Arp | Schaltet den Arpeggiator des ausgewählten Keyboards ein oder aus und öffnet den Arpeggiator-Bildschirm |
| Settings | Öffnet oder schließt das Einstellungsmenü |
| Return | Verlässt den aktuellen Bildschirm. Auf dem Home-Bildschirm entfernt er die zuletzt aufgenommene Looper-Ebene |
Play/Rec und Stop bringen das LCD außerdem zum Home-Bildschirm (oder zum Sequencer-Bildschirm) zurück. Auf einem LivePad-Element (Clip-Steuerung für Ableton Live) zoomen Plus und Minus, und Arp wechselt zyklisch den LivePad-Modus.
Der Encoder
Erae 2 verfügt über einen einzelnen Drehencoder neben dem LCD. Er ist das zentrale Bedienelement zum Navigieren durch Menüs und Eingeben von Werten.
Scrollen
Drehe den Encoder, um durch Listeneinträge zu blättern, Werte zu ändern oder zwischen Elementen auf dem Bildschirm zu wechseln. Jede Raste bewegt sich um genau einen Schritt; der Encoder beschleunigt nicht.
Tipp: Für große Tempoänderungen bearbeitest du Tempo auf dem Home-Bildschirm: Plus verdoppelt es und Minus halbiert es, anschließend feinjustierst du mit dem Encoder.
Klicken
Drücke den Encoder, um das hervorgehobene Element zu bestätigen: Er öffnet einen Unterbildschirm, schaltet einen Schalter um oder wechselt bei einem Wert in den Bearbeitungsmodus und wieder heraus.
Return-Schalter
Return verlässt den aktuellen Bildschirm. Von einem Unterbildschirm der Settings (Pedal, Routing, CV Clock, Velocity Curve, Save, Load) kehrt er zum Einstellungsmenü zurück. Vom Einstellungsmenü, vom Mapping-, Skalen- und Arpeggiator-Bildschirm kehrt er zum Home-Bildschirm zurück, der den Looper des aktiven Layouts und das aktuelle Tempo anzeigt.
Shift-Kombinationen
Halte einen Schalter gedrückt und drücke einen anderen, um diese Funktionen zu erreichen:
| Kombination | Aktion |
|---|---|
| Return + N1 bis N8 | Die Loops dieser Layouts löschen |
| Return (gehalten) + N1 bis N8 | Nach Bestätigung den Loop und alle acht Sequencer-Patterns dieser Layouts löschen |
| Play/Rec + N1 bis N8 | Die Stummschaltung des Loopers dieses Layouts aufheben |
| Stop + N1 bis N8 | Den Looper dieses Layouts stummschalten |
| Settings + Arp | Den Arpeggiator-Bildschirm öffnen, ohne den Arpeggiator ein- oder auszuschalten |
Der Schalter Sequencer hat eigene Kombinationen (Pattern-Wechsel, Tap Tempo, Zoom, Löschen einer Spur), die in Kapitel 9 beschrieben sind.
Kapitel 13: LED-Feedback
Die Oberfläche des Erae 2 ist von einem Raster aus 42 × 24 vollfarbigen RGB-LEDs bedeckt: 1.008 einzeln ansteuerbare Pixel, die deine Layouts zum Leben erwecken. Jeder Elementtyp hat seine eigene visuelle Sprache, und Berührungen erzeugen unmittelbares Feedback, sodass du stets weißt, dass die Oberfläche reagiert.
Das RGB-Farbsystem
Jede LED zeigt 8-Bit-Farbe pro Kanal (Rot, Grün, Blau). Die Firmware wendet eine kanalweise Farbkalibrierung an, damit die in Erae Lab gewählten Farben auf der Oberfläche natürlich und konsistent aussehen, und begrenzt die gesamte LED-Intensität, um die Oberfläche bei langen Sessions vor Überhitzung zu schützen.
Wenn das Netzteil nicht genügend Leistung liefern kann, senkt Erae 2 die LED-Intensität automatisch und zeigt eine Low-Power-Meldung an (siehe Fehlerbehebung).
Tipp: Die Farben, die du in Erae Lab einstellst, sind genau das, was du auf der Hardware siehst. Die Kalibrierung ist in die Firmware integriert; du musst nichts anpassen.
Helligkeitssteuerung
Die globale Helligkeit wird mit Brightness im Einstellungsmenü festgelegt. Eine geringere Helligkeit ist in dunklen Studios nützlich und senkt die Stromaufnahme.
Visualisierung pro Element
Jeder Elementtyp verwendet einen eigenen visuellen Stil. Die Stile werden in Erae Lab zugewiesen und im Projekt gespeichert.

Keys
Key-Elemente zeigen eine einfarbige Füllung oder einen Verlauf, der ihre Fläche abdeckt. Skalenbewusste Keyboards färben jede Taste nach ihrer Skalenstufe ein, sodass Grundtöne und skaleneigene Töne sich von skalenfremden Tönen abheben.
Stiloptionen für Keys:
- Solid Color: gleichmäßige Füllung über die gesamte Key-Fläche
- Linear Gradient: Die Farbe geht über den Key von einem Farbton in einen anderen über
- Circular Gradient: Die Farbe strahlt von der Mitte des Keys nach außen aus
- Rectangular Gradient: Die Farbe verläuft von der Mitte zu den Rändern hin
- Edge Color: deutlich abgesetzte Randfarbe mit kontrastierender Füllung
Buttons
Buttons verwenden die Stile Solid Color, Dual Intensity, Dual Color oder Center Fill, um ihren An/Aus-Zustand anzuzeigen. Bei Dual Intensity ist der Aus-Zustand eine gedimmte Version der Farbe; bei Dual Color verwendet der Aus-Zustand eine eigene Farbe. Buttons im Latched-Modus halten ihren Leuchtzustand zwischen den Tastendrücken.
Fader (1D und 2D)
Fader-Elemente zeigen einen Balken oder einen aktiven Lichtbereich, der deiner Fingerposition folgt. Die Füllung beginnt beim Center Value des Faders und reicht bis zum aktuellen Wert. Neu erstellte Fader verwenden einen Mittelwert von 0, was der traditionellen Darstellung ab Minimum entspricht; ein Mittelwert von 63 erzeugt eine visuelle Reaktion mit Mittenrasterung.
- Fader 1D: Ein vertikaler oder horizontaler Balken füllt sich vom Mittelwert zu deinem Berührungspunkt hin. Bei Mittelwert
0füllt er sich vom unteren bzw. minimalen Ende aus. Bei Mittelwert63füllt er sich von der Mitte aus in beide Richtungen. - Fader 2D: Ein Fadenkreuz oder Punkt markiert deine X/Y-Position innerhalb des Elementbereichs. Der aktive Bereich wird zwischen dem Mittelpunkt und der aktuellen Position gezeichnet, und ein gedimmtes Fadenkreuz in der Mitte kann als Referenz für XY-Layouts mit Mittenrasterung sichtbar bleiben.
API Zone
API-Zonen haben keinen integrierten visuellen Stil: Die Farbe jedes Pixels wird vollständig von deiner Software über die Entwickler-API gesteuert, was vollständig eigene Visualisierungen ermöglicht.
Animationen
Animationen legen dynamische visuelle Effekte über den Basisstil des Elements. Sie werden pro Element in Erae Lab konfiguriert und als Reaktion auf Berührungsereignisse abgespielt.

Es stehen drei Auslösezeitpunkte für Animationen zur Verfügung:
| Auslöser | Wann er ausgelöst wird |
|---|---|
| Click | Unmittelbar, wenn der Finger die Oberfläche zum ersten Mal berührt |
| Slide | Kontinuierlich, während sich der Finger über die Oberfläche bewegt |
| Release | Wenn der Finger abhebt |
Jede Animation hat einen Farbmodus (die eigene Farbe des Elements oder eine von dir festgelegte Farbe), eine Geschwindigkeit und eine Farbe. ColorMorph hat zusätzlich eine Intensität.
FingerGlow
Ein Lichtschein folgt dem sich bewegenden Finger über das Element und hinterlässt eine kurze, leuchtende Spur, die natürlich verblasst.
Tipp: Ein schnelles Click-FingerGlow mit einer Kontrastfarbe verleiht gespielten Keys einen klavierähnlichen Hammer-Effekt, subtil, aber im Live-Einsatz spürbar.
Ripple
Ein Lichtring breitet sich vom Berührungspunkt nach außen aus und verblasst, während er sich vom Kontaktpunkt entfernt. Ripples verleihen Percussion- und Rhythmus-Elementen ein physisches Drumpad-Gefühl.
Halo
Ein Leuchten erscheint am Kontaktpunkt und bleibt für die Dauer der Berührung dort; es zieht nicht hinter dem Finger her. Der Halo ist nützlich für gehaltene Keys, bei denen du unter jedem gehaltenen Ton ein dauerhaftes Leuchten statt eines wandernden Effekts wünschst.
ColorMorph
Das Element geht in die eingestellte Farbe über. Intensity steuert, wie stark sich die Farbe ändert; Speed steuert die Übergangszeit. Weise ColorMorph dem Auslöser Click, dem Auslöser Release oder beiden zu.
Tipp: Verwende ColorMorph auf einem Fader-Element mit einer warmen Farbe bei Click und einer kühlen Farbe bei Release, damit der aktive Fader auf einen Blick visuell hervorsticht.
Druck-Feedback
Wenn du eine Taste eines Keyboards berührst, reagiert die LED unmittelbar auf zwei Arten:
-
Intensitätsänderung: Die Taste wird gemäß ihrer Einstellung für die Intensitätsänderung in Erae Lab heller oder dunkler. Ein positiver Wert macht die Taste unter deinem Finger heller; ein negativer Wert dimmt sie.
-
Animationsauslösung: Wenn das Element eine Click-Animation hat, wird diese im selben Moment ausgelöst.
Tipp: Das Druck-Feedback stammt aus der Berührungserkennung, nicht aus der MIDI-Ausgabe, sodass du es auch dann siehst, wenn alle MIDI-Ausgänge des Elements ausgeschaltet sind.
Statusanzeigen
Das LCD und die Schalter-LEDs tragen zusätzliche Statusinformationen, die nicht auf dem Hauptraster der Oberfläche erscheinen.
Anzeige für automatisches Speichern
Jedes Mal, wenn Erae dein Projekt automatisch auf der SD card speichert, wird oben links auf dem LCD ein kleines oranges Abzeichen mit einem Symbol einer SD card ein- und ausgeblendet.
Bestätigung Project Saved
Wenn du mit Save Backup Project in den Sicherungs-Slot speicherst, zeigt das LCD zwei Sekunden lang Project Saved an.
Clock-Sync-Puls
Wenn eine externe MIDI-Clock-Quelle ausgewählt ist (USB-dev, MIDI oder USB-host), zeigt das Tempo auf dem Home-Bildschirm das eingehende Tempo an, gemittelt, um Schwankungen zu glätten.
Tipp: Wenn die Tempoanzeige stark schwankt, ist die eingehende MIDI-Clock möglicherweise unstet. Stelle Clock source auf
INT, um das Tempo bei der Fehlersuche zu stabilisieren.
Schalter-LEDs
Alle 18 Schalter am Bedienfeld haben eine RGB-LED:
- N1 bis N8: Das aktive Layout leuchtet weiß mit voller Helligkeit. Die anderen Layouts leuchten schwach und pulsieren heller, wenn sie Noten spielen. Ein Layout, dessen Looper stummgeschaltet ist, leuchtet rot.
- Play/Rec: grün, solange die Clock läuft, rot während der Aufnahme, rot pulsierend, wenn die Aufnahme bei gestoppter Clock scharfgeschaltet ist.
- Plus / Minus: zeigen die Oktave des ausgewählten Elements. In der mittleren Oktave leuchten beide; darüber nimmt Plus eine Farbe an, die sich mit jeder Oktave ändert, darunter tut dies Minus.
- Scale, Mapping, Sequencer, Settings: heller, solange ihr Bildschirm angezeigt wird.
- Arp: leuchtet farbig, solange der Arpeggiator des ausgewählten Keyboards eingeschaltet ist.
Tipp: Die Schalter-LEDs folgen der globalen Helligkeit: Eine Reduzierung von Brightness in Settings dimmt sowohl die Oberfläche als auch das Schalterfeld.
Kapitel 14: Verbindung mit Erae Lab
Erae Lab ist die begleitende Desktop-Anwendung zum Gestalten, Bearbeiten und Verwalten deiner Erae 2-Projekte. Wenn du die Hardware mit Erae Lab verbindest, schaltest du die Layout-Bearbeitung, Firmware-Updates und die Projektsynchronisierung im Hintergrund frei.
USB-Verbindung
Verbinde Erae 2 mit einem USB-Kabel mit deinem Computer. Erae Lab verwendet die MIDI-Ports nicht, daher musst du keinen MIDI-Port konfigurieren, um Erae Lab zu nutzen, und deine DAW kann sie gleichzeitig weiter verwenden.
Unter macOS und Windows ist keine Treiberinstallation erforderlich. Unter Linux zeigt Erae Lab beim ersten Mal, wenn es eine USB-Berechtigung benötigt, eine Benachrichtigung Fix Now an; klicke darauf und gib dein Administratorkennwort ein.
Automatische Erkennung
Erae Lab sucht alle paar Sekunden nach angeschlossenen Geräten, sodass du Erae 2 vor oder nach dem Start von Erae Lab anschließen kannst. Wird das Gerät gefunden, liest Erae Lab dessen Firmware-Version und Status und gleicht dann die auf dem Gerät gespeicherten Projekte mit der Erae-Lab-Bibliothek ab. Bei einer einwandfreien Verbindung dauert dies einen Moment.
Tipp: Wenn Erae Lab das Gerät nicht erreichen kann, zeigt es eine Meldung mit einer Schaltfläche Rescan an. Prüfe das Kabel, schalte Erae 2 aus und wieder ein, wenn die Meldung besagt, dass das Gerät nicht reagiert, und drücke dann Rescan.
Verbindungsanzeigen
- Erae Lab: Das Erae-Logo rechts in der oberen Leiste leuchtet farbig, wenn ein Gerät verbunden ist, und ist ausgegraut, wenn keines verbunden ist.
- Benachrichtigungen in Erae Lab: Während der Synchronisierung, bei Firmware-Updates und Dateiübertragungen erscheinen Fortschrittsmeldungen.
- LCD des Erae 2: Das orange SD-Abzeichen oben links wird jedes Mal eingeblendet, wenn eine Projektänderung auf der Karte gespeichert wird.
Tipp: Warte, bis die Fortschrittsmeldungen von Erae Lab abgeschlossen sind, bevor du die Verbindung trennst, besonders während eines Firmware-Updates.
Projektsynchronisierung
Erae Lab und Erae 2 bleiben im Hintergrund synchron. Layout-Bearbeitungen in Erae Lab werden automatisch gespeichert und kurz nachdem du mit der Bearbeitung aufhörst an das Gerät gesendet. Änderungen, die du auf dem Gerät vornimmst (zum Beispiel auf den Bildschirmen Scale oder Mapping), werden auf der SD card gespeichert und an Erae Lab zurückgemeldet. Nach jeder Bearbeitung ist kein manueller Push- oder Pull-Schritt nötig.
Projekte, die noch keinen Eintrag auf der SD card haben (das Werksprojekt oder eine ohne SD card geladene Sicherung), werden erst synchronisiert, wenn du sie auf dem Gerät mit Save oder Save As speicherst.
Hinweis: Brightness, Sensitivity, Velocity Curve und CV Gain sind geräteweite Einstellungen, die auf dem Erae 2 selbst gespeichert werden. Sie gehören zu keinem Projekt und werden nicht synchronisiert.
Konfliktlösung
Wurde ein Projekt seit der letzten Synchronisierung sowohl in Erae Lab als auch auf dem Gerät geändert, fragt Erae Lab, welche Version beibehalten werden soll:
- Keep Device: ersetzt das Projekt in Erae Lab durch die aktuell auf dem Erae vorhandene Version.
- Keep Both: benennt die Version auf dem Erae um, importiert sie als separates Projekt in Erae Lab und synchronisiert dann beide Projekte zurück auf den Erae.
- Keep Lab: sendet die Version aus Erae Lab an den Erae und verwirft die widersprüchlichen Änderungen auf dem Gerät. Auch das Schließen der Meldung wählt Keep Lab.
Tipp: Um Konflikte zu vermeiden, verbinde Erae 2, bevor du mit der Bearbeitung in Erae Lab beginnst.
Firmware-Updates über Erae Lab
Firmware-Updates werden über Erae Lab bereitgestellt, das die passende Firmware enthält. Es kann ein laufendes Gerät aktualisieren oder ein Gerät wiederherstellen, das sich bereits im Bootloader-Modus befindet.
So führst du ein Update durch:
- Schließ Erae 2 an ein externes Netzteil und dann an deinen Computer an und öffne Erae Lab. Erae Lab startet kein Update, wenn das Gerät eine unzureichende Stromversorgung meldet.
- Wenn eine neuere Firmware verfügbar ist, zeigt Erae Lab Firmware update ready (Firmware-Update bereit) an. Klicke auf Start Update.
- Das Gerät startet in seinen Bootloader neu, und Erae Lab überträgt die Firmware. Trenne das USB-Kabel nicht.
- Das Gerät startet mit der neuen Firmware neu und schließt dann etwa eine Minute lang die Installation ab. Schalte es in dieser Zeit nicht aus.
Ist die Firmware des Geräts zu alt für deine Version von Erae Lab, teilt Erae Lab dir dies mit und bittet dich, ein Update durchzuführen, bevor es sich verbinden kann.
Findet Erae Lab ein Gerät, das in seinem Bootloader wartet, zeigt es Bootloader detected (Bootloader erkannt) mit drei Auswahlmöglichkeiten an: Install latest firmware, Select file (eine Firmware-Datei .syx auf deinem Computer) oder Dismiss.
Tipp: Firmware-Updates löschen deine Projekte nicht. Projekte werden getrennt von der Firmware auf der SD card gespeichert.
Was Erae Lab erfordert und was eigenständig funktioniert
Erae 2 ist auch ohne angeschlossenes Erae Lab voll funktionsfähig. Die folgende Tabelle fasst zusammen, welche Funktionen Erae Lab erfordern:
| Funktion | Eigenständig | Erfordert Erae Lab |
|---|---|---|
| Layouts spielen | Ja | Nein |
| Layouts wechseln (N1 bis N8) | Ja | Nein |
| Tempo und Clock anpassen | Ja | Nein |
| Looper, Arpeggiator und Step-Sequenzer | Ja | Nein |
| Konfiguration von Pedaleingang und CV-Clock | Ja (LCD-Settings) | Nein |
| Skala, MIDI- und CV-Mapping von Elementen bearbeiten | Ja (LCD-Bildschirme Scale und Mapping) | Für erweiterte Bearbeitung |
| Eigene Skalen erstellen und bearbeiten | Ja (LCD Custom Scales) | Für den Import von Scala-Dateien |
| Elemente verschieben, skalieren, gestalten oder ihren Typ ändern | Nein | Ja |
| Neue Layouts erstellen | Nein | Ja |
| Firmware-Updates | Nein | Ja |
| Projektdateien exportieren und importieren | Nein | Ja |
Tipp: Änderungen, die du auf dem Gerät vornimmst, werden automatisch auf der SD card gespeichert, auch wenn Erae Lab nicht verbunden ist.
Details findest du in den Kapiteln zur Gerätesynchronisierung und zu Firmware-Updates im Erae Lab Handbuch.
Kapitel 15: Einstellungen
Das Einstellungsmenü ist deine geräteinterne Schaltzentrale für globale Voreinstellungen, Projekteinstellungen, Speichern und Laden, MIDI-Routing, Pedale, CV-Clock und Kalibrierung. Drücke die Taste Settings, um es zu öffnen; drücke sie erneut oder drücke Return, um zum Home-Bildschirm zurückzukehren. Die vollständige Liste der Zeilen findest du in Kapitel 11.

Globale Einstellungen
Globale Einstellungen werden auf dem Erae 2 selbst gespeichert. Sie gelten für jedes Projekt und werden nicht mit Erae Lab synchronisiert.
Helligkeit
Brightness steuert die LED-Intensität von Oberfläche und Schalterfeld zusammen, von 5% bis 100% (Standard 100%). Niedrigere Werte verringern die Stromaufnahme und sind in dunklen Umgebungen angenehmer für die Augen.
Tipp: Eine Helligkeit von etwa
60%bis70%ist für die meisten Live-Performance-Umgebungen angenehm. Reserviere die maximale Helligkeit für Installationen oder gut beleuchtete Bühnen.
Empfindlichkeit
Sensitivity legt fest, wie empfindlich die Oberfläche auf Berührung reagiert. Es stehen vier voreingestellte Optionen zur Verfügung:
| Option | Beschreibung |
|---|---|
XSensitive | Am reaktionsfreudigsten: ideal für den Studioeinsatz oder Spieler mit sehr leichtem Anschlag |
Sensitive | Reaktionsfreudig, mit etwas Schutz vor versehentlichen Auslösungen |
Safe | Standard: ausgewogen für die meisten Spielstile und Umgebungen |
XSafe | Am wenigsten reaktionsfreudig: verringert Fehlauslösungen in stark vibrierenden Umgebungen |
Tipp: Wenn die Oberfläche unempfindlich wirkt oder übermäßigen Druck erfordert, wechsle zu
XSensitive. Wenn Geisternoten ohne Berührung auftreten, wechsle zuSafeoderXSafe.
Velocity-Kurve
Drücke Velocity Curve, um den Editor für die Velocity-Kurve zu öffnen. Er legt fest, wie der Fingerdruck für das gesamte Gerät zur Noten-Velocity wird. Vier Parameter formen die Reaktion, angewendet in dieser Reihenfolge:
- Threshold: wie viel Kontakt erforderlich ist, bevor die Velocity zu steigen beginnt. Alles unterhalb des Schwellenwerts erzeugt keine Velocity; darüber wird der verbleibende Druckbereich neu skaliert. Erhöhe ihn, um versehentliche Auslösungen bei leichter Berührung zu verringern.
- Compand: erweitert oder komprimiert die Mitte des Bereichs, wodurch die Dynamik leichter oder schwerer zu kontrollieren wird. 50 ist neutral (linear).
- Drive: biegt die Kurve. Werte über 50 lassen die Kurve früher ansteigen (leichtere Berührungen erreichen höhere Velocity-Werte), Werte unter 50 lassen sie später ansteigen (du musst für dieselbe Velocity fester drücken).
- Range: die allgemeine Empfindlichkeit der Kurve, keine Velocity-Obergrenze. Höhere Werte bedeuten, dass weniger Druck nötig ist, um die volle Velocity zu erreichen. Sie begrenzt nicht die maximale Velocity.
Jeder Parameter reicht von 0 bis 95 und ändert sich in Schritten von 5. Die Werkseinstellungen sind Threshold 0, Drive 50, Compand 50, Range 70.
Eine Live-Vorschau der Kurve wird auf dem LCD angezeigt, während du die einzelnen Parameter anpasst. Änderungen wirken sich sofort auf dein Spiel aus und werden kurz danach gespeichert. Drücke die Reset-Taste, um alle vier Werte auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen.
Die Velocity-Kurve ist eine geräteweite, auf dem Gerät selbst gespeicherte Einstellung, getrennt von den Velocity-Parametern pro Element (wie dem Velocity Tune eines Keys), die in Elemente beschrieben werden: Die globale Kurve formt die Druckmessung selbst, und die Element-Parameter formen anschließend die gesendete Note.
Tipp: Wenn sich dein Spiel zu dynamisch anfühlt und Noten stets mit maximaler Velocity ausgegeben werden, verringere Range und erhöhe Threshold leicht. Wenn sich alle Noten zu leise anfühlen, erhöhe Range oder Drive.
Projekteinstellungen
Diese Einstellungen werden mit dem aktuellen Projekt gespeichert.
Tempo
Tempo legt das interne Tempo für Looper, Arpeggiator, Sequenzer, Metronom und CV-Clock fest. Bereich: 1 bis 999 BPM. Die Änderung wird sofort wirksam.
Clock-Quelle
Clock source wählt die Zeitreferenz aus:
| Wert | Beschreibung |
|---|---|
INT | Interne Clock: Erae 2 erzeugt sein eigenes Tempo und sendet MIDI-Clock, Start und Stop an USB Device, USB Host, MIDI A und MIDI B |
USB-dev | Folgt der am USB-Device-Anschluss (deinem Computer) empfangenen MIDI-Clock |
MIDI | Folgt der am TRS-MIDI-Eingang empfangenen MIDI-Clock |
USB-host | Folgt der MIDI-Clock eines am USB-Host-Anschluss angeschlossenen Geräts |
Bei einer externen Quelle folgt Erae 2 außerdem eingehenden Start-, Stop- und Continue-Nachrichten.
Tipp: Wenn du eine DAW als Clock-Master verwendest, stelle Clock source auf
USB-dev. Erae 2 koppelt dann Looper, Arpeggiator und Sequenzer an den Transport der DAW.
Metronom
Wenn Metronome eingeschaltet ist, markiert Erae 2 jeden Schlag mit einem kurzen Vibrationsimpuls, solange die Clock läuft, mit einem längeren Impuls auf dem ersten Schlag jedes Takts. Das Metronom sendet kein MIDI.
CC bei Layout-Wechsel
Wenn CC on layout change eingeschaltet ist (Standard), sendet ein Layout-Wechsel Control-Change-Nachrichten auf MIDI-Kanal 16 an den USB-Device-Anschluss: CC 102 bis 109 für die Layouts N1 bis N8, Wert 127 für das Layout, das du betrittst, und 0 für das Layout, das du verlässt. Fader senden außerdem ihre aktuellen Werte erneut, wenn ihr Layout betreten wird. So kann externe Software Layout-Wechseln folgen. Schalte die Option aus, damit Layout-Wechsel stumm bleiben.
Eigene Skalen
Drücke Custom Scales, um die auf dem Gerät gespeicherten eigenen Skalen aufzulisten, eine neue zu erstellen, eine bestehende zu bearbeiten oder den Skalensatz mit Save Scales to Project und Load Scales from Project zu speichern und zu laden. Der Editor wird in Kapitel 11 beschrieben.
Die globale Skala des Projekts wird nicht hier festgelegt: Schalte GLOBAL auf dem Skalen-Bildschirm jedes Keyboards ein, das ihr folgen soll (siehe Kapitel 11).
MIDI-Routing
Drücke Routing, um den Routing-Bildschirm zu öffnen. Jeder Schalter leitet eingehendes MIDI von einem Port an einen anderen weiter:
| Route | Beschreibung |
|---|---|
| MIDI -> USB Host | Den TRS-MIDI-Eingang an den USB-Host-Anschluss weiterleiten |
| MIDI -> USB Device | Den TRS-MIDI-Eingang an deinen Computer weiterleiten |
| MIDI -> MIDI A | Thru: TRS-MIDI-Eingang zu MIDI Out A |
| MIDI -> MIDI B | Thru: TRS-MIDI-Eingang zu MIDI Out B |
| USB Device -> USB Host | MIDI von deinem Computer an den USB-Host-Anschluss weiterleiten |
| USB Device -> MIDI A | MIDI von deinem Computer an MIDI Out A weiterleiten |
| USB Device -> MIDI B | MIDI von deinem Computer an MIDI Out B weiterleiten |
| USB Host -> USB Device | MIDI vom USB-Host-Gerät an deinen Computer weiterleiten |
| USB Host -> MIDI A | MIDI vom USB-Host-Gerät an MIDI Out A weiterleiten |
| USB Host -> MIDI B | MIDI vom USB-Host-Gerät an MIDI Out B weiterleiten |
Tipp: Um Erae 2 als MIDI-Thru-Box zu verwenden, aktivierst du MIDI -> MIDI A und verbindest deinen vorgeschalteten Controller mit dem MIDI-Eingang und deinen Synthesizer mit MIDI Out A.
CV-Clock-Ausgang
CV Clock sendet Clock-Pulse auf einem CV-Ausgang, gekoppelt an das Projekttempo. Schalte CV Clock ein, wähle den Clock Output (1 bis 23) und stelle die Beat Division ein (Standard 4 ppqn):
| Unterteilung | Beschreibung |
|---|---|
1 ppqn | Ein Puls pro Viertelnote |
2 ppqn | Zwei Pulse pro Viertelnote |
4 ppqn | Vier Pulse pro Viertelnote (Sechzehntelnoten) |
8 ppqn | Acht Pulse pro Viertelnote |
24 ppqn | Standard-MIDI-Clock-Rate |
48 ppqn | Doppelte MIDI-Clock-Rate |
Der Reset Output ist schreibgeschützt: Er ist immer der Ausgang direkt nach dem Clock-Ausgang und kann nicht deaktiviert oder separat zugewiesen werden. Details findest du unter CV-Ausgänge.
Konfiguration der Pedaleingänge

Erae 2 hat zwei Pedaleingänge, Pedal A und Pedal B. Drücke die entsprechende Zeile in Settings, um ihren Konfigurationsbildschirm zu öffnen. Die für jeden Typ angezeigten Zeilen sind in Kapitel 11 aufgeführt.
Typ
Type wählt das Verhalten des Pedals:
| Typ | Am besten geeignet für |
|---|---|
Disabled | Eingang ignoriert |
Switch | Ein/Aus-Schaltpedal: sendet beim Drücken und Loslassen eine Note, einen CC, einen Program Change oder Tap Tempo |
Expressive | Kontinuierliches Expression-Pedal, mit Option Invert |
Sustain | Sustain-Pedal. Mode Binary sendet On- und Off-Werte; Continuous folgt der Pedalposition |
Kick | Anschlagdynamischer Kick-Trigger |
Globale Aktivierung
Schalte Global Enable um, um den Pedaleingang zu aktivieren oder zu umgehen, ohne seine Konfiguration zu verlieren.
Routing
Out Routing öffnet den Bildschirm für das Ausgangs-Routing, auf dem du wählst, welche MIDI-Ausgänge die Pedalnachrichten erhalten.
Latched
Wenn Latched eingeschaltet ist (Typen Switch und Sustain Binary), schaltet ein einzelner Druck den Ausgangszustand um, statt dass das Pedal gehalten werden muss.
Kanal
Channel legt den MIDI-Kanal (1 bis 16) für die Pedalnachrichten fest.
Tipp: Setze Pedal A auf Sustain und Pedal B auf Expression für ein keyboardartiges Spiel-Setup.
Kalibrierungsverfahren
CV-Kalibrierung
Die Statuszeile zeigt CV calibrated oder CV default calibration. Drücke Run CV calib, um die automatische CV-Kalibrierung auszuführen: Erae 2 misst jeden seiner 24 CV-Ausgänge gegen interne Referenzspannungen und speichert das Ergebnis. CV Gain (cent/oct) (-50 bis +50) stimmt die Tonhöhenskalierung der Ausgänge fein ab, wenn Oktaven an deinem Oszillator etwas zu weit oder zu eng ausfallen.
Encoder-Kalibrierung
Die Statuszeile zeigt Encoder calibrated oder Encoder default calibration. Sie dient nur der Information; es ist keine Benutzeraktion vorgesehen.
Kalibrierung des Pedaleingangs
Für Pedale vom Typ Expressive, Sustain Continuous und Kick drückst du Calibrate auf dem Pedal-Bildschirm, um den Kalibrierungsassistenten zu starten.
Für Pedale vom Typ Expressive und Sustain Continuous:
- Welcome: Drücke Next.
- Capture Min: Lass das Pedal vollständig los (Fersenposition) und drücke dann Capture Min.
- Capture Max: Drück das Pedal vollständig durch (Zehenposition) und drücke dann Capture Max.
Für Kick-Pedale:
- Capture: Lass das Pedal in Ruhe und drücke dann Capture.
- Light taps: Tippe das Pedal mindestens dreimal leicht an und drücke dann Continue.
- Strong kicks: Tritt das Pedal mindestens dreimal kräftig und drücke dann Continue.
Der Assistent speichert anschließend die Kalibrierung. Ist der Pedalbereich zu klein oder sind die kräftigen Kicks nicht deutlich stärker als die leichten Antipper, meldet er einen Fehler und bietet Retry an.
Tipp: Kalibriere jedes neue Pedal vor deiner ersten Performance. Pedale unterscheiden sich in ihrem Bewegungsbereich, und ein nicht kalibriertes Pedal erreicht möglicherweise nicht seinen vollen Bereich.
Projektverwaltung
- Save: schreibt das aktuelle Projekt in seinen Eintrag auf der SD card. Bei einem Sicherungs- oder Werksprojekt öffnet es Save As.
- Save As: speichert unter einem neuen Namen oder über ein ausgewähltes Projekt.
- Load: lädt ein Projekt von der SD card.
- Save Backup Project: schreibt das aktuelle Projekt in den internen Sicherungs-Slot.
- Load Backup Project: lädt den Sicherungs-Slot. Bei eingebundener SD card wird es außerdem als
Backup,Backup_2und so weiter auf der Karte gespeichert. - Load Factory Project: lädt das Werksprojekt als temporäres Projekt, bis du es speicherst.
- Format SD Card & Reboot: löscht und formatiert die SD card neu und startet dann neu. Verwende dies nur zur Behebung von SD-Fehlern.
- Reset Demo: stellt die Demo-Inhalte wieder her (nur im Demo-Modus).
Erae speichert deine Änderungen außerdem automatisch auf der SD card, kurz nach jeder Änderung, solange das Projekt einen Eintrag auf der SD card hat. Werks- und Sicherungsprojekte haben keinen SD-Eintrag, bis Save oder Save As ihnen einen gibt; sie werden daher weder automatisch gespeichert noch mit Erae Lab synchronisiert. Das Umbenennen und Löschen von Projekten erfolgt in Erae Lab.
MIDI 2.0
Die Zeile MIDI 2.0: ON/OFF schaltet den USB-MIDI-Modus um. Sie ist standardmäßig ausgeschaltet (MIDI 1.0). Bei Auswahl wird eine Bestätigung abgefragt, dann startet Erae 2 im neuen Modus neu.
Speicherzustände und Wiederherstellung
Gespeicherte Projekte des Erae 2 liegen normalerweise auf der SD card. Der interne Flash-Speicher enthält den Sicherungs-Slot, die Kalibrierung und die Geräteeinstellungen.
- SD card eingebunden: Normales Speichern und Laden von Projekten sowie die Synchronisierung mit Erae Lab sind verfügbar.
- Keine SD card: Das Gerät kann das Werks- oder Sicherungsprojekt verwenden, aber nicht in der SD-Projektbibliothek speichern oder daraus laden.
- Kein Dateisystem: Das Gerät fragt, ob die Karte formatiert werden soll, bevor sie verwendet werden kann.
- Lese- oder Schreibfehler: Speichern oder Laden kann fehlschlagen; formatiere oder ersetze die SD card.
Projektschreibvorgänge sind gegen Stromausfall geschützt: Wird die Stromversorgung während eines Schreibvorgangs unterbrochen, stellt das Gerät beim nächsten Start die zuletzt gültigen Projektdaten wieder her. Das Formatieren der SD card löscht die darauf befindlichen Projekte und startet das Gerät neu.
Kapitel 16: Fehlerbehebung
Dieses Kapitel behandelt die häufigsten Probleme, die mit dem Erae 2 auftreten können, und wie du sie behebst.
Verbindungsprobleme
USB wird von Erae Lab nicht erkannt
Symptome: Erae Lab zeigt kein verbundenes Gerät an; das Erae-Logo in der oberen Leiste bleibt grau.
Schritte:
- Prüfe, ob das USB-Kabel die Datenübertragung unterstützt (kein reines Ladekabel). Probiere ein anderes Kabel aus.
- Stelle sicher, dass das Kabel im USB-Anschluss des Erae 2 steckt, der für den Computer vorgesehen ist, und nicht im Stromanschluss oder im Anschluss für USB-MIDI-Geräte, und verbinde es direkt mit dem Computer statt über einen Hub.
- Wenn Erae Lab eine Schaltfläche Rescan anzeigt, drücke sie. Besagt die Meldung, dass das Gerät nicht reagiert, schalte Erae 2 zuerst aus und wieder ein.
- Unter Linux benötigt Erae Lab eine USB-Berechtigung. Erscheint eine Benachrichtigung Fix Now, klicke darauf, gib dein Administratorkennwort ein und schließ das Gerät dann erneut an.
- Beende Erae Lab, trenne das Gerät, warte fünf Sekunden, schließ es wieder an und starte Erae Lab erneut.
MIDI-Ports erscheinen nicht in der DAW
Symptome: Der Erae 2 ist angeschlossen, aber seine MIDI-Ports erscheinen nicht in der MIDI-Geräteliste deiner DAW.
Schritte:
- Vergewissere dich, dass das Gerät verbunden ist: Sein LCD ist eingeschaltet, und Erae Lab zeigt es, sofern geöffnet, als verbunden an. Die MIDI-Ports erscheinen, sobald das Gerät verbunden ist; Erae Lab muss dafür nicht laufen.
- Prüfe unter macOS das Audio-MIDI-Setup (Programme -> Dienstprogramme): Der Erae 2 sollte im Fenster MIDI-Studio erscheinen.
- Prüfe unter Windows den Geräte-Manager auf den Eintrag für das MIDI-Gerät. Vergewissere dich, dass keine gelben Warnsymbole vorhanden sind.
- Starte deine DAW neu, während der Erae 2 bereits angeschlossen ist. Manche DAWs suchen nur beim Start nach MIDI-Ports.
- Prüfe die Zeile MIDI 2.0: ON/OFF in den Einstellungen. Sie ist standardmäßig ausgeschaltet; wenn du sie eingeschaltet hast und deine DAW keine MIDI-2.0-Geräte unterstützt, schalte sie aus (Erae 2 startet neu).
Tipp: Im standardmäßigen MIDI-1.0-Modus stellt der Erae 2 die Ports
Erae 2 MIDI(Standard) undErae 2 MIDI (MPE)(ausdrucksstarkes Spiel) bereit.
MPE-Port erscheint nicht unter macOS (veralteter Geräteeintrag)
Symptome: Der Port Erae 2 MIDI (MPE) erscheint nach einem Firmware-Update oder einer erneuten Verbindung nicht in deiner DAW unter macOS oder erscheint mit falscher Portnummerierung.
Schritte:
- Öffne das Audio-MIDI-Setup (Programme -> Dienstprogramme -> Audio-MIDI-Setup).
- Klicke auf Fenster -> MIDI-Studio einblenden, falls das Fenster MIDI-Studio nicht sichtbar ist.
- Suche nach veralteten Erae-2-Geräteeinträgen (sie können ausgegraut erscheinen oder einen älteren Namen anzeigen).
- Klicke mit der rechten Maustaste auf den veralteten Eintrag und wähle Gerät entfernen.
- Trenne das USB-Kabel und schließ es erneut an. Das Gerät wird neu erkannt, und die erwarteten MIDI-Ports erscheinen.
- Starte deine DAW neu, um die aktualisierte Portliste zu übernehmen.
MIDI-Routing-Probleme
Noten klingen nicht am erwarteten Ausgang
Schritte:
- Prüfe die MIDI-Ausgabeziele des Elements in Erae Lab oder mit Out Routing auf dem Mapping-Bildschirm des Geräts (USB Device, MIDI A, MIDI B, USB Host).
- Prüfe die Routing-Schalter in Settings -> Routing auf eine unbeabsichtigte Schleife.
- Stelle sicher, dass der MIDI-Kanal mit deinem Synthesizer oder deiner DAW-Spur übereinstimmt.
- Stelle bei MPE-Instrumenten sicher, dass MPE auf dem Keyboard-Element und im empfangenden Instrument aktiviert ist, und richte deine DAW-Spur auf den Port
Erae 2 MIDI (MPE)aus.
Unerwartete Noten oder doppelte Auslösungen
Symptome: Noten erklingen doppelt, oder Noten erscheinen, ohne dass die Oberfläche berührt wird.
Schritte:
- Prüfe Routing auf aktivierte Thru-Routen (zum Beispiel MIDI -> USB Device). Eine Thru-Route in Kombination mit einer Echo-Einstellung der DAW kann zu doppelten Noten führen.
- Wenn Geisterauslösungen auftreten, prüfe Sensitivity in den Einstellungen. Wechsle zu
SafeoderXSafe, um Fehlauslösungen zu reduzieren.
Berührung reagiert nicht
Symptome: Noten erfordern starken Druck zum Auslösen, oder die Velocity-Werte sind durchgehend niedrig.
Schritte:
- Setze in den Einstellungen Sensitivity auf
XSensitive, um maximale Empfindlichkeit der Oberfläche zu erreichen. - Öffne Velocity Curve und erhöhe Range (höhere Werte benötigen weniger Druck, um die volle Velocity zu erreichen); senke Threshold, wenn Noten zu viel Druck brauchen, um überhaupt auszulösen.
- Untersuche die Oberfläche auf Verschmutzungen oder Kondenswasser. Reinige sie mit einem trockenen, fusselfreien Tuch.
- Lass das Gerät vor dem Spielen einige Minuten laufen: Die Sensorwerte stabilisieren sich leicht, während es sich erwärmt.
Stromversorgungsprobleme
Meldung Low Power
Symptome: Das LCD zeigt Low Power (Low brightness, CV, MIDI B, Metronome disabled).
Das Netzteil liefert nicht genug Leistung für den vollen Betrieb, daher senkt Erae 2 die LED-Helligkeit und schaltet die CV-Ausgänge, MIDI Out B und das Metronom ab. Schließ Erae 2 an ein externes Netzteil an, das mehr Leistung liefern kann, und starte es dann neu. Erae Lab verweigert außerdem ein Firmware-Update, solange das Gerät eine zu geringe Stromversorgung meldet.
LED reagiert nicht
Oberflächen-LEDs sind dunkel oder leuchten nur teilweise
Schritte:
- Prüfe Brightness in den Einstellungen; sie ist möglicherweise auf einen niedrigen Wert eingestellt (Minimum ist
5%). - Prüfe, ob eine Low-Power-Meldung angezeigt wird: Bei begrenzter Stromversorgung werden die LEDs gedimmt.
- Vergewissere dich, dass das aktive Layout Elemente mit nicht-schwarzen Farben enthält. Ein leeres Layout zeigt eine dunkle Oberfläche.
- Wenn ein Bereich des Rasters dunkel bleibt, während die umliegenden Bereiche leuchten, schalte das Gerät aus und wieder ein (Stromversorgung trennen, fünf Sekunden warten, wieder anschließen). Besteht das Problem weiter, wende dich an den Support.
Werks-, Sicherungs- und Reset-Vorgänge
Load Factory Project lädt das Werksprojekt als temporäres Projekt. Deine Projekte auf der SD card werden nicht gelöscht, und das Werksprojekt wird erst Teil der SD-Bibliothek, wenn du es speicherst.
- Stelle sicher, dass das Projekt, das du gespielt hast, gesichert ist: Wenn sein Name in Settings neben Save erscheint, ist es bereits auf der SD card gespeichert.
- Drücke in Settings auf Load Factory Project. Es wird sofort geladen, ohne Bestätigung.
Save Backup Project schreibt das aktuelle Projekt in den internen Sicherungs-Slot. Load Backup Project stellt diese Sicherung wieder her; bei eingebundener SD card wird sie außerdem als Backup, Backup_2 und so weiter gespeichert.
Reset Demo stellt die Demo-Inhalte wieder her, wenn der Demo-Modus aktiv ist. Verwende Format SD Card & Reboot nur dann, wenn du die SD card absichtlich löschen und Speicherprobleme beheben möchtest.
Bootloader-Wiederherstellung
Wenn das Gerät nach einem unterbrochenen Update nicht normal startet, verwende die Bootloader-Wiederherstellung, um die Firmware neu zu installieren:
- Schließ das Gerät an ein externes Netzteil und an den Computer an und öffne dann Erae Lab.
- Wenn Erae Lab Bootloader detected (Bootloader erkannt) anzeigt, wähle Install latest firmware oder Select file, um eine auf deinem Computer gespeicherte Firmware-Datei
.syxzu verwenden. - Trenne die USB-Verbindung während der Übertragung nicht.
- Das Gerät startet mit der neuen Firmware neu und schließt die Installation in etwa einer Minute ab. Schalte es in dieser Zeit nicht aus.
Schlägt das Update wiederholt fehl, bittet Erae Lab dich, das Gerät zu trennen, wieder anzuschließen und es erneut zu versuchen. Besteht das Problem weiter, wende dich an den Support.
Tipp: Bewahre eine Kopie der neuesten Firmware-Datei auf deinem Computer auf, damit du bei Bedarf Select file verwenden kannst.
Erkennung verwaister Bootloader
Wird die Stromversorgung während eines Updates unterbrochen, startet das Gerät möglicherweise in seinen Bootloader und verbleibt dort. Erae Lab erkennt dies automatisch und zeigt Bootloader detected mit den Auswahlmöglichkeiten Install latest firmware, Select file und Dismiss an. Jedes Gerät hat einen Wiederherstellungs-Bootloader, sodass das oben beschriebene Verfahren es wiederherstellt.
Tipp: Verwende ein gutes USB-Kabel, lass das Gerät am externen Netzteil und schalte es während eines Firmware-Updates und in der Minute danach nicht aus.
Fehler der SD card
FAT32 ist das empfohlene Dateisystem für die SD card. Bestehen die Fehler nach dem erneuten Einsetzen der Karte weiter, verwende Format SD Card & Reboot in den Einstellungen, um sie neu zu formatieren. Treten die Probleme weiterhin auf, probiere eine andere microSD card aus.
Gespeicherte Projekte liegen normalerweise auf der SD card. Ohne SD card kann das Gerät das Werks- oder Sicherungsprojekt verwenden, aber nicht in der Projektbibliothek speichern oder daraus laden, und diese Projekte werden erst mit Erae Lab synchronisiert, wenn sie auf der Karte gespeichert sind.
Das LCD kann eine der folgenden Meldungen anzeigen:
| Meldung | Bedeutung | Maßnahme |
|---|---|---|
Please insert microSD card and reboot | Beim Start keine nutzbare SD card | Setze eine microSD card ein (FAT32, bis zu 32 GB) und starte neu |
No filesystem found Format SD card? | Die Karte hat kein lesbares Dateisystem | Wähle Yes, um sie zu formatieren (Erae startet neu), oder formatiere sie an einem Computer |
SD Read/Write error | Die SD card ist ausgefallen | Versuche Format SD Card & Reboot; besteht der Fehler weiter, ersetze die Karte |
Project corrupted (Loaded factory default) | Ein Projekt konnte nicht gelesen werden | Lade ein anderes Projekt oder Load Backup Project |
Project read failed (File may be corrupted) | Eine Projektdatei konnte nicht gelesen werden | Lade ein anderes Projekt oder Load Backup Project |
Project save failed (Please try again) | Ein Speichervorgang wurde nicht abgeschlossen | Speichere erneut; besteht der Fehler weiter, prüfe oder ersetze die Karte |
Project file not found | Das Projekt fehlt auf der Karte | Lade ein anderes Projekt |
Legacy project Please connect ERAE Lab | Es wurden Projekte einer älteren Firmware gefunden | Verbinde Erae Lab; es konvertiert sie |
Tipp: Wird die SD card nach dem erneuten Einsetzen wiederholt nicht erkannt, schalte das Gerät aus und wieder ein.
Kontakt zum Support
Wenn du die obigen Schritte befolgt hast und das Problem weiterhin besteht, wende dich an den Embodme-Support:
E-Mail: [email protected]
Bitte gib deine Firmware-Version (beim Start auf dem LCD angezeigt), eine Beschreibung des Problems sowie die bereits durchgeführten Schritte an.
Kapitel 17: Erae-Kompatibilität
Dieses Kapitel ist eine Referenz für Nutzer des ursprünglichen Erae, des Erae Touch. Wenn du einen Erae 2 besitzt, trifft der Großteil dieses Kapitels nicht auf dich zu: Die Tabelle am Ende bietet einen direkten Vergleich. Der Erae Touch hat außerdem ein eigenes Handbuch (das Erae Beta User Manual) mit vollständigen Kapiteln zu seinen Tasten, seinem Sequenzer und seiner Velocity-Kurve.
Was ist der Erae Touch?
Der Erae Touch ist die Hardware der ersten Generation. Er nutzt dieselbe grundlegende Oberfläche und MIDI-Engine wie der Erae 2, unterscheidet sich jedoch in mehreren wichtigen Punkten: Er hat kein LCD-Display, keinen Encoder, keine CV-Ausgänge, keine Pedaleingänge und keinen TRS-MIDI-Eingang, und er wird über ein eigenes Netzteil an einer Hohlstecker-Buchse statt über USB versorgt. Die Navigation erfolgt vollständig über fünf dedizierte physische Tasten und die LED-Oberfläche. Die Firmware des Erae Touch erhält dieselben Layout-, Skalen-, Sequenzer- und MIDI-Funktionen wie der Erae 2, innerhalb der Grenzen seiner Hardware.
Projekte und Layouts
Der Erae Touch speichert vier Projekte, benannt A bis D, jedes mit acht Layouts. Ein Druck auf Home öffnet die Layout-Auswahl auf der LED-Oberfläche: eine Reihe von Projektzellen A bis D über acht nummerierten Layoutzellen. Alle Änderungen werden etwa zwei Sekunden nach deiner letzten Änderung automatisch im aktiven Projekt gespeichert, während die LED von Alt orange pulsiert; es gibt keinen manuellen Speicherschritt am Gerät.
Erae Lab hält die vier Projekte mit seinen eigenen Kopien synchron und zeigt sie oben in seiner Projektliste angeheftet an.
Tipp: Verwende Erae Lab, um deine Projekte vor größeren Layout-Änderungen zu sichern.
Main/Alt-Layout-Paare
Die Taste Alt paart die acht Layouts jeweils zu zweit: Layout 1 mit 5, 2 mit 6, 3 mit 7 und 4 mit 8. Ein Klick auf Alt schaltet die Oberfläche zwischen den beiden Layouts des aktuellen Paares um, sodass du zum Beispiel eine chromatische Tastatur auf Layout 1 und ein Drumpad auf Layout 5 halten und mit einem einzigen Druck zwischen ihnen wechseln kannst.
Das 5-Tasten-Navigationssystem
Der Erae Touch verfügt über fünf dedizierte physische Tasten: Home, Alt, Scale, Plus und Minus. Es gibt keinen Touchscreen, keinen Encoder und keine Soft-Tasten.
- Home: Klicken öffnet oder schließt die Layout-Auswahl. Halten aktiviert den Ruhemodus.
- Alt: Klicken schaltet zwischen dem Main- und dem Alt-Layout des aktuellen Paares um oder schließt ein offenes Overlay. Halten, ein Keyboard wählen und loslassen öffnet darauf den Step-Sequenzer (siehe unten).
- Scale: Klicken öffnet die Skalenauswahl für das fokussierte Keyboard. Halten öffnet das CC-Mapping für das fokussierte Element.
- Plus / Minus: Oktave hoch und runter auf dem fokussierten Keyboard.
- Alt + Scale: öffnet den Editor für die Velocity-Kurve auf dem Gerät (siehe unten).
Step-Sequenzer auf dem Erae Touch
Die Firmware des Erae Touch enthält dieselbe Sequenzer-Engine wie der Erae 2, vollständig auf der LED-Oberfläche dargestellt: Halte Alt auf einem Layout mit einem Keyboard-Element und lass los, um ihn zu betreten; klicke Alt, um ihn zu verlassen. Die Oberfläche teilt sich in einen spielbaren Live-Streifen, eine 32-spaltige Piano Roll und einen Launcher-Streifen, dessen Pads Patterns auswählen und Transport, Undo/Clear sowie eine Einstellungsseite auf der Oberfläche steuern (Play Mode, Clock-Quelle, Quantize, Tempo und Length).
Im Vergleich zum Erae 2 gilt für den Sequenzer des Erae Touch:
- er sequenziert nur Keyboard- und einzelne Key-Elemente (keine Fader oder Buttons)
- er bietet vier Pattern-Slots pro Layout statt acht
- er nimmt nur Noten und Velocity auf: Expression-Kurven pro Note können am Gerät weder aufgenommen noch bearbeitet werden, Patterns mit solchen Kurven werden aber korrekt wiedergegeben
- die Pattern-Länge reicht bis zu 64 Schritte (Erae 2: 256)
- es gibt kein Bouncen von Looper-Loops
Das Erae Beta User Manual behandelt ihn vollständig.
Velocity-Kurve auf dem Erae Touch
Der Erae Touch verfügt über dieselbe globale Velocity-Kurve wie der Erae 2 (Threshold, Drive, Compand, Range, identische Berechnung), bearbeitet am Gerät: Drücke Alt + Scale in der Layout-Ansicht, um den LED-Editor zu öffnen, tippe die linke oder rechte Hälfte einer Parameterzelle an, um deren Wert zu ändern, und beobachte die Live-Kurve auf der rechten Seite der Oberfläche. Die Einstellung wird in den globalen Einstellungen des Geräts gespeichert; Erae Lab verändert sie nicht. Die Sensoren der beiden Geräte sind unterschiedlich abgestimmt, sodass sich dieselben Werte auf einem Erae Touch und einem Erae 2 unterschiedlich anfühlen können.
Reine Z-Druckerfassung
Der Sensor des Erae Touch erfasst nur Z: den Druck an jeder Zelle, ohne X- oder Y-Messung pro Zelle wie beim Erae 2.
Die Fingerposition (X und Y auf der Oberfläche) wird daraus ermittelt, wie sich der Druck über benachbarte Zellen verteilt. Dieser Ansatz liefert präzise X- und Y-Koordinaten für das Finger-Tracking, doch die XY-Auflösung hängt davon ab, dass sich das Druckmuster über mehrere Zellen ausbreitet.
Praktische Auswirkungen:
- Velocity ergibt sich daraus, wie fest dein Finger in den ersten Momenten des Kontakts aufsetzt, was eine natürliche Velocity-Reaktion vergleichbar mit dem Erae 2 ergibt.
- Aftertouch (Channel Pressure oder Poly Pressure) funktioniert wie erwartet und ist voll funktionsfähig.
- Pitch Bend und Slide funktionieren über die Verfolgung der aus der Druckverteilung berechneten X- und Y-Position. Die Reaktion ist präzise, kann sich jedoch bei sehr leichter Berührung etwas anders anfühlen als beim Erae 2, da die Druckverteilung über weniger Zellen die Positionsgenauigkeit verringert.
Tipp: Für die genaueste Slide- und Pitch-Bend-Reaktion verwendest du einen bestimmten, vollflächigen Fingerdruck. Sehr leichte oder reine Fingerspitzen-Berührungen können die Präzision des X- und Y-Trackings verringern.
Kein LCD
Der Erae Touch hat kein LCD-Display. Statusinformationen werden über LEDs vermittelt: Die LED von Alt pulsiert orange, während Änderungen gespeichert werden, die LEDs von Plus und Minus zeigen die Oktave des fokussierten Keyboards, und eingerahmte Meldungen füllen bei Speicherproblemen die Oberfläche.
Bildschirme zur Bearbeitung am Gerät (die Layout-Auswahl, der Sequenzer und seine Einstellungsseite, der Editor für die Velocity-Kurve, die Skalenauswahl, das CC-Mapping) werden direkt auf der LED-Oberfläche dargestellt.
Tipp: Wenn du die Firmware-Version bestätigen oder den Gerätestatus prüfen musst, verbinde dich mit Erae Lab.
Keine CV-Ausgänge
Der Erae Touch hat keine CV-Ausgänge. Die 24 CV-Kanäle des Erae 2, das Pitch- und Gate-Routing und das CV-Kalibrierungssystem fehlen vollständig. Wenn dein Setup eine CV- und Gate-Ausgabe erfordert, ist ein Erae 2 notwendig.
Die MIDI-Ausgabe des Erae Touch ist verfügbar über:
- USB Device (Main): Standard-MIDI
- USB Device (MPE): MPE-MIDI
- TRS MIDI out (Port A): Hardware-Ausgang im DIN-Stil
Der MIDI-Eingang ist nur über USB Device (Main) verfügbar. Der Erae Touch hat keinen TRS-MIDI-Eingang; Clock- und Steuersignale von externem Equipment müssen über USB eintreffen.
Kein Looper, kein Arpeggiator-Bildschirm
Der Looper des Erae 2 ist auf dem Erae Touch nicht als Benutzerfunktion verfügbar, und der Arpeggiator-Einstellungsbildschirm hat auf seiner reinen LED-Oberfläche keine Entsprechung. Der Sequenzer (oben) ist das Pattern-Werkzeug auf dem Erae Touch.
Kein Encoder
Der Erae Touch hat keinen Drehencoder. Funktionen, die beim Erae 2 den Encoder verwenden, etwa das Navigieren in LCD-Menüs und das Feinjustieren von Werten, werden beim Erae Touch durch Touch-Bedienelemente auf der LED-Oberfläche und die Tasten Plus und Minus ersetzt.
2-stufiges Firmware-Update
Der Erae Touch verwendet einen zweistufigen Firmware-Update-Prozess. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zum Erae 2, der ein einstufiges Update verwendet.
Update-Ablauf:
- Erae Lab startet das Gerät in seinen Update-Modus neu.
- Lab lädt ein kleines Update-Programm auf das Gerät. Die Oberfläche zeigt
USB, während das Programm auf Lab wartet. - Lab sendet die neue Firmware an das Update-Programm, das beim Empfangen und Schreiben einen Fortschrittsbalken mit Prozentangabe anzeigt.
- Das Gerät startet mit der neuen Firmware neu und verbindet sich wieder mit Lab.
Das gesamte Update kann mehrere Minuten dauern. Geht etwas schief, zeigt die Oberfläche einen Fehlercode (E gefolgt von zwei Ziffern) in einem blinkenden Rahmen.
Tipp: Trenne während eines Firmware-Updates nicht das USB-Kabel und schalte das Gerät nicht aus. Wird das Update unterbrochen, verbinde das Gerät erneut mit Lab: Lab setzt die Übertragung fort, wenn das Gerät im Update-Modus zurückkommt, und bietet Install latest firmware an, wenn es in seinem Wiederherstellungs-Bootloader zurückkommt.
Funktionsvergleich: Erae Touch vs. Erae 2
| Funktion | Erae Touch | Erae 2 |
|---|---|---|
| Touch-Erfassung | Nur Z (X und Y berechnet) | XYZ |
| Projekte / Layouts | 4 Projekte mit je 8 Layouts (Alt-Paare) | 8 Layouts pro Projekt |
| LCD | Nein | Ja |
| Step-Sequenzer | Ja: nur Keyboards, 4 Patterns, Noten und Velocity, bis zu 64 Schritte | Ja: Keyboards, Fader, Buttons; 8 Patterns; Expression-Lanes; bis zu 256 Schritte |
| Velocity-Kurve | Ja, bearbeitet auf der LED-Oberfläche (Alt + Scale) | Ja, bearbeitet auf dem LCD (Settings) |
| Looper | Nein | Ja |
| CV-Ausgänge | Nein | 24 Kanäle |
| Encoder | Nein | Ja |
| Tasten | 5 dediziert | 18 Panel-Schalter plus Calibrate |
| Pedaleingänge | Nein | 2 |
| TRS-MIDI-Eingang | Nein | Ja |
| Stromversorgung | Eigenes Netzteil (Hohlstecker) | USB-C-Anschluss Power |
| Firmware-Update | 2-stufig | Einstufig |
| Projektspeicher | Interner Speicher | SD card |
Anhang A: Parameterreferenz
Dieser Anhang listet die konfigurierbaren Parameter jedes Elementtyps auf, geordnet nach Elementkategorie, mit den Namen, die in Erae Lab und auf dem Gerät verwendet werden. Die Werte sind so angegeben, wie du sie in Erae Lab siehst: MIDI-Kanäle 1 bis 16, CC-Werte 0 bis 127 und Notennamen, bei denen MIDI-Note 60 C3 ist.
Gemeinsame Parameter
Diese Parameter erscheinen bei jedem MIDI-erzeugenden Element.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Channel | MIDI-Kanal für ausgehende Nachrichten | 1 bis 16 | 1 |
| Midi Output | Welche physischen Ausgänge die Nachrichten des Elements übertragen | USB Device, USB Host, MIDI A, MIDI B (beliebige Kombination) | nur USB Device |
| Trig on entry | Welche Werte das Element sendet, wenn du zu seinem Layout wechselst | Off / Default / All | Default |
Controller-Slots
Jeder CC-Slot (Pressure, X abs, Y abs, X rel, Y rel, Motion, Sound Brightness) teilt diese Einstellungen.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Enable | Sendet diesen Controller | ein / aus | aus |
| Type | Controller-Typ | CC / CC 14-bit / RPN / NRPN | CC |
| Controller | Controller-Nummer (CC 14-bit: 0 bis 31, LSB auf Controller plus 32) | 0 bis 127 | abhängig vom Slot |
| Bank / Index | Parameteradresse (RPN und NRPN) | jeweils 0 bis 127 | 0 |
| Min/Max | Ausgabebereich | 0 bis 127 | 0 / 127 |
| Intensity | Empfindlichkeitsskalierung | 0 bis 255 | 127 |
| Smoothing | Tiefpass-Glättung | 0 bis 255 | 0 |
| Tracking | Tracking bei mehreren Fingern | None / LastPlayed / Highest / Lowest | None |
| Filter | Ansprechkurve | Exponential / Linear | Exponential |
| Initial value | Startwert (relative Slots und Sound Brightness) | 0 bis 127 | 64 |
Key
Keys sind die primären expressiven Bausteine. Ein Key-Element ordnet eine Berührungszone einer einzelnen Note mit voller Expression pro Finger zu. Keyboards verwenden für alle ihre Tasten dieselben Expression-Einstellungen.
Grundparameter
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Note | MIDI-Note | C-2 bis G8 | C3 |
| PB Range | Pitch-Bend-Bereich in Halbtönen | 1 bis 96 | 12 (48 mit MPE) |
Die Noten-Velocity folgt der geräteweiten Velocity Curve in den Einstellungen.
Pressure Tune
Steuert, wie der Fingerdruck Aftertouch erzeugt (Channel oder polyphon).
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Enable | Sendet Druck | ein / aus | ein |
| Type | Channel (Channel Pressure) oder Poly (polyphoner Aftertouch) | Auswahl | Channel |
| Tracking | Tracking bei mehreren Fingern | None / LastPlayed / Highest / Lowest | None |
| Filter | Ansprechkurve | Exponential / Linear | Exponential |
| Min/Max | Ausgabebereich | 0 bis 127 | 0 / 127 |
| Intensity | Druckempfindlichkeit | 0 bis 255 | 127 |
| Smoothing | Tiefpass-Glättung | 0 bis 255 | 0 |
Vibrato Tune (Pitch Bend)
Steuert die Zuordnung horizontaler Fingerbewegung zu Pitch Bend.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Enable | Sendet Pitch Bend | ein / aus | ein |
| Style | Ansprechkurve | Linear / Quadratic / FarQuadratic | Linear |
| Strength | Pitch-Bend-Empfindlichkeit | Schieberegler | |
| Return Speed | Wie schnell der Bend zur Mitte zurückkehrt | None bis Max |
CC-Zuweisungen (optional)
Jeder CC-Slot kann unabhängig aktiviert werden (siehe Controller-Slots).
| Slot | Beschreibung | Standard |
|---|---|---|
| Pressure | Druck als CC (zusätzlich zum Aftertouch) | Deaktiviert |
| X abs | Absolute horizontale Position | Deaktiviert |
| Y abs | Absolute vertikale Position | Deaktiviert |
| X rel | Horizontale Bewegung ab der Aufsetzposition des Fingers | Deaktiviert |
| Y rel | Vertikale Bewegung ab der Aufsetzposition des Fingers | Deaktiviert |
| Motion | Bewegungsgeschwindigkeit des Fingers | Deaktiviert |
Die Bewegungsgeschwindigkeit wird geglättet und von 0 bis 100 cm/s normalisiert, bevor sie auf den Controller-Bereich abgebildet wird.
Tipp: Wenn MPE aktiv ist, laufen Pitch Bend und Druck automatisch auf Kanälen pro Note. Die CC-Slots bleiben für zusätzliche expressive Achsen verfügbar.
Control Voltage
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Enable | Sendet CV | ein / aus | aus |
| Output | Erster verwendeter CV-Ausgang | 1 bis 24 | |
| Gate / 1V / Oct | Gate- und Pitch-Ausgänge | ein / aus | ein |
| Gate Mode | Gate, Trig oder Retrig | Auswahl | Gate |
| Trig Duration (ms) | Pulslänge im Modus Trig | 25 bis 250 | 25 |
| Gate Delay (ms) | Verzögerung, bevor das Gate öffnet | 0 bis 5 | 0 |
| CV Velocity / CV Pressure / CV X abs / CV Y abs | Kontinuierliche Ausgänge mit einem Spannungsbereich | -5 V bis +8 V | aus, 0 V bis 5 V |
| CV X rel / CV Y rel | Relative Ausgänge mit einem Bereich und einem Anfangswert | -5 V bis +8 V | aus, Anfangswert 2,5 V |
Die Reihenfolge der Ausgänge findest du unter CV-Ausgänge.
Button
Buttons senden beim Drücken eine diskrete Nachricht und, je nach Typ und Option Latched, eine zweite Nachricht beim Loslassen oder beim nächsten Drücken.
Gemeinsame Button-Parameter
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Channel | MIDI-Kanal | 1 bis 16 | 1 |
| Latched | Umschaltmodus: Ein Druck sendet die On-Nachricht, der nächste Druck die Off-Nachricht | ein / aus | aus |
| Type | Note, Control Change, Program Change, Control Voltage, Tap Tempo | Auswahl | Note |
Button: Typ Note
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Note | MIDI-Note (mit fester mittlerer Velocity gesendet) | C-2 bis G8 | C2 |
| CV | Optionale Gate- und 1-V/Okt.-Ausgänge | Ausgang oder deaktiviert | Deaktiviert |
Button: Typ Control Change
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Enable On / Controller | Beim Drücken gesendeter Controller | Controller-Slot | CC 63, deaktiviert |
| Value (on) | Beim Drücken gesendeter Wert | 0 bis 127 | 127 |
| Enable Off / Controller | Beim Loslassen oder beim nächsten Drücken gesendeter Controller | Controller-Slot | CC 63, deaktiviert |
| Value (off) | Beim Loslassen gesendeter Wert | 0 bis 127 | 0 |
Button: Typ Program Change
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Bank (on) | Bank Select mit der On-Nachricht senden | ein / aus | |
| Bank MSB / Bank LSB (on) | Bank Select MSB (CC 0) und LSB (CC 32) | 0 bis 127 | |
| Program (on) | Mit der On-Nachricht gesendeter Program Change | ein / aus, 0 bis 127 | |
| Bank / Bank MSB / Bank LSB (off) | Bank Select für die Off-Nachricht | ein / aus, 0 bis 127 | |
| Program (off) | Mit der Off-Nachricht gesendeter Program Change | ein / aus, 0 bis 127 |
Button: Typ Control Voltage
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Output | CV-Ausgang | 1 bis 24 | |
| On/Off | On- und Off-Spannung | -5 V bis +8 V | 5 V / 0 V |
Button: Typ Tap Tempo
Keine Parameter: Jeder Druck tippt das Projekttempo an (nur interne Clock).
Fader 1D
Ein eindimensionaler Fader, der die Y-Position eines Fingers innerhalb seiner Zone erfasst.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Channel | MIDI-Kanal | 1 bis 16 | 1 |
| Y abs CC | Controller für die vertikale Position | Controller-Slot | erster unbenutzter CC auf dem Kanal |
| Default Y | Beim Laden des Layouts vor jeder Berührung gesendeter Wert | 0 bis 127 | 63 |
| Center Y | Visueller Nullpunkt für die Fader-Füllung | 0 bis 127 | 0 |
| Pressure CC | Optionaler Controller für Druck | Controller-Slot | Deaktiviert |
| Motion CC | Optionaler Controller für die Bewegungsgeschwindigkeit des Fingers | Controller-Slot | Deaktiviert |
| Pressure / Y abs CV | Optionale CV-Ausgänge | Ausgang, Spannungsbereich | Deaktiviert |
Tipp: Setze Center Y auf
63für einen bipolaren Fader, der sich vom Mittelpunkt aus füllt.
Fader 2D
Ein zweidimensionales XY-Pad, das beide Achsen gleichzeitig erfasst.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Channel | MIDI-Kanal | 1 bis 16 | 1 |
| X abs CC | Controller für die horizontale Position | Controller-Slot | erster unbenutzter CC auf dem Kanal |
| Y abs CC | Controller für die vertikale Position | Controller-Slot | erster unbenutzter CC auf dem Kanal |
| Default X | Horizontaler Wert beim Laden | 0 bis 127 | 63 |
| Default Y | Vertikaler Wert beim Laden | 0 bis 127 | 63 |
| Center X | Visueller Nullpunkt für die X-Darstellung | 0 bis 127 | 0 |
| Center Y | Visueller Nullpunkt für die Y-Darstellung | 0 bis 127 | 0 |
| Pressure CC | Optionaler Controller für Druck | Controller-Slot | Deaktiviert |
| Motion CC | Optionaler Controller für die Bewegungsgeschwindigkeit des Fingers | Controller-Slot | Deaktiviert |
| Pressure / X abs / Y abs CV | Optionale CV-Ausgänge | Ausgang, Spannungsbereich | Deaktiviert |
Keyboard (Keyboard, Keygrid, Drumpad)
Keyboard-Elemente umfassen mehrere Tasten und teilen sich eine Reihe von Attributen auf Layout-Ebene. Jede Taste verwendet die oben unter Key beschriebenen Expression-Einstellungen.
Layout-Parameter des Keyboards
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Root note / Octave | Grundnote (Keyboard: nur Octave) | C-2 bis G8 | Keygrid und Keyboard C2, Drumpad C1 |
| Scale | Auf das Keyboard angewendete Skala | Keyboard: 15 Werksskalen; Keygrid: 14 Werksskalen oder eigene Skalen bei eingeschaltetem MPE | Keyboard Chromatic, Keygrid Major |
| Use global scale | Der projektweiten Skala folgen (Keygrid, Drumpad) | ein / aus | aus |
| Show Offscale | Jeden Halbton anzeigen (Keygrid) | ein / aus | aus |
| Semitones | Reihensprung in Halbtönen bei eingeschaltetem Show Offscale (Keygrid, Drumpad) | 1 bis 48 | Keygrid 5, Drumpad 4 |
| Degrees | Reihensprung in Skalenstufen bei ausgeschaltetem Show Offscale (Keygrid) | 1 bis 48 | 3 |
| Line offset | Reihensprung (Keyboard) | 1 bis 48 | |
| Key Width / Key Height | Größe jeder Taste in Rasterzellen | Zellen | 4 / 4 |
| MPE | MIDI Polyphonic Expression aktivieren | ein / aus | aus |
| MPE Master | MPE-Zone: Channel 1 (Lower Zone) oder Channel 16 (Upper Zone) | Auswahl | Channel 1 |
| Nb channel | Anzahl der MPE-Member-Kanäle (ersetzt Channel bei eingeschaltetem MPE) | 1 bis 15 | |
| Num voice | Anzahl der CV-Stimmen | 1 bis 15 | 1 |
Glissando Tune
Steuert das Tonhöhenverhalten, wenn ein Finger über Tasten gleitet.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Enable | Aktiviert Glissando | ein / aus | ein |
| Vertical Gliss. | Vertikale Bewegung trägt zum Gleiten bei | ein / aus | ein |
| Retrigger | Note beim Überqueren einer Tastengrenze neu auslösen | ein / aus | aus |
| Tune Loc | Referenzpunkt: Pad (Tastenmitte) oder Finger (anfängliche Berührungsposition) | Auswahl | Pad |
| Smoothing | Glättung des Gleitens | 0 bis 255 | 63 |
| In Tune Width | Größe der gestimmten Zone als Prozentsatz der Tastenbreite | 0 bis 100 | 50 |
Sound Brightness (CC 74)
Ordnet eine Gestenachse innerhalb einer Taste dem CC 74 (Brightness / Timbre) zu.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Gesture | Welche Achse den CC steuert: None, Pressure, X Absolute, Y Absolute, X Relative, Y Relative, Motion Speed | Auswahl | None |
| Initial value | Vor jeder Berührung gesendeter Wert | 0 bis 127 | 64 |
| Weitere Einstellungen | Min/Max, Intensity, Smoothing, Tracking, Filter | siehe Controller-Slots |
Arpeggiator
Der Arpeggiator wird auf dem Gerät eingestellt (Taste Arp); siehe Arpeggiator & Looper.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Ein / Aus | Umgeschaltet mit der Taste Arp | ein / aus | aus |
| Quantize | Das Arpeggio auf dem Clock-Raster starten | ein / aus | ein |
| Octave | Anzahl zusätzlicher Oktaven | 0 bis 8 | 0 |
| Rate | Schrittrate in Bruchteilen eines Schlags: 1/32, 1/16, 1/8, 1/4, 1/2, 1/1, Pressure | Auswahl | 1/4 |
| Style | Up, Down, UpDown, UpAndDown, Random | Auswahl | Up |
| Pressure | Wie stark der Fingerdruck die Noten-Velocity formt | 0% bis 100% | 40% |
Ableton Launchpad (LivePad)
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Position | Full Width, Left Half oder Right Half | Auswahl | abhängig von der Platzierung |
| Zoom | Größe der Rasterzellen | Small / Large | Large |
API Zone
Die API Zone stellt Fingerdaten über SysEx-Streaming für externe Anwendungen bereit.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Zone Index | Kennung dieser Zone im Datenstrom | 0 bis 127 | 0 |
| Max Num Fingers | Gespeichert, noch nicht angewendet | 0 bis 10 | 10 |
| Finger Data Rate | Gespeichert, noch nicht angewendet | 0 bis 255 | 0 |
Nicht sichtbare Elemente
Nicht sichtbare Elemente werden nicht auf der Oberfläche angezeigt, reagieren aber auf externe Eingaben.
Pedal
Jedes Layout konfiguriert die beiden Pedaleingänge, Pedal A und Pedal B.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Type | Disable, Switch, Kick, Sustain (Binary), Sustain (Continuous), Expressive | Auswahl | Disable |
| Channel | MIDI-Kanal | 1 bis 16 | 1 |
| Midi Output | Ausgangsports | USB Device, USB Host, MIDI A, MIDI B | USB Device |
Pedal: Switch
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Latched | Bei jedem Druck umschalten (statt Drücken und Loslassen) | ein / aus | aus |
| Message Type | Note, Control Change, Program Change, Tap Tempo | Auswahl | Note |
| Note | Note für den Typ Note | C-2 bis G8 | C4 |
Die Einstellungen für Control Change und Program Change entsprechen denen des Button-Elements. Mit Tap Tempo tippt jeder Druck das Projekttempo an.
Pedal: Sustain (Binary)
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Controller | Controller für Sustain | Controller-Slot | CC 64 |
| On Value | Wert bei gedrücktem Pedal | 0 bis 127 | 127 |
| Off Value | Wert bei losgelassenem Pedal | 0 bis 127 | 0 |
| Latched | Bei jedem Druck umschalten | ein / aus | aus |
Pedal: Kontinuierlich (Expressive / Sustain Continuous)
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Controller | Controller für die kontinuierliche Ausgabe | Controller-Slot | Expressive CC 11, Sustain (Continuous) CC 64 |
| Invert | Pedalrichtung umkehren | ein / aus | aus |
Pedal: Kick
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Note | Beim Anschlag ausgelöste MIDI-Note | C-2 bis G8 | C0 |
| Velocity Sensitivity % | Skalierung der Velocity-Reaktion | 0 bis 100 | 100 |
| Impact Threshold % | Minimale Anschlagskraft zum Auslösen | 1 bis 100 | 10 |
| Duration Mode | Until Release oder Fixed | Auswahl | Until Release |
| Fixed Duration (ms) | Notendauer im Modus Fixed | 1 bis 5000 | 100 |
Projekteinstellungen
Einstellungen auf Projektebene gelten global für alle Layouts.
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| Clock source | INT, USB-dev, MIDI, USB-host | Auswahl | INT |
| Tempo | Internes Tempo | 1 bis 999 BPM | 120 BPM |
| Metronome | Klick-Ausgabe aktivieren | ein / aus | aus |
| Pedal A / Pedal B Global Enable | Die Pedaleingänge aktivieren | ein / aus | aus |
| CC on layout change | Elementwerte beim Wechseln von Layouts senden | ein / aus | ein |
| Switch Mode | Modus für den Pattern-Wechsel im Sequenzer: Wait, Jump, Restart | Auswahl | Wait |
MIDI 2.0 (alternativer USB-Modus, nach einem Neustart angewendet) ist eine Geräteeinstellung im selben Menü, standardmäßig ausgeschaltet.
CV-Clock-Ausgang
| Parameter | Beschreibung | Bereich | Standard |
|---|---|---|---|
| CV Clock | CV-Clock-Ausgang aktivieren | ein / aus | aus |
| Beat Division | Clock-Rate: 1 ppqn, 2 ppqn, 4 ppqn, 8 ppqn, 24 ppqn, 48 ppqn | Auswahl | 4 ppqn |
| Clock Output | CV-Ausgang, der die Clock führt | 1 bis 23 | 1 |
| Reset Output | Schreibgeschützt, der Ausgang nach dem Clock-Ausgang | Clock Output plus 1 | 2 |
MIDI-Routing
Jeder Routing-Schalter leitet eingehendes MIDI von einem Port an einen anderen weiter.
| Parameter | Beschreibung | Standard |
|---|---|---|
| MIDI -> USB Host | MIDI In an USB Host routen | aus |
| MIDI -> USB Device | MIDI In an USB Device routen | aus |
| MIDI -> MIDI A | MIDI In an MIDI-Ausgang A routen | aus |
| MIDI -> MIDI B | MIDI In an MIDI-Ausgang B routen | aus |
| USB Device -> USB Host | USB-Device-Eingang an USB Host routen | aus |
| USB Device -> MIDI A | USB-Device-Eingang an MIDI-Ausgang A routen | aus |
| USB Device -> MIDI B | USB-Device-Eingang an MIDI-Ausgang B routen | aus |
| USB Host -> USB Device | USB-Host-Eingang an USB Device routen | aus |
| USB Host -> MIDI A | USB-Host-Eingang an MIDI-Ausgang A routen | aus |
| USB Host -> MIDI B | USB-Host-Eingang an MIDI-Ausgang B routen | aus |
Tipp: MIDI-Routing ist nützlich, wenn du Erae 2 als USB-zu-MIDI-Interface verwendest. Aktiviere MIDI -> USB Device, um ein externes Keyboard mit der Oberflächenausgabe zusammenzuführen, die deine DAW sieht.
Anhang B: MIDI-Implementierungstabelle
Erae 2 sendet MIDI über USB Device (class-compliant), USB Host, MIDI Out A und MIDI Out B. Jedes Element wählt seine Ausgabeziele unabhängig aus. Eingehendes MIDI wird über USB Device, USB Host und den TRS-MIDI-Eingang empfangen und kann mit den Routing-Schaltern des Projekts (Settings -> Routing) zwischen den Ports weitergeleitet werden.
In der Tabelle bedeutet Erkannt, dass Erae 2 selbst auf die Nachricht reagiert. Eingehende Kanalnachrichten, auf die es nicht reagiert, können trotzdem über die Routing-Schalter weitergeleitet werden.
Haupt-Implementierungstabelle
| Funktion | Gesendet | Erkannt | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Basiskanal | Kanal 1 bis 16 pro Element | Jedes Element hat seinen eigenen Kanal | |
| Note On | Ja | Nein | Keys, Buttons (Typ Note), Keyboard-Elemente, Switch- und Kick-Pedale |
| Note Off | Ja | Nein | Wird beim Abheben des Fingers gesendet; Lift Tune legt die Release-Velocity fest |
| Polyphonic Aftertouch | Ja (optional) | Nein | Key- und Keyboard-Elemente, wenn Pressure Type PolyPressure ist |
| Channel Aftertouch | Ja (optional) | Nein | Key- und Keyboard-Elemente, wenn Pressure Type ChannelPressure ist |
| Control Change | Ja | Nein | Siehe CC-Tabelle unten |
| Program Change | Ja | Nein | Buttons (Typ Program Change) und Switch-Pedale, mit optionalem Bank Select |
| Pitch Bend | Ja | Nein | Key- und Keyboard-Elemente; Bereich 1 bis 96 Halbtöne (Standard 12, 48 mit MPE) |
| 14-Bit-CC | Ja | Nein | Controller-Typ CC14bit: MSB auf der CC-Nummer, LSB auf der CC-Nummer + 32 |
| RPN | Ja | Nein | Controller-Typ RPN bei Elementen und Pedalen, die einen CC Type anbieten |
| NRPN | Ja | Nein | Controller-Typ NRPN bei Elementen und Pedalen, die einen CC Type anbieten |
| MPE | Ja | Nein | Pro Keyboard aktiviert; die MPE-Ausgabe verwendet immer den Port Erae 2 MIDI (MPE) |
| System Exclusive | Ja | Ja | Universal Identity Request und das Embodme-Protokoll (siehe unten) |
| MIDI Clock (0xF8) | Ja | Ja | Gesendet, wenn Clock source INT ist; befolgt, wenn eine externe Quelle ausgewählt ist |
| MIDI Start (0xFA) | Ja | Ja | Gesendet, wenn die interne Clock startet; befolgt bei externer Quelle |
| MIDI Stop (0xFC) | Ja | Ja | Gesendet, wenn die interne Clock stoppt; befolgt bei externer Quelle |
| MIDI Continue (0xFB) | Nein | Ja | Bei externer Quelle startet es die Wiedergabe, wenn gestoppt |
| Active Sensing (0xFE) | Nein | Nein | Nicht verwendet |
Bei interner Clock werden Clock, Start und Stop an USB Device, USB Host, MIDI A und MIDI B gesendet.
Tipp: Erae 2 sendet keine MPE-Konfigurations- oder Pitch-Bend-Bereichs-Nachricht. Stelle den MPE-Pitch-Bend-Bereich deines Instruments passend zum Pitch-Bend-Bereich des Keyboards ein (standardmäßig
48Halbtöne).
MPE im Detail
Wenn MPE auf einem Keyboard-Element aktiviert ist, sendet Erae 2 als MPE Lower Zone (Master-Kanal 1) oder Upper Zone (Master-Kanal 16), gewählt über die Einstellung MPE Master Channel des Keyboards.
| MPE-Parameter | Wert |
|---|---|
| Master-Kanal | Kanal 1: Lower Zone (Standard); Kanal 16: Upper Zone |
| Member-Kanäle (Lower Zone) | Ab Kanal 2 aufwärts, dynamisch zugewiesen |
| Member-Kanäle (Upper Zone) | Ab Kanal 15 abwärts, dynamisch zugewiesen |
| Pitch Bend pro Note | Auf dem Member-Kanal gesendet |
| Druck pro Note | Auf dem Member-Kanal gesendet |
| Timbre pro Note | CC74 auf dem Member-Kanal (wenn die Slide-Ausgabe des Keyboards aktiviert ist) |
| Pitch-Bend-Bereich (Member) | Pitch-Bend-Bereich des Keyboards, standardmäßig 48 Halbtöne |
| USB-Port | Erae 2 MIDI (MPE) |
Universal Identity Request
Erae 2 beantwortet den standardmäßigen Identity Request (F0 7E <id> 06 01 F7) mit Geräte-ID 0x01 oder 0x7F auf dem USB-Port, von dem er kam:
F0 7E 01 06 02 00 21 50 00 01 00 02 <channel> <major> <minor> <patch> F7
00 21 50 ist die Embodme-Hersteller-ID, 00 01 die Erae-Familie und 00 02 das Modell Erae 2. Die letzten vier Datenbytes geben die Firmware-Version an.
SysEx-Protokoll
Die Embodme-SysEx-Nachrichten, die ein externes Programm auf dem Erae 2 verwenden kann, sind die Befehle der Entwickler-API, die Berührungen aus API-Zone-Elementen lesen und deren LEDs bemalen. Sie beginnen mit diesem Header:
F0 00 21 50 00 01 00 02 01 01 04 <sub-service> <payload...> F7
00 21 50 ist die Embodme-Hersteller-ID, 00 01 00 02 identifiziert den Erae 2, 01 ist die Geräte-ID und 01 04 wählt den API-Dienst. Nachrichten an eine andere Geräte-ID, einschließlich der Broadcast-ID 0x7F, werden ignoriert.
API-Zone-Befehle
| Sub-Service | Richtung | Beschreibung |
|---|---|---|
StartFingerDataStreaming (0x01) | Host -> Gerät | Senden von Fingerdaten aus API-Zonen starten |
EndFingerDataStreaming (0x02) | Host -> Gerät | Fingerdaten stoppen |
ZoneBoundaryRequest (0x10) | Host -> Gerät | Die Größe einer API-Zone abfragen |
Clear (0x20) | Host -> Gerät | Die LEDs einer API-Zone löschen |
SetPixel (0x21) | Host -> Gerät | Eine LED setzen |
DrawRectangle (0x22) | Host -> Gerät | Ein Rechteck füllen |
DrawImage (0x23) | Host -> Gerät | Ein Bild zeichnen |
VersionRequest (0x7F) | Host -> Gerät | Die Version des API-Protokolls abfragen |
Byte-Aufbau, Koordinaten, Farb- und Bildkodierung sowie ausgearbeitete Beispiele findest du in Anhang D: Entwickler-API. Erae Lab und das Ableton Live Remote Script verwenden eigene Nachrichten; diese musst du nicht selbst senden.
Standard-CC-Zuordnungen
Die folgenden CC-Nummern werden standardmäßig verwendet, wenn die entsprechenden Funktionen aktiviert sind. CC-Zuweisungen von Elementen und Pedalen lassen sich in Erae Lab oder auf dem Gerät ändern.
| CC-Nummer | Name | Verwendet von | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| CC0 / CC32 | Bank Select MSB / LSB | Buttons (Program Change) und Switch-Pedale | Wenn eine Bank aktiviert ist |
| CC11 | Expression | Pedal Expressive | Standard-CC-Nummer |
| CC64 | Sustain | Sustain-Pedal | Binary: On- und Off-Werte; Continuous: folgt dem Pedal |
| CC74 | Timbre | Slide-Ausgabe des Keyboards | Y-Position innerhalb einer Taste; standardmäßige MPE-Timbre-Achse |
| CC102 bis CC109 | Layout-Wechsel | CC on layout change | Kanal 16, nur USB Device: 127, wenn ein Layout betreten wird, 0, wenn es verlassen wird |
| Benutzerdefiniert | Pressure | Druck-CC von Key und Fader | Optional |
| Benutzerdefiniert | X Position | X-absolut-CC von Key und Fader | Absolute horizontale Position |
| Benutzerdefiniert | Y Position | Y-absolut-CC von Key und Fader | Absolute vertikale Position |
| Benutzerdefiniert | X Relative | X-relativ-CC von Key und Keyboard | Bewegung seit Beginn der Berührung |
| Benutzerdefiniert | Y Relative | Y-relativ-CC von Key und Keyboard | Bewegung seit Beginn der Berührung |
| Benutzerdefiniert | Motion Speed | Bewegungsgeschwindigkeits-CC von Key und Fader | Bewegungsgeschwindigkeit des Fingers, geglättet und normalisiert von 0 bis 100 cm/s |
Anhang C: DAW-Einrichtungsanleitungen
Dieser Anhang bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Verbindung für die gebräuchlichsten DAW- und Hardware-Konfigurationen. Ob du standardmäßiges MIDI routest, MPE-Ausdruck pro Note aktivierst oder Hardware-Synthesizer und Eurorack-Module anschließt : Die entsprechende Vorgehensweise ist hier beschrieben.
Allgemeine MIDI-Einrichtung
USB-MIDI-Ports
Wenn Erae 2 im normalen MIDI-1.0-Modus über USB verbunden ist, sieht deine DAW zwei für den Benutzer sichtbare MIDI-Kabel innerhalb eines einzigen klassenkompatiblen USB-MIDI-Geräts. Unter macOS, Windows 10/11 oder Linux ist keine Treiberinstallation erforderlich.
| Kabel | Portname | Verwendung |
|---|---|---|
| Cable 0 | Erae 2 MIDI | Standard-MIDI in beide Richtungen: Noten, Velocity, Pitch Bend, CC, Clock. Verwende dies für die meisten DAW-Instrumentenspuren, für an Erae 2 gesendete Clock und für das allgemeine Routing. |
| Cable 1 | Erae 2 MIDI (MPE) | Nur MPE-Ausgang: der gesamte Ausdruck pro Note (Pitch Bend, Druck, Slide) für MPE-kompatible Instrumente. MPE-Nachrichten gehen immer an dieses Kabel; dieses Routing ist nicht konfigurierbar. Erae 2 empfängt auf diesem Kabel kein MIDI. |
Schnelle Faustregel: Route Nicht-MPE-Instrumentenspuren zu Erae 2 MIDI und MPE-Instrumentenspuren zu Erae 2 MIDI (MPE). MIDI 2.0 ist ein alternativer USB-Modus, der über Settings -> MIDI 2.0: ON/OFF gesteuert wird und einen Neustart des Geräts erfordert.
Fallstrick: Die meisten DAWs reduzieren eingehendes MIDI auf einen einzigen Kanal (typischerweise Kanal 1), bevor es an ein VST- oder AU-Instrument weitergegeben wird, sofern die Spur nicht ausdrücklich für MPE konfiguriert ist. Wenn du ein Layout entwirfst, das mit einem Plugin (etwa Erae Sound) verwendet werden soll, halte alle Elemente, die CCs senden, auf demselben MIDI-Kanal; Kanal 1 ist die sicherste Voreinstellung. Layouts, die Makro-CCs über mehrere Kanäle verteilen, verlieren diese CCs in Nicht-MPE-DAW-Spuren. Diese Einschränkung gilt nicht für das Hardware-Routing, MPE-Keyboards am MPE-Port oder DAW-Spuren mit ausdrücklich aktiviertem MPE.
Erae Sound in einer DAW verwenden
Wenn Erae Sound als VST3- oder AU-Plugin auf einer DAW-Instrumentenspur geladen ist, sendet die Erae-Oberfläche ihre Daten über die standardmäßigen USB-MIDI-Ports; kein proprietärer Treiber ist beteiligt.
Fader-Gesten und Keyboard-Noten (Nicht-MPE) kommen auf Erae 2 MIDI an. Aktiviere diesen Port als MIDI-Eingang auf der Instrumentenspur und stelle den Kanal so ein, dass er deinem Layout entspricht (Standard: Kanal 1).
MPE-Slide und Ausdruck pro Note kommen auf Erae 2 MIDI (MPE) an. Für die vollständige MPE-Wiedergabe aktivierst du den MPE-Modus auf der Instrumentenspur, richtest den Eingang auf Erae 2 MIDI (MPE) aus und setzt den Kanal auf All Channels, damit alle 16 Member-Kanäle das Instrument erreichen.
Führe Erae Sound Standalone und das Plugin nicht gleichzeitig aus. Beide Instanzen lauschen demselben Erae-MIDI-Eingang. Noten und Gesten erreichen beide Engines gleichzeitig und verursachen Doppel-Triggering sowie Audio aus beiden Ausgängen. Wenn du Audio aus Erae Lab hörst, während du über das Plugin spielst, klicke auf das Power-Icon auf dem Tab Sound in der oberen Kopfleiste von Erae Lab, um Erae Sound zu deaktivieren; dadurch wird die Audio-Engine gestoppt, während das Gerät für Layout-Bearbeitung und Synchronisation verbunden bleibt.
macOS: Entfernen veralteter Geräteeinträge
Nach einem Firmware-Update behält macOS manchmal den alten USB-Geräteeintrag zusammen mit dem neuen bei. Dies kann zu doppelten oder nummerierten Portnamen führen (z. B. Erae 2 2).
So bereinigst du das:
- Öffne Audio-MIDI-Setup (in
/Applications/Utilities/). - Wähle Window -> Show MIDI Studio (oder drücke Command-2).
- Suche nach einem alten
Erae 2-Eintrag mit einem Warnsymbol oder einem nummerierten Suffix. - Klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle Remove Device.
- Trenne das USB-C-Kabel und schließe es wieder an. Das Gerät wird sauber neu erkannt, mit einem einzigen Eintrag.
Tipp: Starte nach dem Entfernen des veralteten Eintrags jede geöffnete DAW neu, damit sie die aktualisierte Portliste neu einliest.
Windows: Sichtbarkeit der Ports überprüfen
- Öffne den Geräte-Manager und erweitere den Abschnitt Audio, Video und Gamecontroller oder USB-Controller.
- Bestätige, dass Erae 2 ohne gelbes Warnsymbol erscheint.
- Löse in deiner DAW einen erneuten MIDI-Gerätescan aus oder starte die Anwendung neu. Windows-MIDI-Ports werden auf Treiberebene registriert: Sie werden nicht in allen Hosts dynamisch neu geladen.
Tipp: Wenn das Gerät erscheint, aber keine MIDI-Daten fließen, überprüfe, ob deine DAW nicht auf den "Exklusivmodus" für den MIDI-Port eingestellt ist, was die gemeinsame Nutzung mit anderen Anwendungen verhindert.
Ableton Live
Ableton Live 11 und 12 sind sowohl für Standard-MIDI als auch für MPE vollständig mit Erae 2 kompatibel. Für das LivePad-Element zur Clip- und Szenensteuerung ist ein MIDI Remote Script von Embodme erhältlich.
Schritt 1: MIDI-Ports aktivieren
- Öffne Ableton Live -> Preferences (macOS: Live -> Settings, Windows: Options -> Preferences).
- Klicke auf den Tab Link, Tempo & MIDI (Live 11: Link/Tempo/MIDI).
- Suche im Abschnitt MIDI Ports die Eingangszeile für
Erae 2 MIDI.- Stelle Track auf On: Dadurch können MIDI-Daten vom Port auf Instrumentenspuren empfangen werden.
- Stelle Remote auf On: Dadurch kann der Port von einem Control-Surface-Skript zum Starten von Clips und zum Zuweisen von Parametern verwendet werden.
- Suche die Eingangszeile für
Erae 2 MIDI (MPE).- Stelle Track auf On.
- Lass Sync und Remote für diesen Port ausgeschaltet (sie werden für den MPE-Port nicht benötigt).
- Aktiviere optional die Ausgangszeile für
Erae 2 MIDI, wenn Live MIDI an Erae 2 zurücksenden soll (zum Beispiel für Clock-Sync oder LED-Feedback des LivePad). Der MPE-Port hat keinen Ausgang zum Erae 2.
Fallstrick: Wenn du nur
Erae 2 MIDIund nichtErae 2 MIDI (MPE)aktivieren, erhalten MPE-Instrumente keine expressiven Daten. Bei beiden Ports muss Track aktiviert sein, um eine vollständige expressive Einrichtung zu erhalten.
Schritt 2: Eine Standard-MIDI-Instrumentenspur einrichten
- Erstelle eine Audio- oder MIDI-Spur mit deinem Zielinstrument.
- Wähle im MIDI From-Selektor der Spur (der oberste Eingangsselektor der Spur)
Erae 2 MIDI. - Setze den Kanal auf All Channels oder auf den spezifischen Kanal, der der MIDI-Kanalzuweisung deines Erae-2-Elements entspricht.
- Schalte die Spur zur Aufnahme scharf oder setze das Monitoring auf In, um sie in Echtzeit zu hören.
Schritt 3: Eine MPE-Instrumentenspur einrichten
- Erstelle eine MIDI-Spur mit einem MPE-kompatiblen Instrument (Abletons Drift, Meld oder ein beliebiges MPE-Plugin).
- Wähle unter MIDI From
Erae 2 MIDI (MPE). - Setze den Kanal auf All Channels: MPE erfordert, dass alle 16 Kanäle gleichzeitig empfangen werden.
- Öffne die Plugin-Einstellungen des Instruments und aktiviere den MPE-Modus, falls das Instrument einen expliziten Schalter dafür hat.
Tipp: Abletons eigene MPE-Instrumente (Drift, Meld) aktivieren MPE automatisch, wenn sie einen mehrkanaligen Eingang erkennen. MPE-Plugins von Drittanbietern erfordern möglicherweise einen manuellen Schalter in ihrem Einstellungsfenster.
Schritt 4: Das MIDI Remote Script installieren (LivePad-Element)
Das Erae 2 MIDI Remote Script ermöglicht es dem LivePad-Element, Clips zu starten, Szenen auszulösen und durch das Session-Raster in Ableton Live zu navigieren.
- Lade das Paket Erae 2 Remote Script von der Embodme-Support-Website herunter.
- Kopiere den Skriptordner (mit dem Namen
Erae2) in den Ordner für MIDI Remote Scripts der Ableton User Library:- macOS:
~/Library/Preferences/Ableton/Live x.x.x/User Remote Scripts/ - Windows:
C:\Users\<username>\Documents\Ableton\User Library\Remote Scripts\
- macOS:
- Starte Ableton Live neu.
- Öffne Preferences -> Link, Tempo & MIDI.
- Klicke im Abschnitt Control Surface auf einen leeren Slot und wähle Erae2 aus dem Dropdown-Menü.
- Setze den Input auf
Erae 2 MIDIund den Output aufErae 2 MIDI.
Das LivePad-Element auf der Oberfläche spiegelt nun den Clip-Status in Echtzeit wider (spielend, gestoppt, in der Warteschlange) und nutzt dazu farbiges LED-Feedback.
Fallstrick: Wenn das Control-Surface-Dropdown Erae2 anzeigt, die Clip-Farben sich aber nicht aktualisieren, überprüfe, ob der Output-Port des Remote Scripts auf
Erae 2 MIDIund nicht auf den MPE-Port eingestellt ist. Das LED-Feedback läuft über das Hauptkabel.
MIDI-Clock-Sync (Ableton -> Erae 2)
So synchronisierst du den Arpeggiator und Looper von Erae 2 mit Abletons Tempo:
- Suche unter Preferences -> Link, Tempo & MIDI die Ausgangszeile für
Erae 2 MIDI. - Stelle Sync auf On.
- Öffne auf Erae 2 Settings und stelle Clock source auf
USB-dev. - Drücke in Ableton auf Play: Erae 2 synchronisiert sich automatisch mit Abletons Tempo.
Logic Pro
Logic Pro X (10.5+) und Logic Pro für Mac unterstützen MPE nativ. Jede MPE-fähige Spur verwendet die mehrkanalige Aufnahme, und der Ausdruck pro Kanal bleibt in der MIDI-Region erhalten.
Schritt 1: MIDI-Eingang im Audio-MIDI-Setup aktivieren
- Öffne Audio-MIDI-Setup und bestätige, dass Erae 2 im Fenster MIDI Studio mit den sichtbaren Standard- und MPE-Ports erscheint.
- Wenn keine Ports erscheinen, klicke auf die Schaltfläche Rescan MIDI (das Symbol mit dem gebogenen Pfeil oben im MIDI-Studio-Fenster).
Schritt 2: Logics MIDI-Einstellungen konfigurieren
- Öffne Logic Pro -> Settings -> MIDI (macOS Ventura+) oder Logic Pro -> Preferences -> MIDI (frühere Versionen).
- Bestätige im Tab General, dass Auto-demix by channel if multi-channel recording aktiviert ist. Dadurch wird sichergestellt, dass MPE-Daten auf verschiedenen Kanälen während der Aufnahme nicht auf einen einzigen Kanal reduziert werden.
- Lass die Standard-Portzuweisungen unverändert: Logic scannt und stellt alle verfügbaren MIDI-Eingänge automatisch bereit.
Schritt 3: Eine Standard-MIDI-Spur erstellen
- Erstelle im Bereich Tracks eine neue Software-Instrument-Spur.
- Öffne den Region-Inspektor der Spur oder den Channel Strip und bestätige, dass der MIDI-Eingang auf All oder auf den spezifischen Kanal eingestellt ist, der deinem Erae-2-Layout entspricht.
- Logic empfängt automatisch von allen verbundenen MIDI-Geräten. Wenn du den Eingang nur auf Erae 2 beschränken möchtest, verwende das Plugin External Instrument im Instrumenten-Slot und weise den Eingang
Erae 2 MIDIzu.
Schritt 4: MPE pro Spur aktivieren
- Wähle die Software-Instrument-Spur aus, die du expressiv spielen möchtest.
- Klicke im Track-Inspektor (linkes Bedienfeld) auf die Schaltfläche i (Information), um die Spureinstellungen zu erweitern.
- Suche den Parameter MIDI Channel und setze ihn auf All: erforderlich für die mehrkanalige MPE-Aufnahme.
- Klicke im Track-Inspektor auf den Schalter MPE, um den Ausdruck pro Note zu aktivieren. Wenn aktiviert, zeichnet Logic Pitch Bend, Druck und Slide jeder Note unabhängig auf.
Fallstrick: Wenn MPE nicht pro Spur aktiviert ist, führt Logic alle Kanäle auf Kanal 1 zusammen und der Ausdruck pro Note geht verloren. Der MPE-Schalter muss auf jeder Spur aktiv sein, die von
Erae 2 MIDI (MPE)empfängt.
Schritt 5: Die Spur auf den MPE-Port ausrichten
- Klicke im Channel Strip der Spur auf den Abschnitt MIDI In.
- Wähle aus dem Dropdown-Menü der Eingangsquelle
Erae 2 MIDI (MPE). - Setze den Kanal auf All.
Logic Pro: Umgehungslösung "Reset MIDI Drivers"
Bei einigen macOS-Versionen speichert Logic den MIDI-Gerätestatus beim Start zwischen. Wenn die Erae-2-Ports im Audio-MIDI-Setup erscheinen, aber im Portselektor von Logic fehlen:
- Öffne in Logic Window -> Show MIDI Environment (oder drücke Command-0).
- Wähle in der Menüleiste der Midi Environment Special -> Reset All MIDI Drivers.
- Logic scannt alle verbundenen MIDI-Geräte erneut, ohne dass ein Neustart erforderlich ist.
- Schließe das Fenster der MIDI Environment und kehre zum Tracks-Bereich zurück: Die Ports sollten nun in den Eingangsselektoren erscheinen.
Tipp: Wenn dir die MIDI Environment unvertraut ist, besteht eine einfachere Umgehungslösung darin, Logic zu beenden, Erae 2 zu trennen und wieder anzuschließen und Logic neu zu starten. Der MIDI-Treiber-Cache wird beim Anwendungsstart geleert.
MIDI-Clock-Sync (Logic -> Erae 2)
- Aktiviere unter Logic Pro -> Settings -> MIDI die Option Transmit MIDI Clock.
- Setze das Häkchen neben
Erae 2 MIDIin der Liste der Clock-Ziele. - Öffne auf Erae 2 Settings und stelle Clock source auf
USB-dev.
FL Studio
FL Studio (Version 20+) implementiert MPE nicht auf dieselbe Weise wie die oben genannten DAWs. Der Ausdruck pro Note erfordert ein manuelles Routing pro Kanal oder die Verwendung von Patcher für Multi-Instanz-Instrumentenkonfigurationen. Für die standardmäßige polyphone Verwendung funktioniert FL Studio gut mit dem Erae 2 MIDI-Port von Erae 2.
Schritt 1: Die MIDI-Ports aktivieren
- Öffne Options -> MIDI Settings.
- Suche im Abschnitt Input in der Geräteliste
Erae 2 MIDI. - Klicke darauf, um es hervorzuheben, und aktiviere dann Enable, um den Port zu aktivieren.
- Weise ihm eine verfügbare Port-Nummer zu (z. B. Port 0). Notiere dir diese Nummer: Du wirst sie verwenden, um MIDI an bestimmte Instrumente zu routen.
- Wiederhole dies für
Erae 2 MIDI (MPE), wenn du das Routing pro Kanal verwenden möchtest, und weise ihm eine andere Portnummer zu (z. B. Port 1). - Aktiviere Send master sync, wenn der Transport von FL Studio die Clock von Erae 2 synchronisieren soll.
Fallstrick: Die Aktivierung der MIDI-Ports von FL Studio bleibt standardmäßig nicht über Sitzungen hinweg erhalten. Wenn der Port nach einem Neustart deaktiviert erscheint, aktiviere ihn in den MIDI Settings erneut und speichere dein FL-Studio-Projekt sofort.
Schritt 2: MIDI an ein Instrument routen
- Klicke im Channel Rack mit der rechten Maustaste auf das Instrument, das von Erae 2 empfangen soll.
- Wähle Receive notes from und wähle die Portnummer, die du
Erae 2 MIDIzugewiesen hast. - Setze den MIDI channel im Dialog Receive Notes auf den Kanal, der in deinem Erae-2-Layout zugewiesen ist (Standard: Kanal 1).
- Spiele die Oberfläche: Die Noten sollten nun das Instrument auslösen.
Tipp: Wenn mehrere Instrumente gleichzeitig auf verschiedenen Kanälen von Erae 2 empfangen sollen, weise jedem Instrument in den MIDI-Einstellungen des Channel Rack einen anderen MIDI-Kanal zu und stimme ihn auf die Kanalzuweisungen pro Element in Erae 2 ab.
Schritt 3: CC-Zuweisung mit Multi-Link
Die Funktion Multi-Link to Controllers von FL Studio ist der schnellste Weg, um die CC-Ausgänge von Erae 2 auf Instrumentenparameter abzubilden.
- Öffne den Mixer oder das Instrumenten-Plugin, das du steuern möchtest.
- Wähle in der Menüleiste Tools -> Multi-link to controllers (oder klicke mit der rechten Maustaste auf einen beliebigen Regler und wähle Link to controller).
- Bewege den Zielregler oder -fader in FL Studio.
- Berühre das entsprechende Oberflächenelement auf Erae 2, um das CC zu senden: FL Studio erfasst die CC-Nummer automatisch und erstellt die Zuweisung.
- Klicke auf Accept, um zu bestätigen.
Tipp: Die Fader-Elemente von Erae 2 senden CC auf den Achsen, die du in Erae Lab konfigurierst. Ein vertikaler 1D-Fader sendet standardmäßig CC Y Absolute; ein 2D-Fader kann sowohl X als auch Y gleichzeitig senden. Bilde jede Achse auf einen separaten Parameter ab, um aus einer einzigen Berührungszone zweidimensionalen Ausdruck zu erzielen.
Schritt 4: MPE-Annäherung pro Kanal in FL Studio
FL Studio behandelt MPE-Nachrichten nicht nativ als einheitliches Instrumentenkonzept. Der praktische Ansatz für expressives Spielen besteht darin, jeden MIDI-Kanal an eine separate Instrumenteninstanz zu routen:
- Weise das MPE-Keyboard-Element von Erae 2 der Lower Zone zu (Master Channel 1, Member-Kanäle 2-N).
- Füge in FL Studio dem Channel Rack N Instanzen deines Zielinstruments hinzu.
- Stelle jede Instanz auf Receive notes from Port 1 (der
Erae 2 MIDI (MPE)zugewiesene Port) ein, jeweils mit den Kanälen 1, 2, 3... - Verbinde alle Instanzen mit derselben Mixer-Spur, wenn du eine einheitliche Audioausgabe wünschst.
Für Instrumente, die Patcher (FLs modulare Umgebung) unterstützen, kann eine einzige Patcher-Instanz mehrere Sub-Instrumente beherbergen und jeden eingehenden Kanal automatisch an sein eigenes Sub-Instrument routen, was eine besser handhabbare Einrichtung ermöglicht.
MIDI-Clock-Sync (FL Studio -> Erae 2)
- Wähle in Options -> MIDI Settings im Ausgangsbereich
Erae 2 MIDIaus, aktiviere es und weise ihm einen Port zu. - Aktiviere Send master sync für diesen Port.
- Öffne auf Erae 2 Settings und stelle Clock source auf
USB-dev.
Bitwig Studio
Bitwig Studio (Version 3.2+) bietet eine der umfassendsten MPE-Unterstützungen, die in einer DAW verfügbar ist. Der Note-Expression-Modus ermöglicht es dir, Pitch Bend, Druck und Timbre pro Note im Piano Roll als individuelle Automationsspuren pro Note anzuzeigen und zu bearbeiten.
Schritt 1: Den Controller konfigurieren
- Öffne Bitwig Studio -> Settings -> Controllers.
- Klicke auf die Schaltfläche +, um einen Controller hinzuzufügen.
- Wähle Generic -> Generic Flexi aus der Hersteller-/Skriptliste (oder wähle für die vollständige MPE-Integration ROLI -> Seaboard Rise: Dieses Skript funktioniert mit jedem MPE-Gerät korrekt).
- Setze den Input auf
Erae 2 MIDIund den Output aufErae 2 MIDI.
Tipp: Mit dem Generic-Flexi-Skript kannst du jede CC- oder Note-Nachricht auf jeden Bitwig-Parameter abbilden. Wenn du nur Noten und CC ohne ROLI-spezifische Funktionen benötigst, ist Flexi einfacher zu konfigurieren. Wenn du den vollständigen MPE-Note-Ausdruck in den Note-Expression-Spuren von Bitwig wünschst, verwende das ROLI-Seaboard-Rise-Skript: Es funktioniert für jeden MPE-Sender identisch.
Schritt 2: MPE-Eingang auf einer Instrumentenspur aktivieren
- Erstelle eine Instrument-Spur mit einem MPE-fähigen Plugin oder Bitwigs eigenem Polysynth oder Phase-4.
- Klicke im Spurkopf auf den MIDI Input-Selektor.
- Wähle
Erae 2 MIDI (MPE)als Eingangsport. - Setze den Kanal auf All: Bitwig muss alle 16 Kanäle sehen, um die Ausdrucksdaten pro Note zu rekonstruieren.
Schritt 3: Note Expression überprüfen
- Nimm eine kurze Passage expressiven Spiels auf.
- Öffne das Piano Roll für die aufgenommene Region.
- Klicke auf eine beliebige Note: Du solltest unter der Note Ausdrucksspuren pro Note für Pitch, Pressure und Timbre (CC#74) sehen. Jede Spur zeigt die kontinuierlichen Daten an, die für diese Note individuell aufgenommen wurden.
Fallstrick: Wenn alle Noten identische Ausdrucksdaten statt Daten pro Note anzeigen, überprüfe, ob der Spureingang auf
Erae 2 MIDI (MPE)und nicht aufErae 2 MIDIeingestellt ist. Der Standard-MIDI-Kanaldruck ist eine Nachricht pro Kanal; der Ausdruck pro Note erfordert das MPE-Kabel.
Schritt 4: CC mit Generic Flexi zuweisen
- Klicke unter Settings -> Controllers auf den Eintrag des Flexi-Skripts und öffne dann sein Einstellungsfenster.
- Klicke neben einem Bindungs-Slot auf Learn.
- Bewege einen Fader oder eine CC-Quelle auf Erae 2: Bitwig erfasst die CC-Nummer automatisch.
- Weise sie über den Parameterbrowser im selben Fenster einem beliebigen Bitwig-Geräteparameter zu.
MIDI-Clock-Sync (Bitwig -> Erae 2)
Bitwig sendet MIDI-Clock an jeden Ausgangsport, bei dem Sync aktiviert ist:
- Wähle unter Settings -> Controllers den Eintrag des Erae-2-Controllers aus.
- Aktiviere Send Clock in den Controller-Optionen.
- Öffne auf Erae 2 Settings und stelle Clock source auf
USB-dev.
Cubase / Nuendo
Cubase Pro (Version 10.5+) und Nuendo unterstützen den MIDI-Ausdruck pro Note über das Expression Map-System und die Gerätedeklaration MIDI Polyphonic Expression. Cubase 12+ fügt eine dedizierte MPE-Spurunterstützung hinzu.
Schritt 1: MIDI-Ports aktivieren
- Öffne Studio -> Studio Setup (Cubase) oder Devices -> Device Setup (ältere Versionen).
- Wähle im linken Bedienfeld MIDI Port Setup.
- Suche
Erae 2 MIDIin der Liste. Stelle sicher, dass die Spalte In (Eingang) aktiviert ist (sichtbar/aktiv). - Suche
Erae 2 MIDI (MPE)und aktiviere ebenfalls dessen Spalte In. - Klicke auf OK, um anzuwenden.
Fallstrick: Cubase hat getrennte Spalten Visible und Active. Ein Port muss als Active markiert sein, um in den Spureingangsselektoren zu erscheinen. Ein Port, der als Visible, aber nicht als Active markiert ist, erscheint in der Liste, leitet aber keine Daten weiter.
Schritt 2: Eine Standard-MIDI- oder Instrumentenspur erstellen
- Erstelle eine neue Instrument Track (oder eine MIDI Track, die zu einem Rack-Instrument geroutet wird).
- Setze im Inspector der Spur (linkes Bedienfeld) den MIDI Input auf
Erae 2 MIDI. - Setze den Channel auf Any oder auf den spezifischen Kanal, den dein Erae-2-Element verwendet.
Schritt 3: Erae 2 als Poly-Expression-Gerät deklarieren (Cubase 12+)
Cubase 12 führte explizite MPE-Unterstützung ein. So aktivierst du sie:
- Öffne Studio -> Studio Setup.
- Suche unter MIDI Port Setup
Erae 2 MIDI (MPE)und klicke auf das Symbol Edit (Stift). - Setze den Device Type auf MPE Instrument.
- Setze Lower Zone Master Channel auf 1 (passend zur Standard-MPE-Konfiguration von Erae 2).
- Setze Member Channels auf die Anzahl der gleichzeitigen Stimmen, die du benötigst (Standard: 15 für Lower Zone, unter Verwendung der Kanäle 2-16).
- Klicke auf OK.
Schritt 4: Eine MPE-Instrumentenspur erstellen
- Erstelle eine neue Instrument Track mit einem MPE-fähigen VST3-Instrument.
- Setze im Inspector den MIDI Input auf
Erae 2 MIDI (MPE). - Setze Channel auf Any.
- Öffne die eigenen Einstellungen des Instruments und aktiviere seinen MPE-Modus (typischerweise als Poly Expression, MPE oder Per-Note Modulation bezeichnet).
Tipp: Nicht alle VST3-Instrumente unterstützen die Note-Expression-API. Instrumente, die dies tun (Komplete Kontrol, Equator2, Pigments, Serum 2), zeigen im Key Editor Modulationsspuren pro Note an, wenn der MPE-Eingang aktiv ist.
Schritt 5: MPE-Zonenkonfiguration pro Layout
Wenn deine Erae-2-Layouts unterschiedliche MPE-Zonenkonfigurationen verwenden (einige Layouts nutzen die Lower Zone auf Kanal 1, andere möglicherweise die Upper Zone auf Kanal 16), kannst du passende MIDI-Geräte-Setups im Studio-Setup-Bedienfeld von Cubase speichern und bei Bedarf zwischen ihnen wechseln. Die meisten Benutzer benötigen nur die Standardeinstellung der Lower Zone.
MIDI-Clock-Sync (Cubase -> Erae 2)
- Öffne Transport -> Project Synchronization Setup.
- Stelle sicher, dass MIDI Clock aktiviert ist.
- Setze in der Liste MIDI Clock Destinations ein Häkchen bei
Erae 2 MIDI. - Öffne auf Erae 2 Settings und stelle Clock source auf
USB-dev.
Reaper
Reaper (Version 6.0+) unterstützt MPE nativ. MPE-Daten werden pro Note als separate Pitch-Bend- und CC-Hüllkurven im MIDI-Editor gespeichert, und der Ausdruck pro Note bleibt über Aufnahme, Wiedergabe und Bearbeitung hinweg erhalten.
Schritt 1: MIDI-Geräte aktivieren
- Öffne Options -> Preferences -> Audio -> MIDI Devices.
- Suche in der Liste MIDI Inputs
Erae 2 MIDIund doppelklicke darauf, um es zu aktivieren (mit einem Häkchen angezeigt). - Suche
Erae 2 MIDI (MPE)und doppelklicke darauf, um es ebenfalls zu aktivieren. - Klicke auf Apply.
Fallstrick: Reaper erfordert, dass das Gerät verbunden ist, bevor es in der Liste MIDI Devices erscheint. Wenn du Erae 2 nach dem Öffnen der Preferences angeschlossen hast, klicke auf die Schaltfläche Reset, um neu zu scannen.
Schritt 2: Eine MIDI-Spur für die Standardverwendung erstellen
- Füge eine neue Spur ein (Track -> Insert New Track).
- Klicke auf die Schaltfläche ARM der Spur (roter Kreis).
- Der Eingang der Spur ist standardmäßig auf alle MIDI eingestellt. Um ihn speziell auf Erae 2 zu beschränken, klicke auf den Eingangsselektor der Spur und wähle MIDI Input ->
Erae 2 MIDI-> All Channels.
Schritt 3: MPE-Eingang auf einer Spur aktivieren
- Füge eine Spur ein und schalte sie zur Aufnahme scharf.
- Klicke auf den Eingangsselektor der Spur und wähle MIDI Input ->
Erae 2 MIDI (MPE)-> All Channels. - Füge ein MPE-fähiges VST3-Instrument auf der Spur ein (z. B. Pigments, Equator2).
- Aktiviere in den Einstellungen des Instruments seinen MPE-Modus.
Reaper nimmt alle 16 MIDI-Kanäle in einem einzigen Take auf und bewahrt den vollständigen Ausdruck pro Note. Aktiviere im MIDI-Editor View -> Show per-note pitch, um die individuellen Pitch-Bend-Kurven pro Notenereignis zu sehen.
Schritt 4: Abstimmung des MPE-Pitch-Bend-Bereichs
Das MPE-Keyboard-Element von Erae 2 ist standardmäßig auf einen Pitch-Bend-Bereich von 48 Halbtönen eingestellt. Stelle sicher, dass dein Instrument übereinstimmt:
- Klicke im MIDI-Editor für eine aufgenommene Region mit der rechten Maustaste auf die Pitch-Bend-Spur.
- Setze den Pitch Bend Range auf ±48 Halbtöne (oder den Wert, der der Einstellung des Erae-2-Elements entspricht).
- Setze im Instrumenten-Plugin seinen Pitch-Bend-Bereich auf denselben Wert.
Tipp: Nicht übereinstimmende Pitch-Bend-Bereiche sind die häufigste Ursache für Tonhöhenverfolgungsfehler in MPE-Setups. Wenn das Spielen eine Oktave höher wie zwei Oktaven höher klingt, sind die Bereiche unterschiedlich. Stelle beide Seiten auf 48 Halbtöne ein.
Schritt 5: MIDI-Clock-Sync (Reaper -> Erae 2)
- Öffne Options -> Preferences -> MIDI Devices.
- Aktiviere das Ausgabegerät
Erae 2 MIDI. - Öffne File -> Project Settings -> Notes, Media und aktiviere Send MIDI clock to den Erae-2-MIDI-Ausgang.
- Öffne auf Erae 2 Settings und stelle Clock source auf
USB-dev.
Anschluss an Hardware-Synthesizer
Erae 2 ist für die direkte Hardware-Integration konzipiert. Zwei physische Ports leiten MIDI an Synthesizer und Drum-Machines, ohne dass ein Computer im Signalweg liegt.
TRS-MIDI-Ausgang
Die Rückseite umfasst einen 3,5-mm-TRS-MIDI-Ausgang. Zwei TRS-auf-DIN-5-Pin-Adapter sind im Lieferumfang enthalten.
Verkabelungstyp: Die TRS-MIDI-Buchsen des Erae 2 verwenden eine Verkabelung vom Type A, und es gibt keine Einstellung, um dies zu ändern. Geräte mit einem TRS-Eingang vom Type A werden mit einem einfachen TRS-Kabel verbunden; für Geräte, die Type B erwarten, verwende ein Konverterkabel von Type A auf Type B. Prüfe im Handbuch deines Synthesizers den erwarteten TRS-Typ: Eine nicht passende Verkabelung ist die häufigste Ursache dafür, dass Hardware-MIDI über TRS nicht funktioniert.
Verbindungsschritte:
- Schließe den mitgelieferten TRS-Adapter an die hintere MIDI-Output-A-Buchse von Erae 2 an.
- Verbinde ein standardmäßiges 5-Pin-DIN-MIDI-Kabel vom Adapter mit der MIDI-In-Buchse deines Synthesizers.
- Öffne in Erae Lab (oder im LCD-Mapping-Bildschirm) das Element, das du zum Hardware-Synth routen möchtest.
- Aktiviere in MIDI Output Destination MIDI A (oder MIDI B, wenn du den zweiten Ausgang verwendest).
- Stelle den MIDI-Kanal des Elements so ein, dass er dem Empfangskanal des Synthesizers entspricht.
- Spiele die Oberfläche: Die Noten sollten durch den Hardware-Synthesizer erklingen.
Tipp: Du kannst mehrere Ziele gleichzeitig aktivieren. Ein Element, bei dem sowohl USB Device als auch MIDI A aktiviert sind, sendet gleichzeitig an deine DAW und deinen Hardware-Synth.
USB-Host-Port
Der USB-Host-Port ermöglicht es Erae 2, als USB-Host zu fungieren, der klassenkompatible USB-MIDI-Geräte ohne einen Computer mit Strom versorgt und mit ihnen kommuniziert.
Strombudget: Der USB-Host-Port liefert bis zu 500 mA. Geräte, die mehr benötigen (z. B. einige USB-Keyboards mit Hintergrundbeleuchtung), benötigen möglicherweise eine externe Stromversorgung.
Verbindungsschritte:
- Schließe einen USB-MIDI-Synthesizer, eine Drum-Machine oder einen USB-auf-DIN-Adapter an den USB-Host-Port auf der Rückseite an.
- Das verbundene Gerät erscheint als USB Host-Port im MIDI-Routing von Erae 2.
- Öffne in Erae Lab die Einstellungen des Elements und aktiviere USB Host in der MIDI Output Destination-Bitmaske.
- Stelle den MIDI-Kanal so ein, dass er dem Empfangskanal des Synthesizers entspricht.
Tipp: Wenn das verbundene USB-Gerät nicht erkannt wird, vergewissere dich, dass es klassenkompatibel ist (kein Treiber unter macOS/Windows erforderlich). Geräte, die einen proprietären Treiber benötigen, sind nicht mit dem USB-Host-Modus kompatibel.
MIDI-Routing-Matrix für die Hardware-Einrichtung
Die Routing-Matrix (zugänglich unter Settings -> Routing auf dem LCD) steuert, welche Ports eingehendes MIDI an andere Ports weiterleiten. Für Hardware-Setups:
| Nützliche Route | Wozu |
|---|---|
| USB Device -> MIDI A | DAW-MIDI durch Erae 2 an Hardware-Synth auf MIDI A senden |
| USB Device -> MIDI B | DAW-MIDI an ein zweites Hardware-Gerät auf MIDI B senden |
| MIDI -> USB Device | Hardware-MIDI zur Aufnahme in deine DAW weiterleiten |
| USB Host -> MIDI A | USB-MIDI-Geräteausgang an TRS-Gear weiterleiten |
| MIDI -> MIDI A | Hardware-MIDI-Thru ohne Computer |
Durchgespieltes Beispiel: Erae 2 als USB-MIDI-Interface
So verwendest du Erae 2 als bidirektionales MIDI-Interface zwischen deiner DAW und einem Hardware-Synth:
- Aktiviere MIDI -> USB Device: Der MIDI-Ausgang des Hardware-Synths fließt in deine DAW.
- Aktiviere USB Device -> MIDI A: Deine DAW sendet MIDI durch Erae 2 an den Synth.
- Der Synth ist nun als DAW-steuerbares Instrument verfügbar, ohne dass ein separates MIDI-Interface erforderlich ist.
Durchgespieltes Beispiel: Routing von Oberflächennoten an einen Hardware-Synth
- Wähle in Erae Lab das Keyboard-Element auf deinem Layout aus.
- Aktiviere in MIDI Output Destination MIDI A (und deaktiviere USB Device, wenn die Noten nicht auch an die DAW gehen sollen).
- Stelle den MIDI-Kanal auf den Empfangskanal des Synths ein (z. B. Kanal 1).
- Verbinde einen TRS-Adapter und ein Kabel von MIDI Output A mit dem MIDI In des Synths.
- Spiele die Oberfläche: Die Noten werden direkt an den Synth geroutet, ohne dass ein Computer beteiligt ist.
Tipp: Routing-Einstellungen werden pro Projekt gespeichert. Erstelle ein dediziertes "Hardware"-Projekt mit der Routing-Matrix, die für dein Synth-Setup vorkonfiguriert ist, und ein separates "DAW"-Projekt für den Studiogebrauch.
Eurorack-Integration
Erae 2 lässt sich auf drei sich ergänzende Arten mit modularen Eurorack-Synthesizern verbinden: native CV-Ausgänge, MIDI über TRS an MIDI-CV-Module und USB Host an USB-MIDI-CV-Konvertermodule.
Native CV-Ausgänge
Erae 2 bietet 24 unabhängige CV-Ausgangskanäle an 3,5-mm-Klinkenbuchsen, direkt kompatibel mit Eurorack und dem Tonhöhenstandard 1 V/Oktave. Spannungsbereiche und Auflösung sind in Kapitel 10 aufgeführt.
Die detaillierte CV-Konfiguration wird in Kapitel 10: CV-Ausgänge behandelt. Eine Zusammenfassung für Eurorack-Verbindungen:
Erste Stimme: Pitch und Gate
- Erstelle oder bearbeite in Erae Lab ein Isomorphic-Keyboard-Element.
- Setze CV Num Voice auf
1. - Weise den Basisausgangskanal zu (z. B. Kanal 1). Kanal 1 führt Pitch (1 V/Okt); Kanal 2 führt Gate (0 V / 5 V).
- Verbinde Kanal 1 mit dem V/oct-Eingang deines VCO.
- Verbinde Kanal 2 mit dem Gate-Eingang deines Hüllkurvengenerators.
- Spiele eine Note: Die Tonhöhe folgt mit 1 V/Oktave, und die Hüllkurve wird bei jedem Note-On ausgelöst.
Tipp: Das mittlere C (MIDI-Note 60) gibt 2 V aus, und das C eine Oktave darüber gibt 3 V aus. Wenn Oktaven an deinem VCO etwas zu weit oder zu eng ausfallen, passe CV Gain (cent/oct) in Settings an oder drücke Run CV calib, um die Ausgänge neu zu kalibrieren.
Zusätzliche Ausdrücke pro Stimme
Jede Stimme kann zusätzliche Ausdrucksströme als CV ausgeben. Diese verbrauchen jeweils einen CV-Kanal pro Stimme:
| CV-Ausgang | Spannungsbereich | Eurorack-Verwendung |
|---|---|---|
| Velocity | 0-5 V | Hüllkurven-Anfangspegel, VCA-Offset |
| Pressure | 0-5 V | Filter-Cutoff, VCA-Verstärkung, LFO-Tiefen-CV |
| X Position | 0-5 V | Jeder Parameter, der auf die horizontale Position reagiert |
| Y Position | 0-5 V | Jeder Parameter, der auf die vertikale Position reagiert |
| X Slide | zentriert bei 2,5 V | Vibrato-Tiefe, Tonhöhenabweichung über CV |
| Y Slide | zentriert bei 2,5 V | Timbre-Verschiebung, Formantposition |
So aktivierst du diese Ausgänge:
- Wähle das Element in Erae Lab aus oder öffne seinen Mapping-Bildschirm auf dem Gerät.
- Aktiviere im CV-Abschnitt die gewünschten Ausgänge (Velocity, Pressure, X Position usw.).
- Jeder aktivierte Ausgang verbraucht einen CV-Kanal pro Stimme. Plane deine Kanalzuweisung über alle Elemente hinweg, bevor du hohe Stimmenzahlen aktivierst.
Warnung: Das Zuweisen von 4 Stimmen mit allen sechs aktivierten optionalen Ausgängen belegt 4 × 8 = 32 CV-Kanäle: mehr als die 24 verfügbaren Ausgänge von Erae 2. Halte die Stimmenzahl und die Anzahl der optionalen Ausgänge im Gleichgewicht.
CV-Clock-Ausgang für die Eurorack-Clock-Synchronisierung
Der CV-Clock-Ausgang von Erae 2 sendet ein Pulssignal an einen CV-Kanal mit einer konfigurierbaren ppqn-Rate, synchronisiert mit dem Projekttempo.
- Drücke die Taste Settings auf der Frontplatte.
- Navigiere zu CV Clock.
- Setze Enabled auf On.
- Setze Beat Division auf 24 ppqn (standardmäßige MIDI-Clock-Rate, kompatibel mit den meisten Eurorack-Clock-Dividern und getakteten Modulen).
- Setze Clock Output auf einen unbenutzten Kanal (z. B. Kanal 3).
- Verbinde Kanal 3 mit dem Clock In deines getakteten Moduls oder dem Eingang des Clock-Dividers.
- Verbinde den benachbarten Reset-Ausgang mit dem Reset-Eingang des Moduls für eine sample-genaue Start-Ausrichtung.
Verfügbare ppqn-Raten: 1, 2, 4, 8, 24, 48 ppqn. Verwende 48 ppqn für eine hochauflösende LFO-Synchronisierung mit kompatiblen Modulen.
USB Host an Eurorack-MIDI-CV-Module
Für eine höhere Polyphonie, als die nativen CV-Ausgänge zulassen, oder für Setups, bei denen die MIDI-CV-Umwandlung von einem dedizierten Eurorack-Modul übernommen werden soll, verbinde das Modul direkt mit dem USB-Host-Port von Erae 2.
Das Modul empfängt MIDI von Erae 2 (einschließlich MPE, wenn das Modul es unterstützt) und wandelt es ohne einen Computer im Signalweg in CV um.
Empfohlene Module:
| Modul | Am besten geeignet für |
|---|---|
| Expert Sleepers FH-2 | Hohe Polyphonie, MPE-Unterstützung, umfassend konfigurierbar |
| Intellijel uMIDI 1U | Kompaktes Single-Voice-MIDI-zu-CV mit USB-Eingang |
| Mutable Instruments Yarns | Bis zu 4-stimmige Polyphonie, Arpeggiator, MIDI-Clock |
| Endorphin.es Shuttle Control | 16-stimmiges USB-MIDI, umfangreiches CV-Mapping |
| Befaco MIDI Thing | Einfaches, erschwingliches TRS-MIDI zu Dual-CV |
Tipp: Der Expert Sleepers FH-2 ist die leistungsfähigste Option für die Integration mit Erae 2. Er nimmt USB-MIDI direkt vom USB-Host-Port an, unterstützt MPE-Eingang (weise jeden Member-Kanal einem separaten CV-Ausgangspaar zu) und kann vollständig über seinen browserbasierten Editor konfiguriert werden.
Verbindungsschritte für Expert Sleepers FH-2:
- Verbinde ein USB-A-Kabel vom USB-Host-Port von Erae 2 mit dem USB-Port des FH-2.
- Der FH-2 wird als USB-MIDI-Gerät am USB Host von Erae 2 erkannt.
- Wenn MIDI vom FH-2 deinen Computer erreichen soll, aktiviere USB Host -> USB Device in Settings -> Routing.
- Stelle in Erae Lab die MIDI Output Destination deines Keyboard-Elements so ein, dass sie USB Host einschließt.
- Konfiguriere den FH-2 in seinem Browser-Editor: Weise MIDI-Kanäle CV-Ausgangspaaren zu und setze den Pitch-Bend-Bereich für MPE-Stimmen auf 48 Halbtöne.
Beispiel-Patch: Vollständig expressive Stimme
Dieses Beispiel routet Erae 2 durch eine vollständige Eurorack-Stimme unter Verwendung der nativen CV-Ausgänge und ermöglicht einen unabhängigen Ausdruck pro Note.
Hardware:
- Erae 2 (CV-Ausgänge über 3,5-mm-Klinkenbuchsen)
- Beliebiger Eurorack-VCO mit V/oct- und linearen FM-Eingängen
- Beliebiger ADSR-Hüllkurvengenerator
- Beliebiger VCF mit CV-Cutoff-Eingang
- Beliebiger VCA mit CV-Gain-Eingang
Patch:
| Erae 2 Ausgang | Eurorack-Ziel | Ergebnis |
|---|---|---|
| CV Ch 1 (Pitch) | VCO V/oct | Tonhöhe folgt der Berührungsposition |
| CV Ch 2 (Gate) | ADSR Gate In | Hüllkurve wird bei Berührung ausgelöst |
| CV Ch 3 (Velocity) | ADSR Initial Level | Attack-Pegel spiegelt die Anschlagstärke wider |
| CV Ch 4 (Pressure) | VCF Cutoff CV | Filter öffnet sich mit zunehmendem Druck |
| CV Ch 5 (Pressure) | VCA Gain CV | Lautstärke schwillt mit dem Druck an |
| CV Ch 6 (X Slide) | VCO Linear FM | Horizontaler Slide = Tonhöhenabweichung (Vibrato) |
Einrichtung in Erae Lab:
- Erstelle ein Isomorphic-Keyboard-Element.
- Setze CV Num Voice auf
1. - Setze den Basiskanal auf
1. - Aktiviere die zusätzlichen Ausgänge Velocity, Pressure und X Slide.
- Die Kanäle 1-6 sind nun zugewiesen; verbinde wie in der Tabelle gezeigt.
- Setze Pressure Type in den Elementeinstellungen auf
PolyPressure: Dies bildet den individuellen Fingerdruck auf das korrekte CV pro Note ab (für polyphone Setups).
Tipp: Beginne mit einem monophonen Patch (CV Num Voice = 1), um zu überprüfen, ob sich alle CV-Signale wie erwartet verhalten, bevor du zu einer polyphonen Konfiguration übergehst. Verwende ein Voltmeter am Pitch-Ausgang, um die 1-V/Oktave-Verfolgung zu bestätigen, bevor der VCO eingepatcht wird.
Verwandte Themen
- MIDI-Konfiguration: USB-Port-Layout, Kanalzuweisung, MPE-Zonen, Routing-Matrix
- CV-Ausgänge: vollständige CV-Ausgangsreferenz, Kalibrierung, Zuweisung pro Stimme
- Einstellungen: Clock-Quelle, MIDI-Routing, CV-Clock-Konfiguration
- Fehlerbehebung: MIDI-Port erscheint nicht, Noten erklingen nicht, Routing-Schleifen
- Anhang B: MIDI-Implementierungstabelle: vollständige Nachrichtentabelle, MPE-Details, SysEx-Protokoll
Anhang D: Entwickler-API
Erae 2 stellt eine programmierbare Oberfläche für fortgeschrittene Integrationen bereit: eigene Max/MSP-Patches, TouchDesigner-Setups, Web-Tools, maßgeschneiderte Software-Instrumente. Die API wird über USB MIDI System Exclusive (SysEx) übertragen und arbeitet mit API Zone-Elementen, die im Layout platziert sind. Eine Host-Anwendung kann:
- Rohe Multitouch-Daten (X, Y, Druck) von einer oder mehreren API-Zonen empfangen, ohne die MIDI-Abstraktionsschicht.
- Die LEDs jeder API-Zone direkt ansteuern: löschen, Pixel setzen, Rechtecke füllen, Bilder zeichnen.
- Die Größe jeder API-Zone und die Version des API-Protokolls abfragen.
Dieser Anhang dokumentiert das Übertragungsprotokoll. Einen Überblick über das API-Zone-Element aus Sicht eines Layout-Autors findest du in Abschnitt 5.9: API Zone.
Kompatibilität. Erae 2 beantwortet nur den SysEx-Header des Erae 2 (Code des Familienmitglieds
00 02), adressiert an die Geräte-ID0x01. Host-Software, die für den Erae Touch geschrieben wurde und den Mitgliedscode00 01verwendet, muss diesen Code ändern, um mit einem Erae 2 zu kommunizieren. Befehls-IDs und Payload-Aufbau sind bei beiden gleich.
D.1 Transport
Alle API-Nachrichten laufen über den Haupt-USB-MIDI-Port.
| Richtung | USB-MIDI-Port |
|---|---|
| Gerät -> Host (Finger-Streams, Antworten) | Erae 2 MIDI |
| Host -> Gerät (Zeichnen, Löschen, Abfragen) | Erae 2 MIDI |
Der Port Erae 2 MIDI (MPE) überträgt nur MPE-Ausgaben und wird von der API nicht verwendet.
Verbindungsprüfung. Öffne von einem WebMIDI-Host aus den Eingang und den Ausgang mit dem Namen
Erae 2 MIDI, also denjenigen, dessen Name nichtMPEenthält.
Linux. Wenn sich Erae 2 im MIDI-2.0-Modus befindet, kann die Umwandlung des Linux-Kernels von seinen älteren MIDI-Ports in MIDI-2.0-Pakete SysEx-Nachrichten mit mehr als 6 Datenbytes beschädigen, sodass das Gerät verstümmelte Befehle erhält und nicht antwortet. Wenn dein Werkzeug über einen älteren ALSA-Port keine Antwort erhält (zum Beispiel mit
amidi -p hw:...), sende die MIDI-2.0-Pakete direkt an den UMP-Port des Geräts (/dev/snd/umpC<card>D0). Dies betrifft weder macOS noch Windows.
D.2 SysEx-Header
Jede API-Nachricht vom Host an das Gerät beginnt mit einem festen 11-Byte-Header (einschließlich des Startbytes F0), gefolgt vom Sub-Service-Byte, und endet mit F7:
F0 00 21 50 00 01 00 02 01 01 04 <sub> <payload...> F7
^ ^^^^^^^^ ^^^^^ ^^^^^ ^^ ^^ ^^ ^^^^^
| Embodme Erae Erae 2 ID Svc API Sub-
SysEx manuf family model grp svc service
start ID
| Bytes | Bedeutung |
|---|---|
F0 | SysEx-Start |
00 21 50 | Embodme-Hersteller-ID |
00 01 | Code der Erae-Hardwarefamilie |
00 02 | Modellcode des Erae 2 |
01 | Geräte-ID. Erae 2 beantwortet nur 0x01; die Broadcast-ID 0x7F wird von der API ignoriert |
01 | Dienstgruppe |
04 | Dienst: API |
<sub> | Sub-Service-ID (siehe D.4) |
<payload...> | Sub-Service-spezifische Bytes |
F7 | SysEx-Ende |
Nachrichten vom Gerät an den Host verwenden eine andere Rahmung, beschrieben in D.3.4.
D.3 Konventionen
D.3.1 Koordinatenachsen
Die Erae-Oberfläche ist ein LED-Raster mit 42 Spalten Breite und 24 Zeilen Höhe (1008 LEDs). Innerhalb einer API-Zone sind die Koordinaten zonenlokal: (0, 0) ist eine Ecke der Zone und (width-1, height-1) die gegenüberliegende Ecke. X nimmt von links nach rechts zu.
Y-Achsen-Warnung: einmal lesen und merken.
Die API verwendet seit jeher zwei entgegengesetzte Y-Konventionen, und die Firmware behält sie aus Kompatibilitätsgründen bei:
Stream Y-Konvention y = 0bedeutetFingerdaten (Gerät -> Host) Ursprung unten unterste Zeile der Zone Zeichenbefehle (Host -> Gerät) Ursprung oben oberste Zeile der Zone Um die LED unter einem bei
(x, y)gemeldeten Finger aufleuchten zu lassen, zeichnest du mitSetPixel(x, (height - 1) - y, color). Dieselbe Spiegelung gilt fürDrawImage: Ein beiy = 0gezeichnetes Bild bemalt den oberen Rand der Zone, währendy = 0in Fingermeldungen der untere Rand ist.
D.3.2 Farbkodierung
SetPixel und DrawRectangle erwarten Farben als drei 7-Bit-MIDI-Bytes (R, G, B). Das Gerät verschiebt jede Komponente um ein Bit nach links:
display_R = sysex_R << 1 // 0..254 in steps of 2
display_G = sysex_G << 1
display_B = sysex_B << 1
Ein voll weißes Pixel ist daher 7F 7F 7F; reines Rot ist 7F 00 00.
DrawImage ist anders: Seine Pixel sind volle 8-Bit-Werte (0x00 bis 0xFF), die mit der unten beschriebenen Bitize-7-Packung über MIDI übertragen und ohne Verschiebung verwendet werden.
D.3.3 Bitize-7 (Kodierung von Bild- und Fingerdaten)
MIDI verbietet Datenbytes mit gesetztem Bit 7. Binäre Blöcke werden daher mit einer Embodme-eigenen 7-Bit-Packung gesendet: Je 7 Quellbytes werden zu 8 MIDI-Bytes. Das erste MIDI-Byte einer Gruppe trägt das höchstwertige Bit jedes der folgenden 7 Quellbytes (Quellbyte 0 in Bit 6 bis Quellbyte 6 in Bit 0), und jedes folgende Byte trägt die unteren 7 Bits eines Quellbytes.
Pseudocode für den Packer (Host-Seite):
for chunk of 7 source bytes:
out.push(((src[0] >> 7) << 6) | ((src[1] >> 7) << 5) | ... | ((src[6] >> 7) << 0))
for i in 0..7:
out.push(src[i] & 0x7F)
# A trailing partial chunk emits its MSB byte first, then only the bytes present.
Die kodierte Größe von N Quellbytes beträgt ceil(N * 8 / 7). Die Prüfsumme eines Blocks ist das XOR aller Bytes des kodierten (bitisierten) Blocks, einschließlich des führenden MSB-Bytes jeder Gruppe. Da jedes kodierte Byte 7 Bit hat, gilt dies auch für die Prüfsumme.
Häufiger Fehler. Bilde die Prüfsumme nicht über die dekodierten Quellbytes. Das stimmt zufällig bei Bildern überein, deren Komponenten alle
0x7Foder kleiner sind, nicht aber bei helleren Bildern, und die Firmware verwirft einDrawImagemit nicht passender Prüfsumme stillschweigend. Bilde die Prüfsumme über die Bytes, die du überträgst.
Referenzimplementierung. Ein öffentliches Python-Beispiel der API, einschließlich des Bitize-7-Packers, der Prüfsummenroutine und des Bild-Uploads, ist im Repository
erae_api_sysex(run_erae_api.py) verfügbar, zusammen mit der ProtokollspezifikationErae_API_V2.pdf.
D.3.4 Aktivierung des Streamings und Rahmung der Antworten
Fingerdaten und Antworten auf ZoneBoundaryRequest werden erst gesendet, nachdem der Host StartFingerDataStreaming (0x01) gesendet hat. Der Streaming-Zustand gilt global für das Gerät, nicht pro Zone.
Jede API-Nachricht vom Gerät an den Host ist so gerahmt:
F0 <prefix data> <body> F7
Diese Nachrichten enthalten keinen Embodme-Header: Die vom Host gelieferten Präfixdaten (mit StartFingerDataStreaming oder, für die Versionsantwort, mit VersionRequest) werden unverändert direkt nach F0 kopiert. Verwende sie, um die Antworten für deinen Host zu gültigem SysEx zu machen und mehrere Erae-Geräte zu unterscheiden, zum Beispiel indem du das Präfix mit einem Hersteller-ID-Byte wie 7D (für nichtkommerzielle Nutzung reserviert) beginnst, gefolgt von einer Sitzungskennung.
D.4 Befehle Host -> Gerät
Alle Werte sind hexadezimal, sofern nicht anders angegeben. <header> steht für F0 00 21 50 00 01 00 02 01 01 04, wie in D.2 gezeigt.
D.4.1 StartFingerDataStreaming (0x01)
Aktiviert Fingerdaten und Antworten zu Zonengrenzen. Die optionalen <prefix data> (0 bis 16 Bytes) werden an den Anfang jeder Nachricht vom Gerät an den Host kopiert (siehe D.3.4). Ein erneutes Senden ersetzt das Präfix.
<header> 01 <prefix data 0..16 bytes> F7
D.4.2 EndFingerDataStreaming (0x02)
Deaktiviert Fingerdaten und Antworten zu Zonengrenzen und löscht das Präfix. Keine Payload.
<header> 02 F7
D.4.3 ZoneBoundaryRequest (0x10)
Fragt die Größe einer API-Zone ab. Das Gerät antwortet mit einer Zone Boundary Reply. Ist das Streaming deaktiviert, wird keine Antwort gesendet.
<header> 10 <zoneIdx> F7
| Byte | Feld | Bereich | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 0 | zoneIdx | 0x00 .. 0x7F | Zonenindex, wie in Erae Lab festgelegt |
D.4.4 Clear (0x20)
Löscht die LEDs einer Zone (füllt sie mit Schwarz).
<header> 20 <zoneIdx> F7
D.4.5 SetPixel (0x21)
Schreibt eine einzelne LED.
<header> 21 <zoneIdx> <x> <y> <R> <G> <B> F7
| Byte | Feld | Bereich | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 0 | zoneIdx | 0x00 .. 0x7F | Zielzone |
| 1 | x | 0 .. width-1 | Schreibvorgänge außerhalb des Bereichs werden stillschweigend verworfen |
| 2 | y | 0 .. height-1 | Ursprung oben (siehe D.3.1) |
| 3 | R | 0x00 .. 0x7F | Intern um 1 nach links verschoben |
| 4 | G | 0x00 .. 0x7F | |
| 5 | B | 0x00 .. 0x7F |
D.4.6 DrawRectangle (0x22)
Füllt ein Rechteck mit einer Farbe (7-Bit-Komponenten, wie bei SetPixel).
<header> 22 <zoneIdx> <x> <y> <w> <h> <R> <G> <B> F7
Das Rechteck umfasst die Zellen (x .. min(x+w, width) - 1, y .. min(y+h, height) - 1). Wenn x >= width oder y >= height, wird nichts gezeichnet. Andernfalls wird das Rechteck auf die Zone zugeschnitten.
D.4.7 DrawImage (0x23)
Zeichnet ein Farbbild der Größe w x h. Die Pixel werden zeilenweise gelesen: Zeile 0 von links nach rechts, dann Zeile 1 und so weiter. Jedes Pixel besteht aus drei 8-Bit-Bytes (R, G, B, jeweils 0x00 bis 0xFF), die unverändert verwendet werden.
<header> 23 <zoneIdx> <x> <y> <w> <h> <bitized RGB data...> <chksum> F7
| Byte | Feld | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 0 | zoneIdx | Zielzone |
| 1 | x | X der oberen linken Ecke des Bildes innerhalb der Zone |
| 2 | y | Y der oberen linken Ecke (Ursprung oben) |
| 3 | w | Bildbreite in Pixeln |
| 4 | h | Bildhöhe in Pixeln |
| 5..N-1 | bitized RGB | w * h * 3 Quellbytes, kodiert wie in D.3.3 |
| N | chksum | XOR aller Bytes der bitisierten Daten; siehe D.3.3 |
Die Firmware prüft vier Dinge und verwirft die Nachricht stillschweigend, wenn eines davon fehlschlägt:
- Die dekodierte Größe ist ein Vielfaches von 3 (nur ganze Pixel).
- Die dekodierte Größe entspricht genau
w * h * 3. - Das Bild passt auf die Oberfläche (
w * h <= 1008). - Die Prüfsumme entspricht dem XOR der bitisierten Bytes.
Das Bild wird am rechten und unteren Rand der Zone zugeschnitten (xmax = min(x+w, width), ymax = min(y+h, height)). Pixel außerhalb der Zone werden nicht gezeichnet; Pixel innerhalb der Zone stammen von der entsprechenden Position im Quellbild. Liegt x oder y außerhalb der Zone, wird nichts gezeichnet.
D.4.8 VersionRequest (0x7F)
Fragt die Version des API-Protokolls ab. Das Gerät antwortet mit einer Version Reply, unabhängig davon, ob das Streaming aktiviert ist.
<header> 7F <prefix data> F7
Die <prefix data> dieser Anfrage werden in die Antwort kopiert (siehe D.3.4), sodass ein Host die Antwort seiner Anfrage zuordnen kann, auch wenn mehrere Geräte vorhanden sind.
D.5 Nachrichten Gerät -> Host
Alle Nachrichten vom Gerät an den Host beginnen mit F0 und den Präfixdaten des Hosts, wie in D.3.4 beschrieben.
D.5.1 Zone Boundary Reply
Antwort auf ZoneBoundaryRequest.
F0 <prefix data> 7F 01 <zoneIdx> <width> <height> F7
| Byte | Feld | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 0 | 0x7F | Kennzeichnet eine Antwort (keine Fingerdaten) |
| 1 | 0x01 | Antwort zu Zonengrenzen |
| 2 | zoneIdx | Aus der Anfrage kopiert |
| 3 | width | Zonenbreite in Pixeln oder 0x7F, wenn keine API-Zone diesen Index verwendet |
| 4 | height | Zonenhöhe oder 0x7F, wenn keine vorhanden ist |
D.5.2 Version Reply
Antwort auf VersionRequest.
F0 <prefix data> 7F 02 <apiVersion> F7
<apiVersion> ist 0x02. Sie kennzeichnet das Übertragungsformat vom Gerät an den Host, vor allem den Body des Finger Stream, und ändert sich nur, wenn sich dieses Format ändert. Ein Gerät, das VersionRequest beantwortet, sendet den unten beschriebenen Body des Finger Stream. Die Firmware des Erae Touch und frühe Firmware des Erae 2 beantworten diese Anfrage nicht.
D.5.3 Finger Stream
Wird für jedes Berührungsereignis innerhalb einer API-Zone gesendet, solange das Streaming aktiviert ist. Alle Zonen teilen sich denselben Stream und werden über zoneIdx unterschieden.
F0 <prefix data> <action> <zoneIdx> <bitized fingerIdx (uint64)> <bitized X,Y,Z (3 x float32)> <chksum> F7
| Byte | Feld | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 0 | action | 0x00 Click (Finger aufgesetzt), 0x01 Slide (Bewegung), 0x02 Release (Finger abgehoben) |
| 1 | zoneIdx | Quellzone |
| 2..11 | fingerIdx | 64-Bit-Finger-ID ohne Vorzeichen, Bitize-7-kodiert (aus 8 Bytes werden bei der Übertragung 10) |
| 12..25 | x, y, z | Drei float32-Werte in Little-Endian, als ein 12-Byte-Block Bitize-7-kodiert (14 Bytes bei der Übertragung): zonenlokale Position in Pixeln (Y mit Ursprung unten, siehe D.3.1) und normalisierter Druck z (etwa 0.0 bis 1.0) |
| 26 | chksum | XOR der 14 bitisierten Bytes des Blocks x, y, z |
Baue die Spuren pro Finger anhand von (zoneIdx, fingerIdx) auf und behandle Release als Ende einer Spur. Vom Looper wiedergegebene Gesten erscheinen als Finger mit eigenen IDs.
D.5.4 Max Num Fingers und Finger Data Rate
Erae Lab zeigt zwei weitere Parameter der API Zone an, Max Num Fingers (0 bis 10) und Finger Data Rate. Sie werden im Layout gespeichert, aber die aktuelle Firmware des Erae 2 wendet sie nicht an: Jede Berührung in der Zone wird gemeldet, und Slide-Nachrichten folgen dem Finger mit der eigenen Abtastrate des Geräts. Lege die Spurtabelle deines Hosts für bis zu 10 gleichzeitige Finger pro Zone aus und drossle auf der Host-Seite, wenn du weniger Aktualisierungen benötigst.
D.6 Ausgearbeitete Beispiele
Alle Beispiele zielen auf Zone 0x00, Geräte-ID 0x01.
D.6.1 Pixel (3, 5) rot leuchten lassen
SetPixel, R=0x7F, G=0, B=0:
F0 00 21 50 00 01 00 02 01 01 04 21 00 03 05 7F 00 00 F7
D.6.2 Zone löschen
F0 00 21 50 00 01 00 02 01 01 04 20 00 F7
D.6.3 Finger-Streaming mit Präfix 7D 01 starten
F0 00 21 50 00 01 00 02 01 01 04 01 7D 01 F7
Jede Nachricht, die das Gerät danach sendet, beginnt mit F0 7D 01. Zum Beispiel lautet die Antwort auf einen mit demselben Präfix gesendeten VersionRequest F0 7D 01 7F 02 02 F7.
D.6.4 Ein 2x1-Bild aus [red, green] bei (0, 0) zeichnen
Rohdaten (volle 8 Bit): FF 00 00 00 FF 00 (6 Bytes, eine unvollständige Gruppe).
MSB byte = bit7(FF)<<6 | bit7(00)<<5 | bit7(00)<<4 | bit7(00)<<3 | bit7(FF)<<2 | bit7(00)<<1 = 0x40 | 0x04 = 0x44
payload = 44 7F 00 00 00 7F 00
Prüfsumme = XOR der bitisierten Bytes = 44 XOR 7F XOR 00 XOR 00 XOR 00 XOR 7F XOR 00 = 0x44.
Vollständige Nachricht:
F0 00 21 50 00 01 00 02 01 01 04 23 00 00 00 02 01 44 7F 00 00 00 7F 00 44 F7
| | | | | ----------------- |
zo x y w h bitized payload chksum
D.7 Fehlerbehandlung und Grenzen
| Bedingung | Verhalten |
|---|---|
Nachricht an eine andere Geräte-ID als 0x01 adressiert | Ignoriert |
| Zonenindex entspricht keiner API-Zone im aktiven Layout | Befehl wird stillschweigend verworfen (keine Fehlerantwort) |
x oder y außerhalb der Zonengrenzen | Befehl wird stillschweigend verworfen (SetPixel) oder zugeschnitten (DrawRectangle, DrawImage) |
Prüfsumme von DrawImage stimmt nicht | Befehl wird stillschweigend verworfen |
Dekodierte Größe von DrawImage ist nicht w * h * 3 | Befehl wird stillschweigend verworfen |
DrawImage größer als die Oberfläche (1008 Pixel) | Befehl wird stillschweigend verworfen |
Präfix von StartFingerDataStreaming länger als 16 Bytes | Streaming wird nicht aktiviert |
| API-Zone wird während des Streamings aus dem Layout entfernt | Streaming läuft weiter; Befehle an diesen Index werden verworfen, bis wieder eine Zone mit diesem Index vorhanden ist |
| Mehrere API-Zonen mit demselben Index | Nur die erste erhält Zeichenbefehle; vermeide doppelte Indizes |
Grenzen:
| Grenze | Wert |
|---|---|
| Präfixdaten | 16 Bytes |
Pixelanzahl von DrawImage | 1008 (die gesamte Oberfläche) |
| Eingehende SysEx-Nachricht | 8 KB. Eine Nachricht wird gehalten, solange sie eintrifft, egal wie langsam; längere Nachrichten werden verworfen |
| Nachricht vom Gerät an den Host | 128 Bytes einschließlich des Präfixes |
D.8 Alles zusammen
Eine typische Sitzung sieht so aus:
- Öffne den Eingang und den Ausgang
Erae 2 MIDI. - Sende
VersionRequestmit deinem Präfix und prüfe, dass die Antwort0x02meldet. - Sende
StartFingerDataStreamingmit demselben Präfix (zum Beispiel ein Hersteller-ID-Byte und eine Sitzungskennung). - Sende für jede verwendete Zone
ZoneBoundaryRequestund merk dir die Antwort(width, height). - Zeichne mit
Clear,DrawImage,DrawRectangleundSetPixel. Ein Bild der gesamten Oberfläche umfasst bei der Übertragung etwa 3,5 KB; sende große Bilder in Abständen, damit der MIDI-Ausgang deines Hosts mithält, oder teile sie in kleinere Rechtecke auf. - Ordne eingehende Fingernachrichten nach
(zoneIdx, fingerIdx)und denk an die Spiegelung der Y-Achse, wenn du Berührungen mit gezeichneten Pixeln abgleichst. - Sende
EndFingerDataStreaming, wenn dein Host die Verbindung trennt.